Alex de Minaur sprach vor seinem Debüt bei den
Australian Open mit den Medien, wo er erneut die größte lokale Hoffnung sein wird – vor dem Hintergrund, dass das Turnier seit Jahrzehnten keinen australischen Champion mehr hervorgebracht hat.
De Minaur vor Australian Open – Australiens größte Hoffnung im Heimfieber
Die Dominanz von Roger Federer und Novak Djokovic bei diesem Event ließ Australiern kaum Raum für diesen Coup, ebenso wie andere Spieler, die wiederholt Finals erreichten, darunter Andy Murray und Rafael Nadal. Der letzte australische Finalist war Lleyton Hewitt im Jahr 2005, als er dem Russen Marat Safin unterlag — inzwischen Trainer von Andrey Rublev.
Um den letzten australischen Champion zu finden, muss man bis 1976 zurückgehen, als Mark Edmondson John Newcombe in einem rein australischen Finale besiegte. Seither kassierten heimische Spieler fünf Finalniederlagen bei diesem Turnier.
Wie in den vergangenen Jahren kommt De Minaur als australische Nummer 1 und größte Hoffnung des Landes. Zwar halten ihn wenige für einen klaren Anwärter darauf, Jannik Sinner und Carlos Alcaraz zu übertrumpfen, doch die aktuelle Nummer 7 der Welt hat mit Konstanz gezeigt, dass er bei Majors weit kommen kann — fünf Viertelfinals in seinen letzten sieben Grand-Slam-Starts — und will diesmal mit Heimvorteil den nächsten Schritt machen.
Die Auslosung fiel für den Australier schwer aus: In Runde eins trifft er auf den ehemaligen Wimbledonfinalisten Matteo Berrettini. „Ja, ich meine, am Ende ist jeder einzelne Spieler im Feld extrem tough. Mir war klar, dass es viele ungesetzte Spieler geben würde, die wirklich harte Match-ups sind“, sagte er. „Es wird ein Kampf, aber ich freue mich darauf. Im Grunde heißt das nur, dass ich von der ersten Sekunde an feuern muss. Wir hatten in der Vergangenheit ein paar gute Matches, also ja, hoffentlich bin ich bereit.“
„Ich bin jetzt seit 10 Jahren hier, ich habe seit meinem ersten Tag hier denselben Spind, all diese Dinge machen es deutlich einfacher“, fügte er hinzu. „Wettkampfmäßig fühle ich mich wirklich gut. Ich treffe den Ball großartig, körperlich fühle ich mich wirklich gut, deshalb bin ich heiß auf den Start. Leicht wird es keineswegs, und ich bin bereit für die Konkurrenz.“