Tennis kann ein äußerst lukrativer Sport sein. Es geht um viel Geld, und wer zu den Besten der Welt gehört und die größten Wettbewerbe gewinnt, verdient entsprechend viel. So auch
Carlos Alcaraz, der mit 22 Jahren in der Liste der Preisgeld-Allzeitbesten bereits in die Top Vier aufgestiegen ist und niemand Geringeren als
Andy Murray überholt hat.
Das geschah nach einer bitteren Enttäuschung im Finale der Monte-Carlo Masters. Als Titelverteidiger musste Alcaraz nicht nur die Trophäe, sondern auch 1000 Punkte verteidigen, was ihn anfällig für einen Angriff von hinten machte, insbesondere durch Jannik Sinner.
Der Italiener wusste, dass ein vierter Masters-1000-Titel in Serie ihn wieder an die Spitze katapultieren würde – und genau das tat er. Er bezwang den Spanier mit 7:6(5), 6:3 und gewann die Monte-Carlo Masters erstmals. Es ist ein frustrierender Rückschlag für Alcaraz, der nicht das außergewöhnliche Niveau erreicht, das er zu Jahresbeginn regelmäßig zeigte, als er die Australian Open und die Qatar Open gewann.
Auch wenn dieses Ergebnis nicht zu seinen Gunsten ausfiel, verdiente er für seine Woche Arbeit in Monaco dennoch beeindruckende €532.120. Dieses Preisgeld hat ihn in der Rangliste der Einnahmen weiter nach oben katapultiert und lässt ihn schon früh in seiner Karriere an Größen der Vergangenheit vorbeiziehen.
Alcaraz’ Einnahmen in Monaco reichen, um Murray in der Allzeitliste zu überholen
Alcaraz steht nun bei $64.959.077 – eine unglaubliche Summe für einen Spieler, der derzeit seine sechste volle Saison auf der ATP Tour bestreitet.
In dieser Zeit gewann er sieben Grand-Slam-Titel in acht Finals, acht Masters-1000-Trophäen in zehn Finals sowie 26 ATP-Titel in 35 Finals. All das bringt lukrative Zahltage, die maßgeblich dazu beitragen, dass er in dieser Liste bereits solche Höhen erreicht.
Nach der Finalqualifikation gegen Lokalheld Valentin Vacherot zog Alcaraz am dreimaligen Grand-Slam-Sieger Murray vorbei. Der Brite verdiente in seiner Karriere stolze $64.687.542, über Jahre nur von den „Big Three“ übertroffen. Nun steht Alcaraz vor ihm.
Für die Top Drei besteht vorerst keine Gefahr. Novak Djokovic liegt uneinholbar an der Spitze und nähert sich der Marke von 200 Millionen Dollar. $193.215.570 betragen seine Gesamteinnahmen, und da er weiterhin auf höchstem Niveau spielt und kein baldiges Karriereende anstrebt, dürfte er diese Zahl noch übertreffen. Rafael Nadal folgt mit deutlichem Abstand auf Rang zwei mit $134.946.100, während Roger Federer mit $130.594.339 auf eine makellose Karriere an der Spitze des Tennis zurückblickt.
Nur drei Spieler haben im Tennis mehr Preisgeld verdient als Carlos Alcaraz
Bei den hohen Preisgeldern wird Alcaraz diese Marken im Blick haben. Sie zu übertreffen, wird jedoch Zeit brauchen, da die Lücke enorm ist. Sein bislang ertragreichstes Jahr, 2025, brachte ihm insgesamt
$21.354.778 ein. Dies müsste er etwa vier Jahre lang wiederholen, um Federer und Nadal zu überholen – und wohl bis weit in seine 30er gehen, um dem Serben nahe zu kommen, während er weiterhin Grand Slams und Masters-1000-Titel gewinnt.
Das dürfte Alcaraz’ Fokus jedoch kaum sein, denn er sinnt auf Revanche. Er kehrt zum
Barcelona Open zurück, wo er als amtierender Finalist nach der Niederlage gegen Holger Rune antritt. Der zweifache Champion ist der klare Favorit, sich seinen Heimtitel zurückzuholen, bevor er nach einer Knöchelverletzung im Vorjahr wieder bei den Madrid Open aufschlägt. Es folgen seine Titelverteidigungen bei den Rome Open und bei Roland Garros – mit der Chance auf weitere satte Einnahmen.
Allzeit-Preisgeldliste
| Rang | Spieler | Preisgeld gesamt |
| 1 | Novak Djokovic | $193,215,570 |
| 2 | Rafael Nadal | $134,946,100 |
| 3 | Roger Federer | $130,594,339 |
| 4 | Carlos Alcaraz | $64,959,077 |
| 5 | Andy Murray | $64,687,542 |