Alexander Bublik hat seine starke Form in der Wüste bestätigt und
Jan-Lennard Struff beim
ATP-500-Turnier in Dubai in zwei Sätzen bezwungen. Der Kasache setzte sich mit 6:3, 6:4 durch und untermauerte damit seine Ambitionen bei den
Dubai Duty Free Tennis Championships. Für Struff bedeutet die Niederlage bereits den zweiten Rückschlag gegen Bublik innerhalb weniger Wochen.
Vor allem in den entscheidenden Momenten zeigte sich der an Position zwei gesetzte Bublik konsequent. Während
Struff kämpfte und phasenweise sein offensives Spiel durchbrachte, nutzte sein Gegner jede sich bietende Gelegenheit. Am Ende machte eine klare Statistik den Unterschied: Bublik verwandelte alle drei Breakbälle, Struff ließ seine drei Chancen ungenutzt.
Aufschlag dominiert den ersten Satz
Das Turnier in Dubai zählt zu den prestigeträchtigsten ATP-500-Events der Saison. Seit 1993 gastiert die Tour im Emirat, große Namen wie Roger Federer, Novak Djokovic oder Daniil Medvedev haben hier bereits triumphiert. Die schnellen Hartplätze begünstigen aggressive Spieler – beste Voraussetzungen also für zwei Akteure wie Struff und Bublik, die den Punkt gerne früh suchen.
Erneut scheitert Jan-Lennard Struff in Dubai bereits in der ersten Runde
Bublik erwischte den besseren Start. Gleich im ersten Spiel nahm er Struff den Aufschlag ab und setzte damit ein frühes Zeichen. Der Deutsche reagierte prompt und erspielte sich mit einem starken Vorhand-Inside-Out-Winner einen Breakball. Doch Bublik konterte eiskalt: Drei Asse in Serie bestätigten das Break und sorgten für eine 2:0-Führung.
Im dritten Spiel fand Struff besser in die Partie. Bei Einstand setzte er konsequent auf Serve-and-Volley, schloss den Punkt am Netz ab und beendete das Spiel mit einem Ass. Es blieb jedoch ein Satz, der klar von den Aufschlägern geprägt war. Die folgenden beiden Servicegames gingen jeweils zu null an den Servierenden. Lange Rallys blieben die Ausnahme – im gesamten ersten Durchgang gab es nur einen Ballwechsel mit neun oder mehr Schlägen.
Viele Punkte entschieden die Spieler bereits mit dem ersten Schlag nach dem Aufschlag. Struff unterliefen im ersten Satz acht unerzwungene Fehler, Bublik nur sechs. Diese kleine Differenz wirkte sich spürbar aus.
Beim Stand von 2:3 aus Sicht des Deutschen bot sich die nächste Gelegenheit. Mit einem Return-Vorhandwinner erspielte sich Struff einen Breakball zum möglichen 3:3. Doch erneut hielt Bublik stand und verteidigte sein Service zum 4:2. Kurz darauf erhöhte der Kasache den Druck weiter, nahm Struff ein weiteres Mal den Aufschlag ab und sicherte sich mit 6:3 den ersten Satz.
Struff zeigt Moral – Bublik bleibt kaltschnäuzig
Struff gab sich nicht auf. Zu Beginn des zweiten Satzes agierte er stabiler bei eigenem Service. Beim Stand von 1:2 und 30:30 produzierte er zwei starke Punkte: erst ein feiner Drop-Volley, den Bublik nicht mehr erreichte, dann ein druckvoller Vorhand-Inside-Out-Winner. Der Deutsche hielt seinen Aufschlag und blieb in Schlagdistanz.
Beim Stand von 4:3 für Bublik bewies Struff Nervenstärke. Nach einem 0:30 bei eigenem Service blieb er offensiv, suchte weiter den Weg nach vorne und belohnte sich. Zwei Asse sowie ein Rückhand- und ein Volley-Winner brachten ihm den Ausgleich zum 4:4. In dieser Phase spielte Struff mutig und klar in seinen Aktionen.
Doch Bublik reagierte einmal mehr im richtigen Moment. Im folgenden Aufschlagspiel des Deutschen stand es 30:30. Struff entschied sich zweimal für Serve-and-Volley, doch Bublik las die Situation stark, fand jeweils einen Return nahe der Seitenlinie und gewann das Spiel dann doch schneller als gedacht.
Für Struff ist es nach der Niederlage in Rotterdam die zweite Pleite binnen weniger Wochen gegen den zuletzt aufstrebenden Kasachen. Bublik, mittlerweile die Nummer zehn der Welt, präsentierte sich in Dubai erneut als Endstation für den Deutschen. Seine Mischung aus wuchtigem Aufschlag, überraschenden Stopps und mutigen Returns stellte Struff immer wieder vor Probleme.
Die zentrale Kennzahl des Matches unterstreicht die Geschichte dieses Abends: Drei Breakbälle für Bublik, drei verwandelte Chancen. Drei Breakmöglichkeiten für Struff, kein Ertrag. In einem Duell, das von kurzen Ballwechseln und starken Aufschlägern lebte, wogen diese Momente besonders schwer.