„Aller guten Dinge sind drei, endlich haben wir den Titel geholt“: De Minaur kostet die Erlösung nach Niederlagen gegen Sinner und Alcaraz in früheren Rotterdam-Endspielen

ATP
Montag, 16 Februar 2026 um 9:00
Alex de Minaur brauchte nach einer engen 2025 ATP Finals-Kampagne jeden gewonnenen Spielpunkt
Alex de Minaur stemmte am Sonntag endlich den Pokal der ABN AMRO Open nach zwei vorherigen Finalniederlagen und besiegte Félix Auger-Aliassime 6:3, 6:2. Der Australier war in den vergangenen zwei Ausgaben an Carlos Alcaraz und Jannik Sinner gescheitert, wodurch dieser Triumph wie überfällige Wiedergutmachung wirkte. „Aller guten Dinge sind drei – endlich haben wir den Titel geholt.“
Der 26‑Jährige dominierte das Endspiel von Beginn an, gab die ganze Woche nur einen Satz ab und nutzte drei seiner fünf Breakbälle in nur 77 Minuten. Auger-Aliassime, 25, war mit acht Siegen in Folge angereist, doch ein anhaltendes Problem an der linken Hüfte schränkte ihn sichtbar ein. „Du bist ein ultimativer Kämpfer, und ich bin sicher, wir werden noch viele Duelle haben“, sagte De Minaur in der Siegerehrung.
Mit diesem Erfolg holte De Minaur seinen 11. Karrieretitel und kletterte in der Live-ATP-Rangliste zurück auf Platz sechs, womit er seine Bestmarke einstellte. „Aber wirklich, ich bin froh, dass ich mir den Titel endlich holen konnte“, erklärte der 27‑jährige Australier.
Der Rotterdam-Sieg unterstreicht auch De Minaurs Konstanz auf Hallen-Hartplätzen, auf denen er in früheren Jahren zu kämpfen hatte. Seine taktische Präzision und die Kontrolle in den Ballwechseln prägten die ganze Woche und mündeten in ein geradliniges Finale. „Ich spiele hier mein bestes Tennis und bekomme endlich die Belohnung.“

Dankbarkeit und Respekt in der Siegerrede

De Minaur nahm sich viel Zeit, um die Unterstützung um ihn herum zu würdigen. „Also danke an mein Team, an die Leute hier… An die, die nicht hier sind, ebenso – es braucht ein ganzes Dorf.“
Er lobte die Turnierveranstalter und das Personal dafür, ein Umfeld zu schaffen, in das Spieler gern zurückkehren. „Und dann Richard, wie immer, danke, dass du dies zu einem der besten Turniere der Tour machst. Zu einem, zu dem die Spieler liebend gern zurückkommen. An das gesamte Personal, alle Ballkinder, alle Sponsoren, an jeden, der dieses Turnier möglich macht. Es ist wirklich ein Vergnügen.“
De Minaur sprach auch über seine Beziehung zum Publikum und zur Stadt. Das Rotterdamer Publikum hat ihn lange unterstützt, selbst nach früheren Enttäuschungen. „Also vielen Dank an dieses fantastische Publikum, das es wie ein Zuhause wirken lässt.“ Er schloss mit einem Blick nach vorn und kündigte an, im nächsten Jahr zurückzukehren. „Wie Felix sagte, ich freue mich darauf, nächstes Jahr wiederzukommen. Danke.“

Strategische Ruhe und Einordnung in die Saison

Auf dem Platz bestätigte De Minaurs Umsetzung seine Worte. Er wehrte keinen einzigen Breakball ab und breakte Auger-Aliassime dreimal, ein Beleg für taktische Disziplin und Übersicht. Die vorherigen Siege des Kanadiers und die angesammelte Müdigkeit waren spürbar und gaben De Minaur die Möglichkeit, das Geschehen zu diktieren. „Ich möchte mit Felix beginnen. An dich und dein ganzes Team: Ich habe enormen Respekt davor, wie ihr die Dinge angeht.“
Dieser Sieg setzt ein Ausrufezeichen für die Saison. Das Jahr ohne Titel gestartet, reist De Minaur nun mit neuem Selbstvertrauen zu den Masters-1000-Events in Indian Wells und Miami. Seine Nervenstärke bei Hallen-Highlights macht ihn zu einem ernsthaften Kandidaten für die kommenden Turniere. „Einer meiner Lieblingsorte im Kalender. Ich komme sehr gern hier nach Rotterdam zurück.“
De Minaurs Erfolg vereint persönliche Wiedergutmachung, taktische Reife und spürbare Wertschätzung für das breitere Tennis-Ökosystem. Seine Worte spiegeln einen Spieler wider, der Respekt schätzt – gegenüber Gegnern und dem eigenen Team – und sein Image als Profi mit ruhiger Souveränität festigt. „Aller guten Dinge sind drei, wir haben den Titel endlich geholt.“
Nun hat De Minaur ein paar Wochen Pause, bevor er zurückkehrt. Der Australier entschied sich, die Turniere im Nahen Osten auszulassen und wird im Februar nicht mehr antreten. Er richtet seinen Fokus auf Indian Wells im März. Félix hingegen plant die Reise nach Dubai ab dem 23.02., wo er als topgesetzter Spieler in einem Feld mit Profis wie Alexander Bublik, Jack Draper und Jakub Menšík aufschlägt.
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