Die WTA-Saison 2025 endete mit klarer Dominanz der Vereinigten Staaten bei Einzeltiteln – insgesamt 14, gewonnen von 8 verschiedenen Vertreterinnen. Anders als bei den Männern konnten die US-Tennisprofis ihre breite Präsenz in der Elite in Trophäen ummünzen und verzeichnen 16 Spielerinnen in den Top 100 sowie 9 in den Top 40.
Bei Einzeltiteln stand die Führungsrolle der USA außer Frage, sie holten mehr als doppelt so viele Titel wie die zweitplatzierte Nation. Die Weltranglisten-Sechste
Jessica Pegula steuerte mit drei Titeln (Charleston, Bad Homburg und Austin) den größten Anteil bei. Wesentlich trugen auch die Titel von
Coco Gauff (French Open, Wuhan), Amanda Anisimova (Peking, Doha) und Madison Keys (Adelaide, Australian Open) bei. Weitere Champions 2025 waren Emma Navarro, McCartney Kessler, Iva Jovic und Ann Li.
Auf Rang zwei – wenn auch mit deutlichem Abstand – folgen die russischen Spielerinnen mit insgesamt 6 Einzeltiteln. Obwohl sie ohne Flagge antreten, belegten die russischen Vertreterinnen den zweiten Platz, getragen von zwei WTA-1000-Titeln von Mirra Andreeva (Indian Wells, Dubai) sowie Trophäen von Ekaterina Alexandrova, Diana Shnaider, Anastasia Potapova und Anna Blinkova – jede mit einem Titel.
Den dritten Platz belegt Kanada, dessen zwei Hauptvertreterinnen jeweils zwei Titel holten. Dazu zählt die 19-jährige Victoria Mboko (Nr. 18), die die Canadian Open und Hongkong gewann, sowie die 23-jährige Leylah Fernandez, die mit Erfolgen bei den DC Open und in Osaka zwei weitere Trophäen hinzufügte.
Gleichauf mit Kanada liegt Belarus, mit einer einzigen Spielerin als Titellieferantin: Weltranglistenerste
Aryna Sabalenka. Auch sie tritt nicht unter ihrer Nationalflagge an, doch ihre Einzelerfolge ermöglichten ihrem Land den Sprung aufs Podium der Nationen mit den meisten Einzeltrophäen 2025.
Swiatek und Rybakina tragen ihre Nationen
Etwas dahinter, auf Rang 4, gibt es einen weiteren Gleichstand zwischen zwei Nationen, die ihre Titel jeweils einer Spielerin verdanken. Polen verbuchte drei Titel, allesamt durch die Auftritte der Weltranglisten-Zweiten Iga Swiatek, die in Wimbledon, bei den Cincinnati Open und in Seoul triumphierte, womit Polen zu den nur sechs Ländern zählt, die dieses Jahr mindestens drei WTA-Einzeltrophäen gewannen.
Die letzte Nation in dieser Gruppe ist Kasachstan – ebenfalls weit oben in den Männer-Ranglisten vertreten. Die ehemalige Wimbledon-Siegerin Elena Rybakina erwischte ein starkes Saisonende und schloss 2025 mit dem Titel bei den WTA Finals ab – ihrem dritten der Saison nach Erfolgen beim WTA-500-Turnier in Straßburg und beim Ningbo Open zu Jahresbeginn.
Weiter hinten in der Rangliste sicherten sich insgesamt sechs Länder jeweils zwei Titel im Jahr 2025: Tschechien (Marketa Vondrousova, Marie Bouzkova); Australien (Maya Joint); Belgien (Elise Mertens); Rumänien (Sorana Cirstea, Irina-Camelia Begu); Frankreich (Lois Boisson, Tiantsoa Rakotomanga Rajaonah); und die Schweiz (Belinda Bencic).
Swiatek in Wimbledon 2025
Titel nach Nation (Einzel – WTA)
1. USA: 14
2.Russland: 6
3. Kanada, Belarus: 4
4. Polen, Kasachstan: 3
5. Tschechien, Australien, Belgien, Rumänien, Frankreich, Schweiz: 2
Offiziell treten Spielerinnen aus Russland und Belarus bei WTA-Turnieren ohne Flagge an.
Doppel-Verschiebungen: USA baut Führung aus, Italien und Tschechien im Aufwind
Bezieht man die Gesamtausbeute einschließlich der im Doppel gewonnenen Trophäen ein, steigt die Bilanz der USA deutlich auf 27 Titel – darunter weitere 13 im Doppel. Herausragend waren Taylor Townsend (4), Nicole Melichar-Martinez (3) und Asia Muhammad (2). Damit erreichten die Amerikanerinnen das Dreifache der Gesamttrophäen der Zweitplatzierten auf der Liste: Tschechien. Angeführt von Doppel-Nr. 1 Katerina Siniakova fügten die Tschechinnen weitere 5 Titel hinzu – in Summe 9 aus Einzel und Doppel.
Italien ist ein weiteres Land, das einen großen Teil seiner Trophäen auf der WTA-Tour dank seiner Doppel-Erfolge sammelte. Das Duo Jasmine Paolini/Sara Errani holte gemeinsam 5 Titel, während Sara Errani im Mixed mit Andrea Vavassori drei weitere Trophäen beisteuerte. Italien kam 2025 auf 8 Titel, nur einer davon entfiel auf das Einzel.
Etwas dahinter liegen Kanada – mit drei Titeln durch Gabriela Dabrowski – und China, das von den Doppel-Spezialistinnen Jiang Xinyu und Guo Hanyu profitierte. Beide Länder teilen sich mit 7 Titeln Rang 4, wobei im Falle der asiatischen Nation sämtliche Trophäen aus Doppelturnieren stammen.
Titel nach Nation (Einzel + Doppel)
1. USA: 27
2. Tschechien: 9
3. Italien: 8
4. Kanada, China: 7
5. Australien, Ungarn: 6
6. Polen, Kasachstan, Belgien, Brasilien: 5