Vorschau Halbfinals United Cup 2026: Bencic und Wawrinka führen die Schweiz gegen Belgiens Märchenlauf an

Tennis News
Samstag, 10 Januar 2026 um 1:10
Belinda Bencic
Der United Cup 2026 steuert auf seine entscheidende Phase zu, denn die Halbfinalbegegnungen stehen am Samstag, 10.01.2026, in Sydney an. Der erste Finalist wird zwischen der Schweiz — angeführt von Belinda Bencic und Stan Wawrinka — und Belgien, mit Elise Mertens und Zizou Bergs an der Spitze, ermittelt.
Keines der Teams hatte zuvor diese Runde des United Cup erreicht, sodass der Sieger erstmals in der Turniergeschichte ins Finale einzieht. Dort wartet ein deutlich erfahrenerer Gegner, denn das zweite Halbfinale bestreiten die zweifachen Champions USA gegen den zweifachen Finalisten Polen.
Während die Schweiz ihre Kampagne auf herausragende Auftritte von Bencic aufgebaut hat, unterstützt von einem ungeschlagenen Mixed-Doubles-Duo mit Jakub Paul, präsentiert sich Belgien als ausgewogene Mannschaft, in der sowohl Mertens als auch Bergs überraschende Siege gegen auf dem Papier stärkere Gegner eingefahren haben.

Schweiz vs. Belgien

Bencic vs. Mertens: Schlüsselduell 

Vielleicht die inspirierteste Spielerin der Woche ist die Weltranglisten-11. Belinda Bencic, die die Saison 2025 stark beendet hat und seit ihrer Rückkehr aus der Babypause nach der Geburt ihres ersten Kindes eine bemerkenswerte Reife auf dem Platz zeigt. Sie hat alle ihre Einzel in dieser Woche gewonnen — stets in zwei Sätzen — und ist auch im Mixed Doppel ungeschlagen geblieben.
Die beiden trafen bislang erst einmal aufeinander, bei den Australian Open 2021 vor fünf Jahren, als Bencic Mertens in zwei Sätzen besiegte (6:2, 6:1). Interessant ist, dass beide damals ähnlich platziert waren: Bencic war an 11 gesetzt, Mertens an 18.
Die 30-jährige Belgierin ist bei diesem Turnier ebenfalls noch ungeschlagen und verbuchte beachtliche Erfolge gegen das Teenager-Talent Victoria Mboko und die zweifache Grand-Slam-Siegerin Barbora Krejcikova, was ihren starken Saisonstart unterstreicht. Bencic geht als leichte Favoritin in die Partie, muss aber ihr Topniveau abrufen, um die stets unangenehme Mertens zu bezwingen.

Wawrinka vs. Bergs: Erfahrung gegen aufstrebendes Selbstvertrauen 

Ein weiteres reizvolles Duell erwartet den dreifachen Grand-Slam-Champion, der bereits gezeigt hat, dass er weiterhin auf hohem Niveau mithalten kann. Wawrinka zwang Flavio Cobolli zu einem Tie-Break im dritten Satz und bewies damit in dieser Woche seine Wettbewerbsfähigkeit trotz seines Alters.
Obwohl Stan in dieser Woche nur einen Sieg aus drei Matches holte, blieb der 40-Jährige äußerst konkurrenzfähig und dürfte berechtigte Hoffnungen hegen, gegen Bergs für eine Überraschung zu sorgen. Der Druck, das eigene Land in dieser Phase zu vertreten, gepaart mit Wawrinkas Erfahrung und Ausstrahlung, könnte dem Schweizer Routinier zugutekommen.
Bergs wiederum wurde in seinem Auftaktmatch vom formschwachen Zhang überrascht, antwortete aber beeindruckend mit Siegen über Felix Auger-Aliassime und Jakub Mensik — zwei Erfolge, die nur wenige erwartet hätten. Diesmal allerdings muss er mit dem Druck umgehen, als Favorit in ein möglicherweise entscheidendes Match für Belgiens Hoffnungen zu gehen. Sie standen sich einmal gegenüber, in Marseille 2023, wo Wawrinka in drei Sätzen gewann.

Mixed Doppel: Ein mögliches Zünglein an der Waage

Die Schweiz setzt konstant auf Belinda Bencic und Jakub Paul, die eines der auffälligsten Mixed-Doubles-Teams der Woche bilden. Ihr Sieg über die dreifachen Grand-Slam-Mixed-Doubles-Champions Sara Errani und Andrea Vavassori unterstrich ihre Fähigkeit, auf höchstem Niveau zu bestehen.
Belgien dürfte — sofern sich alles wie in den bisherigen Partien entwickelt — an Mertens und Bergs festhalten. Mertens ist bei weitem die erfahrenste Doppelspielerin, die voraussichtlich auf den Platz geht, als ehemalige Nummer 1 und aktuelle Nummer 5 der Doppel-Weltrangliste. Mit Bergs harmonierte sie gut, besonders beim Sieg über Kanada, wenngleich sie gegen China einen Erfolg aus der Hand gaben.
Gleichwohl ist der mögliche Einsatz von Sander Gille nicht auszuschließen, falls der Kapitän auf Erfahrung setzt, zumal er vormals zu den Top 20 im Doppel gehörte.
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