„Das Damentennis ist die weltweit erfolgreichste Sportart“: Novak Djokovic meldet sich in der Gleichberechtigungsdebatte zu Wort

ATP
Dienstag, 10 März 2026 um 14:30
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Novak Djokovic bezeichnete den Frauentennis bei seiner letzten Pressekonferenz in Indian Wells als das weltweit führende Erfolgsbeispiel im professionellen Frauensport. Der 24-fache Grand-Slam-Champion sagte, das Damentennis habe sich als eine der sichtbarsten und bestbezahlten Wettbewerbe in der Sportwelt etabliert.
Der Serbe machte die Aussagen auf die Frage nach dem Stand der Gleichberechtigung im Tennis im Vergleich zu der Situation vor zwei Jahrzehnten, als er erstmals auf die Profitour kam. Der 38-jährige Spieler verwies auf das Wachstum der WTA Tour und die Sichtbarkeit des Frauentennis als klaren Beleg für Fortschritte.
Laut Djokovic hebt die Stellung des Frauentennis in der globalen Sportlandschaft es von den meisten anderen Disziplinen ab. Er stellte fest, dass der Sport konsequent hohes Preisgeldniveau und weltweite Aufmerksamkeit gehalten habe, etwas, das für viele Frauenwettbewerbe weiterhin eine Herausforderung bleibt.
„Der Frauentennis ist mit großem Abstand der erfolgreichste globale Frauensport und auch der am besten bezahlte“, versicherte die ehemalige Nummer 1 der Welt auf die Frage nach Gleichberechtigung im Tennis. „Das ist großartig zu sehen. Ich freue mich darüber und bin stolz darauf. Ich denke, es ist in einer guten Verfassung.“

Djokovic blickt auf die Herausforderung Jack Draper voraus

Djokovic trifft als Nächstes in der vierten Runde auf Titelverteidiger Jack Draper, ein Duell, das zu den packendsten Begegnungen der zweiten Turnierwoche zählt. Draper reiste als amtierender Champion nach Indian Wells und hat nach längerer Verletzungspause in der vergangenen Saison wieder Schwung aufgenommen.
Der Serbe erwartet vom britischen Linkshänder eine knifflige taktische Aufgabe. Djokovic betonte, dass Draper seine Top-Qualität auf der ATP Tour bereits nachgewiesen hat und in voller Fitness ein gefährlicher Gegner bleibt. „Was Draper betrifft, er ist ein fantastischer Spieler. Er verteidigt hier seinen Titel und hat die Qualität eines Top-5-Spielers der Welt. Ich erwarte einen großen Fight.“
Djokovic blickte auch auf das Match zurück, das ihm den Einzug in die vierte Runde sicherte. Er räumte ein, dass sein Gegner eine außergewöhnliche Aufschlagleistung zeigte, die ihn während großer Teile der Partie daran hinderte, beim Return konstant Druck aufzubauen.
„Ich kann mich nicht erinnern, jemandem gegenübergestanden zu haben, der nicht so groß ist und trotzdem so gut serviert und seine Zonen im Feld so trifft“, sagte Djokovic. „Ich habe heute beim Return meinen Rhythmus nicht gefunden, aber er hat mir das Leben sehr schwer gemacht. Er hat mich überall mit Assen erwischt und viele freie Punkte bekommen.“
Der fünffache Indian-Wells-Champion steht erstmals seit 2017 wieder im Achtelfinale in Tennis Paradise und weist nun eine 8:1-Bilanz in dieser Saison auf. Allerdings räumte er ein, dass er mit kleineren körperlichen Beschwerden zu kämpfen hat, die ihn daran hindern, sich völlig bei 100% zu fühlen. „Ich hatte in den letzten Wochen einige Probleme mit dem Fuß, was besonders meinen Aufschlag beeinträchtigt. Ich habe mehr Doppelfehler gemacht als gewöhnlich, was mich auf dem Platz frustriert hat.“
„Wenn man gegen jemanden wie den heutigen Gegner spielt, der viele einfache Punkte mit dem ersten Aufschlag bekommt, macht das die Sache schwierig“, fügte er in Bezug auf den Lokalspieler Kovacevic hinzu. „Im zweiten Satz hatte ich nicht viele Chancen. Ich musste bei meinen Aufschlagspielen deutlich härter arbeiten, während er relativ komfortabel durch seine Aufschlagspiele kam.“
„Wir gehen es Tag für Tag an und schauen, wie sich die Dinge entwickeln“, sagte Nole einen Tag vor der Aufgabe gegen Titelverteidiger Draper. „Natürlich hilft es nicht, dass ich mehr Matches als er gespielt habe, aber wir versuchen, diese kleine Verletzung so gut wie möglich zu managen.“

Djokovic erklärt die Bedeutung von „Tennis-IQ“

In derselben Pressekonferenz ging Djokovic auch auf das Konzept des „Tennis-IQ“ ein, einen Begriff, der häufig Spieler beschreibt, die in der Lage sind, komplexe taktische Situationen während eines Matches zu lösen. Der Serbe erklärte, dass es letztlich um die Fähigkeit geht, Lösungen zu finden, wenn anfängliche Strategien nicht greifen.
Djokovic betonte, dass die Entwicklung taktischer Intelligenz nicht erst im Match beginnt, sondern durch tägliche Vorbereitung und langfristige Entwicklung. Laut der ehemaligen Nummer 1 der Welt müssen Spitzenspieler ihr Spiel ständig verfeinern, statt sich ausschließlich auf ihre natürlichen Stärken zu verlassen.
„Einfach gesagt geht es darum, einen Weg zu finden, eine Lösung zu finden. Man kann sich nicht nur auf seine Stärken verlassen und hoffen, dass die Schwächen nicht offengelegt werden. Man muss sein Spiel stetig verbessern, denn alle anderen tun es auch.“
Er ergänzte, dass Anpassungsfähigkeit eine der prägenden Eigenschaften ist, die die erfolgreichsten Spieler vom Rest des Feldes trennt. Wenn primäre Strategien scheitern, müssen die Akteure in der Lage sein, sich schnell an Gegner, Belag und Matchbedingungen anzupassen. „Wenn Plan A oder Plan B nicht funktioniert, braucht man Plan C, D, E oder was auch immer. Man muss sich an jeden Spieler, jeden Belag und jede Bedingung anpassen. Das braucht Jahre der Entwicklung.“
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