Lorenzo Musetti fegt an Fritz vorbei und trifft nun im Kracherduell auf Novak Djokovic

ATP
Montag, 26 Januar 2026 um 7:11
MusettiCelebrates
Lorenzo Musetti feierte einen imponierenden Zweisatzsieg über Taylor Fritz und zog erstmals in seiner Karriere ins Viertelfinale der Australian Open ein. Der Italiener verbuchte seinen ersten Sieg überhaupt gegen einen Top-10-Spieler und sicherte damit seine bislang beste Kampagne in Melbourne.
Das Match war ein imposanter Erfolg für die Nummer 5 der Welt, die den Sieg in nur zwei Stunden und drei Minuten mit 6:2, 7:5, 6:4 einfuhr. Es war ein Duell, in dem er seinen Gegner klar übertraf: 84% gewonnene Punkte beim ersten Aufschlag gegenüber 64% beim Amerikaner — dazu 68% gewonnene Punkte beim zweiten Aufschlag gegenüber 56% bei Fritz.
Der Italiener rückt in der Live-Weltrangliste wieder auf Platz 3 vor und trifft im Viertelfinale auf den 24-fachen Grand-Slam-Champion Novak Djokovic — auf der Suche nach seinem ersten Halbfinale in Melbourne.

Musetti diktiert früh das Geschehen

Musetti lieferte eine dominante Vorstellung ab und sendete seinem nächsten Gegner die Botschaft, dass er alles mitbringt, um als Titelkandidat zu gelten. Er traf auf Fritz — in einem weiteren Duell zwischen Top-10-Spielern im Turnier — und der Italiener agierte beim Aufschlag deutlich konstanter als sein Kontrahent.
Im ersten Satz ließ Musetti nicht lange auf das erste Break warten, während er Fritz keine einzige Chance gewährte. Musetti gewann 86% der Punkte über den ersten Aufschlag, Fritz kam lediglich auf 40%. Insgesamt holte er 81% seiner Aufschlagpunkte und schlug acht Winner, Fritz kam nur auf vier.
Nach einer Auftaktphase, in der Fritz mit seinem Aufschlag haderte, nutzte Musetti den Schwung und gewann fünf Spiele in Folge — darunter zwei Breaks —, um den Satz souverän mit 6:2 einzutüten.

Musetti nutzt den Lauf und schnappt sich den zweiten Satz knapp

Im zweiten Satz wirkte das Geschehen zwischen beiden Spielern ausgeglichener. Nach mehreren Spielen ergaben sich für Musetti und Fritz Chancen, doch keiner der beiden konnte sie verwerten.
Insgesamt hielten beide ihre Aufschlagspiele ohne größere Probleme, ohne Breakbälle und mit eher kurzen Ballwechseln — ohne lange Rallyes. Fritz ging mit 5:4 in Führung, als Musetti zum Aufschlag kam, und genau in diesem Moment übernahm Musetti die Kontrolle, gewann 12 Punkte in Folge — drei Spiele am Stück — und schloss den Satz mit 7:5 ab.

Musetti unaufhaltsam im letzten Satz

Im dritten Satz ließ Musetti nicht nach, und für seinen Gegner wurde eine Wende nahezu unmöglich. Musetti holte sich früh das Break und konzentrierte sich von da an darauf, seinen Aufschlag bis zum Satzende zu halten.
Phasenweise hatte Fritz keine Mühe, seinen Aufschlag zu halten, doch von der Grundlinie konnte er wenig ausrichten. Musetti traf 77% seiner ersten Aufschläge und gewann 80% dieser Punkte, um seine Servicegames bis zum Ende durchzubringen und den Sieg nach zwei Stunden und vier Minuten mit dem komfortablen Ergebnis von 6:2, 7:5, 6:4 zu besiegeln.

Match Statistics Musetti vs. Fritz

Musetti VS Fritz
Service
13 Aces 10
2 Double Faults 1
69% (56/81) 1st Service Percentage 60% (50/84)
84% (47/56) 1st Service Points Won 64% (32/50)
69% (18/26) 2nd Service Points Won 56% (19/34)
100% (2/2) Break Points Saved 56% (5/9)
100% (15/15) Service Games 73% (11/15)
Return
36% (18/50) 1st Return Points Won 16% (9/56)
44% (15/34) 2nd Return Points Won 31% (8/26)

Musetti zieht ins Viertelfinale ein und trifft auf Djokovic 

Das klare Resultat ermöglicht Musetti zudem den Einzug ohne übermäßige körperliche Belastung. Etwas mehr als zwei Stunden (2:04) auf dem Platz und ein Zweisatzsieg — mit vier Breaks und ohne eigenes Aufschlagverlust. Der Italiener geht mit viel Selbstvertrauen in das Duell mit dem zehnmaligen Australian-Open-Champion Novak Djokovic.
Nole ist derweil gut ausgeruht, nachdem sein Gegner, der 20-jährige Jakub Mensik, wegen einer Bauchverletzung zurückziehen musste und nicht gegen Djokovic antreten konnte. So treffen Musetti und Djokovic nur zwei Monate nach ihrem jüngsten Aufeinandertreffen bei den Cincinnati Championships erneut aufeinander, wo Djokovic in drei Sätzen triumphierte und den Titel holte.
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