Jannik Sinner setzt seinen sehr soliden Marsch durch die
Australian Open fort, nachdem er James Duckworth souverän mit 6:1, 6:4, 6:2 aus dem Weg räumte.
Sinner marschiert weiter durchs Turnier, während ein weiterer Aussie ausscheidet
Wie erwartet hat die Nummer zwei der Welt in den frühen Runden gegen schwächer eingestufte Gegner keinerlei Probleme, und lässt es nicht nur nach Routine aussehen, sondern macht kurzen Prozess. Er geriet in keiner Phase des Matches unter Druck, überstand vier Breakbälle und erspielte sich selbst zahlreiche Chancen, die er konsequent verwertete.
Sinner schlug im Verlauf des Matches 18 Asse, darunter eines zum Abschluss. Er gewann 85% der Punkte über den ersten Aufschlag. Die Zahl der unnötigen Fehler verdeutlicht den Unterschied: Sinner beging 17 im Vergleich zu 33 bei Duckworth; bei den Gewinnschlägen lag der 24-Jährige mit 31 zu 23 ebenfalls vorn.
Die ganze Wucht Sinners bekam der Australier schon sehr früh zu spüren. Selbst in dem einen Spiel, das er gewann, wurde er bis ans Limit gedrängt. Ab 1:1 ließ Sinner nicht locker und spielte einen äußerst überzeugenden Satz. Er nutzte seinen zweiten Breakball zum 3:1, zwei Spiele später wiederholte sich das Szenario, sodass Sinner zum Satz ausservieren konnte. Das erledigte er mit größter Leichtigkeit und ging mit einem Satz in Führung.
Dieser erste Satz dauerte nur 26 Minuten, und wollte Duckworth noch etwas länger vor heimischem Publikum in der Rod Laver Arena stehen, musste er sein Niveau anheben. Im zweiten Satz zeigte er mehr Gegenwehr, hatte sogar die Chance, 2:0 in Führung zu gehen, konnte diese einzige Gelegenheit aber nicht nutzen.
Wollte er etwas Zählbares mitnehmen, mussten solche Chancen zwingend sitzen. Nachdem beide Spieler zu Null hielten, sah es so aus, als würde Sinner zum dritten Mal in Folge ohne Punktverlust durchgehen, doch es folgte ein Break. Duckworth zwang das Spiel über Einstand und ging erneut vor. Sinner fand schließlich das nötige Break, um den zweiten Satz in einem Drei-Spiele-Lauf zu drehen, der ihn von 2:3 auf 5:3 nach vorn brachte. Ähnlich wie im ersten Satz hatte er anschließend keine Mühe, den Sack zuzumachen.
Sinner nahm den Fuß nicht vom Gas, breakte gleich zu Beginn des dritten Satzes und stellte wenig später auf 3:0. Ein zweiter Doppelfehler Sinners verschaffte Duckworth eine weitere Chance, doch dessen verfehlter Versuch sorgte für Frust beim Australier, der kurz darauf eine weitere Möglichkeit ausließ, während der vierfache Grand-Slam-Sieger schließlich auf 4:0 erhöhte.
Ein starkes Aufschlagspiel zu Null riss das Publikum noch einmal mit, doch es brauchte deutlich mehr, um Sinner aus dem Takt zu bringen. Er musste sich etwas gedulden, um den Deckel endgültig draufzumachen, nachdem Duckworth ein letztes Mal die Möglichkeit hatte, dem früheren Weltranglistenersten ein Spiel abzunehmen. Am Ende war Sinner jedoch zu stabil und reiht sich zusammen mit den großen Namen, darunter Carlos Alcaraz, in die dritte Runde ein. Sinners nächste Aufgabe auf dem Weg zum Hattrick bei den
Australian Open heißt Eliot Spizzirri.