Das nächste tschechische Talent: Qualifikantin Sara Bejlek sichert sich den Titel der Abu Dhabi Open und besiegt im Finale Ekaterina Alexandrova

WTA
durch Theo Stodiek
Samstag, 07 Februar 2026 um 17:15
SaraBejlek
Im vergangenen Jahr sorgte Belinda Bencic mit ihrer Rückkehr nach der Mutterschaft und dem Titelgewinn bei den Abu Dhabi Open für eine echte Wohlfühlgeschichte, und in diesem Jahr hat eine aufstrebende Spielerin abgeliefert: Sara Bejlek ist von der Qualifikation bis zum Titelmarsch durchgestartet.

Sara Bejleks Titelcoup in Abu Dhabi

Das Abu Dhabi Open hatte eine interessante Dramaturgie, da Belinda Bencic früh ausschied und nicht antreten konnte und weitere Topnamen wie Emma Navarro ebenfalls zeitig die Segel strichen. So blieben in den späten Runden vor allem unbekanntere oder Randspielerinnen übrig.
Ein Beispiel dafür war Bejleks Finalgegnerin Ekaterina Alexandrova, die nach Jahren als Durchschnittskraft in die Top Ten vorgestoßen ist, vor allem dank ihrer herausragenden Auftritte bei 500er-Turnieren.
Angesichts ihrer Titelerfahrung war sie wohl die Favoritin im Endspiel. Doch Bejlek gab in Abu Dhabi die gesamte Woche über keinen Satz ab. Sie besiegte Alexandrova im Finale mit 7:6, 6:1, nachdem sie zuvor Clara Tauson mit 7:5, 3:6, 7:5 ausgeschaltet hatte.
Zuvor hatte sie Sonay Kartal klar mit 6:0, 6:2 bezwungen, während Ostapenko im Achtelfinale mit 6:4, 6:3 unterlag. Ihre erste Gegnerin war Ashlyn Krueger, gegen die sie zum Auftakt 6:3, 6:0 gewann.

Von der Qualifikation zum souveränen Titel

Dem gingen zudem zwei deutliche Siege in der Qualifikation voraus. Tatsächlich hat Bejlek nicht nur mehr Matches als jede andere bestritten, sondern ist auch gewissermaßen aus dem Nichts gekommen, da sie sich erst durch die Qualifikation kämpfen musste.
Die 20-jährige Linkshänderin ging als Nummer 101 der WTA-Rangliste ins Turnier. Die frühere Roland-Garros-Junioren-Doppel-Siegerin verdoppelte ihre Ausbeute an Top-20-Siegen innerhalb einer Woche, nachdem sie sich nach einem nervösen Beginn in 1:39 Stunden von der an zwei gesetzten Spielerin absetzte.
Obwohl Bejlek zumeist vorne lag, schien Alexandrova auf dem Weg zurück zu sein. Sie wehrte im zwölften Spiel zwei Satzbälle ab und führte beim Seitenwechsel im Tiebreak mit 4:2. Doch Bejlek, die in all ihren vorigen Matches den ersten Satz geholt hatte, gewann fünf der letzten sechs Punkte und machte den Sack zu, als es am meisten darauf ankam.
Sie stürmte zum Sieg, nachdem sie gleich im ersten Spiel des zweiten Satzes breakte, und gewann später zehn Punkte in Serie, um von 2:1 auf 5:1 zu stellen. Zudem reiht sie sich neben Bencic ein, indem sie als Ungesetzte triumphierte. Sie ist die erste Qualifikantin, die den Titel holt, und zugleich die erste tschechische Siegerin.
Nachdem sie im November vergangenen Jahres bereits ein Karrierehoch von Top 75 erreicht hatte, steuert sie nun in der kommenden Woche auf die Top 50 zu. Eine wahrlich besondere Woche für Bejlek.
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