Alex de Minaur steht vor einer heiklen Aufgabe, was seine Australian-Open-Auslosung angeht, und erlebte am Donnerstag auch auf dem Platz gegen Carlos Alcaraz einen Dämpfer: Der australische Hoffnungsträger unterlag klar mit 6:3, 6:3.
De Minaur vor Härtetest in Melbourne – Alcaraz formstark, Bublik lauert
Die Nummer 6 der Welt peilt sein erstes Halbfinale bei einem Major an, erhielt jedoch zugleich eine schwierige Auslosung. In der ersten Runde wartet Matteo Berrettini, der an guten Tagen ein gefürchteter Gegner ist. Danach könnte in Runde drei Frances Tiafoe folgen und in Runde vier Alexander Bublik.
Bublik, der sein lang erwartetes Debüt in den Top 10 gibt, gewann kürzlich Hongkong und holte allein 2025 vier Titel auf allen Belägen – darunter einen auf Hartplatz, zwei auf Sand, der ihm in der Vergangenheit Probleme bereitet hat, sowie einen auf Rasen, auf dem er bereits gute Erfahrungen sammelte.
Einst vor allem als Showman bekannt, hat Bublik inzwischen seine Durchschlagskraft unter Beweis gestellt und könnte in Melbourne auf Kosten von De Minaur seinen Grand-Slam-Durchbruch schaffen. Zudem ist er vom Naturell her ein Spieler, den die Unterstützung für De Minaur auf einem großen Showcourt kaum beeindrucken dürfte.
Alcaraz lieferte heute eine mögliche Vorschau auf das Duell, das De Minaur oder auch Bublik im Viertelfinale erwarten könnte, als er den Australier schlug – wenn auch über ein kürzeres Format.
De Minaur trotz Bedenken gespannt auf die Auslosung
Er war heute in Bestform, nahm De Minaur gleich dessen erstes Aufschlagspiel ab und streute nach Belieben Schaustücke ein, darunter im dritten Spiel eine unglaubliche Vorhand-Passing-Nummer.
So ging es weiter: Er holte den ersten Satz in nur 41 Minuten und knüpfte im zweiten nahtlos daran an. Alcaraz vereitelte den aggressiven Ansatz von De Minaur, der vermehrt ans Netz ging und versuchte, Alcaraz aus dem Rhythmus zu bringen.
Doch ohne Erfolg: Er zeigte, dass er bereit ist, der jüngste Spieler zu werden, der den Karriere-Grand-Slam vollendet. Etwas, das auf beiden Seiten der Auslosung realistisch ist, da auch Iga Swiatek in Australien ihren Satz komplettieren könnte. Alcaraz trifft auf Adam Walton und spielte im zweiten Satz bei 5:3 bei De Minaurs Aufschlag einen meisterhaften Rückhand-Passingball.
De Minaur wehrte nach zwei Netzaufschlägen bei zweitem Service den Matchball ab, doch Alcaraz musste ausservieren – und tat dies, erspielte sich drei Matchbälle und verwandelte den dritten zum Sieg in 45 Minuten. De Minaur äußerte sich anschließend zur Auslosung und zum Match und räumte ein, dass vor ihm ein steiniger Weg liegt.
„Hey, wenn es leicht wäre, würde es jeder machen. Also freue ich mich auf die Herausforderung“, sagte de Minaur zu seiner Auslosung.
„Ja, super happy, sehr gespannt, dass es losgeht, und wir sind kurz davor. Hoffentlich kann ich euch eine Show bieten.“
„Er kam heiß rein und blieb heiß“, sagte de Minaur.
„Wissen Sie was – ich habe mein Bestes gegeben, es konkurrenzfähig gemacht, aber er hat ein paar gute Bälle gespielt.“
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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