Alex De Minaur krönt sich in Rotterdam: Australier gewinnt erstmals ATP‑500‑Titel in Ahoy

ATP
Sonntag, 15 Februar 2026 um 17:45
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Alex de Minaur hat sich beim ATP‑500‑Turnier in Rotterdam den langersehnten Titel in Ahoy gesichert. Der an Position eins gesetzte Australier bezwang im Finale Felix Auger‑Aliassime klar mit 6:3, 6:2 und feierte nach drei Finalteilnahmen in Folge seinen ersten Sieg bei den Rotterdam Open. Mit dem Erfolg springt der 26‑Jährige in der Weltrangliste auf Platz 6 und verdrängt damit seinen kanadischen Kontrahenten, der auf Rang 7 zurückfällt.
De Minaur dominierte das Match über weite Strecken mit seiner typischen Mischung aus Tempo, Richtungswechseln und herausragender Verteidigung. Auger‑Aliassime wirkte physisch angeschlagen, setzte zwar immer wieder Akzente mit seinem starken Aufschlag, kam aber nie richtig ins Spiel. Nach nur 1:18 Stunden verwandelte der Australier mit seinem einzigen Ass des Matches den Matchball und feierte seinen 11. ATP‑Titel – den ersten auf Indoor‑Hartplatz.

Dominanz von de Minaur, Probleme für Auger‑Aliassime

Vom Start weg übernahm De Minaur das Kommando. Bereits im ersten Satz ließ er dem Kanadier kaum Luft: Mit sechs Winnern und nur neun unerzwungenen Fehlern baute der Australier Druck auf und nutzte seine Chancen eiskalt. Ein entscheidender Moment kam im sechsten Spiel, als Auger‑Aliassime nach 78 in Folge gehaltenen Aufschlagspielen erstmals im Turnier gebrochen wurde – ein Vorhandfehler des Kanadiers bescherte De Minaur das 4:2 zum Break und kurz darauf den ersten Satz mit 6:3.
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De Minaur krönt sich erstmals zum Champion in Rotterdam
Im zweiten Satz setzte der Australier seine Linie konsequent fort. Er verteidigte seinen Aufschlag nahezu fehlerfrei, ließ gegen Auger‑Aliassime das gesamte Match lang keinen einzigen Breakball zu und nutzte die Schwächen des Kanadiers aus. Ein weiteres Break zum 3:2 im zweiten Satz durch einen erneuten Vorhandpassierball und das anschließendes Doppelbreak zum 5:2 brachten De Minaur in eine Position, aus der er das Match souverän zum Sieg aufschlug.

Weltrangliste, Statistik und Turnierkontext

Mit dem Sieg in Rotterdam verbessert sich Alex de Minaur in der ATP‑Weltrangliste auf Position 6 und rückt damit in die Nähe der Top‑5‑Gruppe um Lorenzo Musetti. Für Auger‑Aliassime bedeutet das Ergebnis dagegen einen Absturz auf Rang 7 und verhindert vorerst den Sprung in die absolute Weltspitze. Der Kanadier war in Rotterdam in bestechender Form angereist: Er gewann acht Matches in Folge, darunter den Titel in Montpellier, und hatte im Turnierverlauf bis zum Finale keinen Satz abgegeben.
Statistisch überzeugte De Minaur mit einem extrem sauberen Spiel: Er beging insgesamt deutlich weniger unerzwungene Fehler als sein Gegner, brachte seine ersten Aufschläge mit hoher Effizienz ins Feld und nutzte seine Chancen in der Offensive, um den Kanadier immer wieder unter Druck zu setzen. Für Auger‑Aliassime, der in Rotterdam bereits 2022 triumphieren konnte und insgesamt acht ATP‑Titel auf dem Konto hat, war es der erste verlorene Endspiel‑Auftritt der Saison und ein kleiner Dämpfer nach zwei starken Turnierwochen.

De Minaur endlich in Ahoy oben

Für Alex de Minaur ist der Titel in Rotterdam ein kleines Meilenstein‑Erlebnis: Nach Finalniederlagen 2024 gegen Jannik Sinner und 2025 gegen Carlos Alcaraz krönt er nun seine Ausdauer auf den schnellen Indoor‑Hartplätzen mit dem ersten Sieg in Ahoy. Gleichzeitig unterstreicht er damit seine Rolle als einer der konstantesten Spieler auf ATP‑500‑Niveau, der in den vergangenen Jahren insgesamt über 50 Siege in dieser Turnierkategorie verbuchen konnte. Für Felix Auger‑Aliassime bleibt das Finale eine bittere Niederlage, die seine aktuelle Form zwar nicht komplett entwertet, aber zeigt, dass egal wie gut man gerade drauf ist, immer ein Tag kommen kann, an dem nicht viel zu funktionieren scheint.
Während Felix Auger‑Aliassime als nächstes in Dubai beim ATP‑500‑Turnier in einer Woche an den Start geht, reißt Alex de Minaur nach Acapulco, wo er es unter anderem mit der deutschen Nummer eins Alexander Zverev und dem Weltranglistenvierten Lorenzo Musetti zu tun bekommt. Auch bei den Dubai Duty Free Tennis Championships wartet auf FAA mit Bublik, Draper und Medvedev eine starke Konkurrenz.
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