Hubert Hurkacz könnte in seiner Trainerkonstellation in eine neue Phase eintreten, nachdem er bei den Vorbereitungen auf die Madrid Open an der Seite von Gilles Cervara beobachtet wurde. Der französische Coach, bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Daniil Medvedev, war bei Hurkacz’ jüngster Trainingseinheit anwesend und gab auf dem Platz Anweisungen und Orientierung.
Diese Entwicklung folgt auf Hurkacz’ jüngste Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Nicolas Massu zu beenden, eine Partnerschaft, die rund 15 Monate dauerte. Der Pole bestätigte die Trennung Ende März und schloss damit eine Phase ab, die von vielversprechenden Ergebnissen, aber auch wiederkehrenden körperlichen Rückschlägen geprägt war.
Mit 29 Jahren ist Hurkacz aktuell die Nummer 63 der Welt, ein deutlicher Rückschritt von seinem früheren Hoch innerhalb der Top 10. Sein jüngster Kurs wurde durch Inkonstanz und Verletzungen geprägt, Faktoren, die seine Fähigkeit gebremst haben, über den ATP-Kalender hinweg Schwung zu halten.
Der Zeitpunkt von Cervaras Anwesenheit ist bemerkenswert. Hurkacz tritt diese Woche in Madrid an und dürfte seine Sandplatzkampagne über Rom bis Roland Garros fortsetzen, was jede mögliche Anpassung im Trainerteam in dieser Phase der Saison besonders relevant macht.
Cervaras Profil und jüngster Trainerwechsel
Cervara kommt mit ausgewiesenen Referenzen auf der ATP Tour, nachdem er Daniil Medvedev in einer achtjährigen Partnerschaft zwischen 2017 und 2025 zur Nummer 1 der Welt, zum US-Open-Titel 2021 und zu mehreren Masters-1000-Trophäen geführt hat. Seine Arbeit in diesem Zeitraum brachte ihm 2019 den ATP Coach of the Year ein und positionierte ihn als eine der einflussreichsten Figuren auf der Tour.
Nach dieser Trennung übernahm Cervara im Dezember 2025 ein neues Projekt und schloss sich dem Team des amerikanischen Talents Nishesh Basavareddy an, damals ein aufstrebender Spieler, der eine Karrierebestmarke innerhalb der Top 100 erreicht und sich zum zweiten Mal in Folge für die Next Gen ATP Finals qualifiziert hatte.
Die Zusammenarbeit erwies sich jedoch als kurzlebig. Cervara beendete Anfang April 2026 nach etwa vier Monaten die Partnerschaft mit Basavareddy und markierte damit eine kurze Übergangsphase in seiner Karriere nach Medvedev.
Seine Präsenz an der Seite von Hubert Hurkacz in Madrid stellt daher eine mögliche Rückkehr zur Arbeit mit einem etablierten ATP-Konkurrenten dar. Für Cervara signalisiert sie eine Hinwendung zurück zum Wettbewerb auf Topniveau, während sie für Hurkacz auf einen Schritt hin zu einer stärker strukturierten, systemorientierten Trainerarbeit in einer kritischen Saisonphase hindeutet.
Hurkacz’ jüngste Schwierigkeiten und Trainerwechsel
Hurkacz’ Trennung von Massu folgte auf eine gemischte Phase, die mit Optimismus begann. Der chilenische Coach stieß zu Beginn des Jahres 2025 zu seinem Team, flankiert von Ivan Lendl in beratender Rolle, mit dem Ziel, den Polen dauerhaft in die Spitzengruppe zu führen.
„Ich bin Nico sehr dankbar für all die Hingabe, harte Arbeit und die Zeit, die wir in den herausforderndsten Phasen meiner Karriere zusammen verbracht haben“, schrieb der 29-jährige Spieler in seinen sozialen Medien. „Wir haben beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Nochmals danke für alles!“
Die Partnerschaft zeigte zu Saisonbeginn frühe Anzeichen von Potenzial, insbesondere beim United Cup, wo Hurkacz mehrere Top-10-Siege holte und Polen zum Titel führte. Danach brach seine Form jedoch ein, mit einem Erstrundenaus bei den Australian Open, gefolgt von einer Serie von sieben Niederlagen in Folge.
Seine Sandplatzsaison beschränkte sich bislang auf Monte Carlo, wo er das Achtelfinale erreichte und dann gegen Valentin Vacherot verlor. Das bleibt sein einziger Auftritt auf der Oberfläche vor Madrid, wo er gegen einen Qualifikanten einsteigt, mit einem möglichen Zweitrundenduell gegen den an sechs gesetzten Lorenzo Musetti.
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