„Mein Sandplatzspiel ist zurück“: Valentin Vacherot sendet Botschaft nach Sieg über Musetti

ATP
Donnerstag, 09 April 2026 um 9:00
VacherotShanghai
Valentin Vacherot sorgte beim Monte-Carlo Masters bislang für eines der herausragenden Ergebnisse, als er Lorenzo Musetti besiegte und den zweiten Top-5-Sieg seiner Karriere einfuhr. Der Monegasse, der auf heimischem Boden spielte, behielt die Nerven und brachte ein hochklassiges Match vor einem Publikum zu Ende, das seine Entwicklung von Anfang an verfolgt hat.
Der Rahmen verlieh dem Resultat spürbares Gewicht. Monte-Carlo ist für Vacherot nicht einfach nur ein weiteres Turnier, sondern der Ort, an dem er sein Spiel aufgebaut hat. „Nichts kann das toppen“, sagte er, als er darüber sprach, was es bedeutet, auf dem Centre Court zu gewinnen, auf dem er seit seiner Kindheit trainiert.
Der Sieg markierte zugleich die Rückkehr auf Sand für einen Spieler, der zuletzt vor allem auf Hartplatz Schwung aufgenommen hatte, insbesondere während seines Laufs in Shanghai. Gegen Musetti, einen der natürlichsten Sandplatzspieler der Tour, zeigte Vacherot, dass er dieses Niveau auch auf dem langsameren Belag abrufen kann.
Seine Reaktion blieb dennoch geerdet. Anstatt nur auf das Ergebnis zu blicken, verwies Vacherot auf Phasen, in denen sein Niveau absackte, besonders im ersten Satz, und bot eine nüchternere Einordnung der Leistung.

Heimische Emotionen und Sandplatz-DNA

Vacherot räumte ein, dass die emotionale Seite des Matches unmittelbar nach dem letzten Punkt schwer zu verarbeiten war. Zu Hause zu spielen, in einer Abendsession, fügte eine Ebene hinzu, die nur wenige Spieler auf der Tour regelmäßig erleben.
„Ja, die Emotionen sind ein bisschen abgeklungen. Es ist kurz schwierig, etwas zu sagen. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass mein erster Top-Fünf-Sieg der Saison, der zweite nach Shanghai, hier in der Night Session auf dem Centre Court kommt, auf dem ich seit ich sechs bin trainiere … nichts kann das toppen.“
Zugleich stellte er klar, dass der Belag seinen Stärken entgegenkommt. Auch wenn seine jüngsten Resultate auf Hartplatz zustande kamen, bleibt Sand die Basis seines Spiels. „Vielleicht wissen die Leute nicht, dass ich Sand liebe. Ich habe 18 Jahre lang hier gespielt, bevor ich aufs College ging und lernte, auf Hartplatz zu spielen. Hier habe ich Tennis spielen gelernt.“

Tiebreak als Schlüssel trotz Selbstkritik

Das Match kippte in einem engen Tiebreak des ersten Satzes, der in einer starken Atmosphäre stattfand. Trotz des Gewinns übte Vacherot in diesem Moment Selbstkritik und betonte, dass Musetti die meisten Ballwechsel diktiert hatte.
„Ja, dafür spiele ich. Ehrlich gesagt gewinne ich diesen Tiebreak, aber ich bin nicht zufrieden mit meinem Tennis in diesem Tiebreak. Er hat den Punkt diktiert. Er hat ein paar Fehler gemacht.“
Er deutete zudem an, dass der Satz früher hätte entschieden werden können, und hob verpasste Chancen vor dem Tiebreak hervor. Diese Einschätzung zeigt ein klares Verständnis dafür, wo das Match tatsächlich entschieden wurde.
„Es war vorher gutes Tennis. Ich war bei 4:3, 5:4, 6:5 auf seiner Aufschlagseite. Ich hatte ein paar Satzbälle und sagen wir, ich hätte es eher verdient, den Satz vor dem Tiebreak zu gewinnen, und ich habe es nicht verdient, den Tiebreak zu gewinnen, aber ich habe ihn geholt.“
Danach steigerte Vacherot im zweiten Satz sein Niveau, spielte klarer und kontrollierter und machte den Sieg zu. Das Resultat unterstreicht seine Fähigkeit, auf höherem Niveau zu konkurrieren, besonders auf einem Belag, auf dem er sich am wohlsten fühlt, auch wenn die Leistung nicht frei von Fehlern war.
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