Juan Carlos Ferrero hat eine Rückkehr als Coach im Jahr 2026 nicht ausgeschlossen – nur wenige Monate nach dem Ende seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Carlos Alcaraz. Der ehemalige Weltranglistenerste bestätigte, dass er zwar kein neues Projekt aktiv sucht, ein Comeback aber je nach Motivation und Timing möglich bleibt.
Ferrero hat am 17.12. offiziell
seine Zusammenarbeit mit Alcaraz beendet und damit einen Zyklus abgeschlossen, der mehrere Grand-Slam-Titel und den Aufstieg des Spaniers an die Spitze der ATP-Rangliste umfasste. Seitdem hat er sich von der Tour zurückgezogen, konzentriert sich auf seine Akademie und reduziert sein Engagement im wöchentlichen Wettkampfbetrieb.
Trotz seiner Abwesenheit vom Circuit bleibt Ferrero eng mit dem Sport verbunden. Er verfolgt Ergebnisse selektiv und hält den Kontakt zu Spielern und Teams, einschließlich des Lagers von Alcaraz nach dem Australian-Open-Erfolg des Spaniers zu Beginn dieser Saison.
„Ich schließe nicht aus, dieses Jahr zurückzukehren“, sagte der ehemalige Roland-Garros-Sieger auf Spanisch gegenüber
Marca. „Das muss natürlich kommen, dieses Verlangen… Es gab Angebote, aber derzeit spüre ich nicht diesen Ruf, der mich wieder mit Freude und Motivation die Zügel übernehmen lässt.“
Motivation und Timing als Schlüssel für jede Rückkehr
Ferrero stellte klar, dass der Hauptgrund für seine aktuelle Entscheidung nicht ein Mangel an Möglichkeiten ist, sondern die innere Motivation. Der Spanier bestätigte, dass mehrere Angebote eingegangen sind, darunter Interesse von Spielern auf der ATP- wie auch der WTA-Tour, doch keines erfüllte bislang die persönliche Schwelle für eine Rückkehr.
„Ich habe sehr gute Angebote erhalten, aber auf der Ebene der inneren Motivation, nicht der Motivation für den Spieler, habe ich den Grund, wieder zu reisen, nicht gefunden.“
Diese Unterscheidung unterstreicht Ferreros Ansatz als Coach in dieser Phase seiner Laufbahn. Nach Jahren auf der Tour, einschließlich der Anforderungen, einen Weltranglistenersten zu führen, setzt er auf Balance und langfristige Klarheit statt auf unmittelbare Chancen. „Im Moment vermisse ich Tennis nicht. Ich brauche diese Pause und bin ruhig.“
Seine aktuelle Rolle spiegelt diesen Wandel wider. Ferrero hat eine neue Aufgabe als Mentaltrainer an der Seite des Golfers Ángel Ayora übernommen und überträgt seine Erfahrungen aus dem Tennis auf ein anderes Wettbewerbsumfeld. Der Arbeitsaufwand ist im Vergleich zum Fulltime-Coaching geringer, doch das Projekt ermöglicht ihm, im Spitzensport aktiv zu bleiben.
Alcaraz, Motivation und der moderne Elite-Standard
Ferrero reflektierte zudem die Faktoren hinter Alcaraz’ anhaltendem Erfolg und nannte Motivation als zentrales Element, um Leistungen auf höchstem Niveau zu stabilisieren. Der Spanier mischt 2026 weiterhin an der Spitze der ATP-Tour mit und festigt die Grundlagen, die während ihrer Zusammenarbeit gelegt wurden. „Die Motivation muss intakt bleiben. Wenn du deine Ziele erreicht hast und die Motivation nicht bei 100 Prozent ist, dann muss die professionelle Disziplin greifen.“
Dieses Gerüst trennt laut Ferrero die führenden Spieler vom Rest des Feldes. Er verwies auf die aktuelle ATP-Landschaft, in der sich Alcaraz und Jannik Sinner als Referenzen etabliert haben, während Spieler wie Alexander Zverev und Novak Djokovic weiterhin in der Lage sind, auf höchstem Niveau mitzuhalten.
Ferrero ging auch auf Sinners jüngste Auftritte ein, einschließlich seiner Niederlage gegen Djokovic bei den Australian Open, und betonte, dass Kontext bei der Bewertung von Ergebnissen zählt. „Ich würde nicht sagen, Sinner hat mich enttäuscht, weil er gegen Novak verloren hat, denn Carlos ist das im Jahr zuvor auch passiert.“
Zukunft bleibt offen, während Ferrero den nächsten Schritt abwägt
Vorerst bleibt Ferreros Position unverändert. Er strebt keine aktive Rückkehr an, hat die Tür jedoch nicht geschlossen. Der Zeitplan hängt davon ab, ob sich in den kommenden Monaten die richtige Kombination aus Projekt, Motivation und persönlicher Bereitschaft findet. „Es muss natürlich kommen… Ich bin ruhig, mit diesem neuen Projekt, und ohne Eile zurückzukehren.“
Seine Präsenz rund um den Tennissport, selbst aus der Distanz, stellt sicher, dass ein Comeback keinen kompletten Neustart erfordern würde. Wie er jedoch betonte, wird die Entscheidung nicht durch äußere Nachfrage, sondern durch innere Überzeugung bestimmt. „Ich bin ruhig in der Akademie. Ich sehe jeden Tag junge Spieler… Ich bin dem Tennis nicht so fern.“