"Sie repräsentiert nicht einmal die Ukraine": Die in der Ukraine geborene Zanevska wird von Tennisfans beschimpft, weil sie Sabalenka im letzten Spiel ihrer Karriere den Handschlag verweigert hat
Die 30-jährige Belgierin traf in der ersten Runde in Flushing Meadows auf die Weißrussin Sabalenka. Die Nummer 2 der Welt hatte keine Mühe, Zanevska in einer Stunde und neunzehn Minuten mit 6:3, 6:2 zu besiegen.
Nach dem Spiel weigerte sich die in der Ukraine geborene Zanevska, ihrer Gegnerin die Hand zu geben, ähnlich wie andere ukrainische Tennisspielerinnen wie Elina Svitolina und Marta Kostyuk. Die Kontroverse entstand in Zanevskas letztem Spiel ihrer Karriere, da sie vor kurzem ihren Rücktritt nach den US Open 2023 bekannt gab.
Sabalenka selbst fand Worte für ihre Gegnerin und ihren Rücktritt und wünschte ihr alles Gute für die Zukunft:
"Es tut mir so leid für sie und ich denke, sie hat ein großartiges Match gespielt und das ist... ich meine, das ist ein großartiges Match, um ihre Karriere zu beenden und ich wünschte, sie könnte noch viele Jahre spielen, aber es ist, wie es ist und ich wünsche ihr alles Gute für ihr nächstes Kapitel", sagte Sabalenka.
Die Situation erregte die Aufmerksamkeit mehrerer Fans in den sozialen Medien, die die belgische Vertreterin dafür kritisierten, dass sie die Position der ukrainischen Spielerinnen einnimmt, da sie unter einer anderen Flagge antritt:
"Kein Handschlag zwischen der in der Ukraine geborenen Zanevska und Sabalenka - die davon überrascht aussah. Das ist Marynas letztes Karrierematch. Am Ende sah sie ziemlich emotional aus", schrieb der Journalist Jose Morgado und öffnete damit die Tür für die Meinungen der Fans.
"ZANEVSKA liebt die Ukraine so sehr und doch spielt sie unter einer anderen Flagge. Theironie", schrieb der Nutzer.
"Bin mir nicht sicher, ob ich das in meinem letzten Spiel meiner Karriere getan hätte, aber okay", twitterte der User.
"Ich brauche dringend jemanden, der diese ukrainischen (geborenen) Spieler fragt, 1) was sie über Bigotterie denken, 2) inwiefern ihr derzeitiges Verhalten/ihre Einstellung gegenüber RUS/BLR nicht bigott ist, 3) ob sie denken, dass Familie/Freunde von RUS-Spielern sicher wären, wenn sie sich gegen den Krieg/die Regierung aussprechen würden."
Schreiber für tennisaktuell.de seit Anfang 2023. Ich bin ein begeisterter Tennis Fan. Meine Lieblings Spieler sind Alexander Zverev und Angelique Kerber aus deutscher Sicht der "neuen" Generation sowie Henri Leconte, Mansur Bahrami, Carlos Alcaraz, Novak Djokovic und Pete Sampras.
I honestly need someone to ask these Ukrainian(-born) players 1) what they think about bigotry 2) to explain how their current behaviour/attitude towards RUS/BLR is not bigoted 3) whether they think family/friends of RUS players’d be safe if they spoke out against the war/gov.
José Morgado
@josemorgado
No handshake between Ukraine-born Zanevska and Sabalenka -- who looked surprised by that.
That's Maryna's last career match. Looked quite emotional in the end.
Okay... At first it was okay to still “try” and shake hands, but after months of being refused - her not getting the message (which is impossible for her not to know, given the continuous presscon about it) it’s her own fault. Wave your hand, that’s enough.
I’m getting real tired of the pseudo surprise from Sabalenka. 3rd or 4th time she’s pulled this standing at the net playing dumb. She knows exactly what she’s doing and it’s gross.