Der ehemalige Weltranglistenerste Bjรถrn Borg hat erklรคrt, dass er mental nicht bereit sei, sich aus dem Sport zurรผckzuziehen.
Der 67-Jรคhrige gilt als einer der ganz Groรen in der Geschichte des Herreneinzel-Tennis in der Open-รra. In seiner glanzvollen Karriere, die fast zwei Jahrzehnte andauerte, gewann er nicht weniger als 11
Grand Slam-Titel.
In einem kรผrzlich erschienenen Interview mit
The Globe and Mail erklรคrte Borg, dass er die ersten Jahre nach seinem Rรผcktritt genossen habe, aber bald gemerkt habe, dass er mental nicht darauf vorbereitet sei, mit dem Tennis aufzuhรถren.
"Nachdem ich in Rente gegangen war, waren die ersten paar Jahre groรartig, weil ich keinen Zeitplan hatte", sagte er. "Ich war nicht motiviert, Tennis zu spielen, und wollte andere Dinge tun, also war ich ein sehr glรผcklicher Mensch, weil ich tun konnte, worauf ich Lust hatte."
"Beim Tennis hatte ich so viele Jahre lang einen Zeitplan, und ich wusste genau, was ich jeden Tag tun wรผrde. Aber dann, nach diesen zwei, drei Jahren ohne Tennis, fing ich an, mich zu langweilen, weil ich keinen Zeitplan hatte und ich nicht auf das Leben vorbereitet war."
"Ich denke, dass die Leute heute, wenn sie sich vom Sport zurรผckziehen, darauf vorbereitet sind. Ich war es nicht. Ich habe versucht, in verschiedene Bereiche der Wirtschaft und verschiedene Dinge zu wechseln, aber ich hatte keine bestimmte Sache, die ich machen wollte. Aber es hat sich trotzdem gut fรผr mich entwickelt."
Der sechsfache French-Open-Sieger erklรคrte weiter, dass sich der Tennissport seit seiner Zeit auf dem Tennisplatz sehr verรคndert hat.
"Ich denke, Tennis hat sich verรคndert", sagte Borg. "Es ist heute ein anderes Tennis als damals, als wir gespielt haben. Es gibt heute mehr Spieler, die Konkurrenz ist viel hรคrter, es spielen heute viel mehr Lรคnder Tennis als damals, als wir gespielt haben. Sie schlagen den Ball heute viel hรคrter als wir damals."