Der ehemalige britische Nummer eins, Tim Henman, ist überzeugt, dass sein Landsmann Jack Draper die nötigen Qualitäten besitzt, um mit dem Druck der bevorstehenden Rasensaison in der Heimat umzugehen. Der 23-Jährige gilt mittlerweile als einer der talentiertesten Spieler im Einzel des aktuellen Herrentennis.
Draper stellte sein Können kürzlich unter Beweis, als er seinen ersten ATP-1000-Titel gewann. Im Finale von Indian Wells besiegte er den Dänen Holger Rune in zwei Sätzen mit 6:2, 6:2. Großbritanniens ehemalige Nummer eins, Henman, sprach kürzlich mit TNT und betonte, dass während der bevorstehenden Heim-Saison alle Augen auf den US-Open-Halbfinalisten von 2024 gerichtet sein werden. Der 50-Jährige erklärte jedoch, dass Draper bestens gerüstet sei, um dem Druck des kommenden Großereignisses standzuhalten.
"Ich habe mit seinem Bruder Ben gesprochen, der als einer seiner Agenten fungiert, und er war sich sehr bewusst, wie Jacks Bekanntheit gerade enorm gestiegen ist“, sagte Henman. "Und natürlich, mit Andy Murrays Rücktritt hat Jack wirklich die Rolle der britischen Nummer eins bei den Männern übernommen. Besonders zu Wimbledon und während der Rasensaison wird das Rampenlicht stark auf ihm liegen.
Aber ich bin überzeugt, dass Jack die mentale, physische und technische Fähigkeit hat, damit umzugehen. Außerdem hat er ein sehr gutes Team um sich, das ihn unterstützt. Natürlich ist es immer noch eine steile Lernkurve für ihn – er ist gerade erst in die Top 10 vorgestoßen –, aber ich denke, er spielt brillantes Tennis. Es gibt noch viele Bereiche, in denen er sich verbessern kann. Vor ihm liegt eine anstrengende Sandplatzsaison, aber es wird spannend, wenn er in Großbritannien auf Rasen spielt.“
Draper hat bislang keine herausragende Bilanz in Wimbledon vorzuweisen, da es ihm noch nie gelungen ist, über die zweite Runde hinauszukommen. Im vergangenen Jahr schied der junge Brite in der zweiten Runde aus, nachdem er seinem Landsmann Cameron Norrie in drei Sätzen mit 6:7, 4:6, 6:7 unterlag.