Holger Rune nutzte am Nachmittag die sozialen Medien, um seine Sicherheit während des Trainings in Doha zu bestätigen, und veröffentlichte kurze Videos aus der katarischen Hauptstadt, nachdem über Abfangaktionen von Raketen im Luftraum der Stadt berichtet worden war. Der Däne, der derzeit eine beim Stockholm Open im Oktober 2025 erlittene Achillessehnenverletzung rehabilitiert, ist seit vier Monaten außer Gefecht.
Runes Reha in Doha: Sicherheit, Tennis und regionale Lage
In Online-Videos waren aktivierte Luftabwehrsysteme über Doha zu sehen, die Flugkörper am Himmel abfingen. Die Aktivität folgte auf iranische Angriffe auf US-Militäreinrichtungen in der Region, darunter Standorte in Golfstaaten. Katar beherbergt den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid, eine der größten amerikanischen Militäranlagen im Nahen Osten.
Rune hat Doha im Rahmen seines strukturierten Rehabilitationsprogramms als Standort gewählt. Die Stadt, die jährlich
ATP- und
WTA-Wettbewerbe ausrichtet und erstklassige Trainingsmöglichkeiten bietet, dient ihm vorübergehend als Basis auf dem Weg zur vollständigen Fitness.
Die Mitteilung erfolgte, als die Behörden in Katar den Luftverkehr vorübergehend steuerten und die Sicherheitsprotokolle nach der regionalen Eskalation verschärften. Obwohl Abfänge in der Hauptstadt sichtbar waren, gab es zunächst keine Meldungen über zivile Opfer in Doha.
Zu Beginn dieses Monats richtete Doha beide Ausgaben der Qatar Open aus. Das WTA-1000-Turnier endete am 14.02.2026 mit Karolína Muchová, die Victoria Mboko besiegte, während anschließend das ATP-500-Turnier folgte, bei dem Carlos Alcaraz den Titel holte, nachdem er Arthur Fils in zwei Sätzen geschlagen hatte. Die jüngste Präsenz von Tennis auf Topniveau unterstreicht, wie rasch sich der Sicherheitskontext in der Region verschob.
Auch Abu Dhabi während angespannter Woche betroffen
Das Sicherheitsumfeld beschränkte sich nicht auf Doha. Beim jüngsten ATP-Turnier in Abu Dhabi war am Wochenende des Endspiels Berichten zufolge in Teilen der Stadt Raketentätigkeit zu hören. Das Endspiel fand letztlich nicht statt, nachdem
Tallon Griekspoor verletzungsbedingt zurückzog und Daniil Medvedev der Titel per Walkover zugesprochen wurde.
Während die Absage offiziell mit Griekspoors körperlichem Problem begründet wurde, prägte die breitere regionale Anspannung die Atmosphäre rund um das Event. Reiseabläufe und Luftraummanagement am Golf unterlagen in den vergangenen Tagen vorübergehenden Anpassungen.