WTA Dubai Duty Free Tennis Championships – Überblick | Raducanu scheidet überraschend aus, Badosa überzeugt, Anisimova kommt weiter

WTA
Montag, 16 Februar 2026 um 22:30
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Das WTA-1000-Turnier der Dubai Duty Free Tennis Championships läuft weiter, und an diesem Montag wurden die letzten Zweitrunden-Teilnehmer ermittelt. Emma Raducanu und Leylah Fernandez gehörten zu den Überraschungsniederlagen des Tages, während die US-Amerikanerinnen Grund zur Freude hatten: Mehrere ihrer Vertreterinnen zogen weiter – darunter Iva Jovic und Emma Navarro, die ihre Auftaktmatches gewannen.
Zudem feierte Paula Badosa ihr Comeback auf dem Court und sicherte sich einen Zweisatzsieg. Unglücklicherweise zog die zweifache Grand-Slam-Siegerin Barbora Krejcikova vor ihrem Duell mit Amanda Anisimova zurück, das als Abschluss des Spieltags vorgesehen war.

US-Amerikanerinnen geben in Dubai den Ton an

Iva Jovic (Nr. 20) rang Kamila Rakhimova (Nr. 91) nieder – die nach dem kurzfristigen Rückzug von Maria Sakkari als Lucky Loser ins Feld gerückt war. Die 18-jährige US-Amerikanerin traf 70% erste Aufschläge, gewann davon 61%, nutzte vier Breakchancen bei elf Möglichkeiten, während Rakhimova drei Breaks bei zehn Chancen holte. Jovic gab im zweiten Satz sogar dreimal in Folge ihr Service ab, fing sich aber im dritten, übernahm die Kontrolle und schloss mit einer Serie von fünf Spielen in Folge zum 6:1, 1:6, 6:1 ab.
Auch die Weltranglisten-19. Emma Navarro startete mit einem Sieg und untermauerte ihre Favoritinnenrolle gegen Gabriela Ruse (Nr. 80). Die 24-Jährige war mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Partien angereist, setzte diesmal jedoch ein Zeichen: vier Breaks, 71% erste Aufschläge und 66% gewonnene Punkte nach dem ersten. Die frühere Top-10-Spielerin findet zunehmend ihren Rhythmus und will den Jahresauftakt mit weiteren Erfolgen festigen.

Anisimova profitiert vom Krejcikova-Rückzug

Ohne auf den Platz zu müssen, kam die zweifache Grand-Slam-Finalistin Amanda Anisimova weiter. Sie hätte auf die zweifache Major-Siegerin Barbora Krejcikova (Nr. 52) getroffen, doch die Tschechin musste erneut verletzungsbedingt passen – diesmal am linken Oberschenkel. Tags zuvor hatte Krejcikova noch Anastasia Pavlyuchenkova mit 6:4, 6:4 besiegt.
Damit steht Anisimova im Achtelfinale, wo sie auf die Indonesierin Janice Tjen trifft – eines der spannendsten Duelle der zweiten Runde.

Tjen setzt Ausrufezeichen gegen Fernandez

Genau Tjen (Nr. 46) sorgte für einen der Paukenschläge der ersten Runde, indem sie Leylah Fernandez (Nr. 29) in zwei Sätzen ausschaltete. Tjen hat sich im vergangenen Jahr auf der Tour einen Namen gemacht und setzte sich – wie schon bei den Australian Open vor einem Monat – erneut überzeugend gegen Fernandez mit 7:6, 6:4 durch.
Fernandez zeigte ihren gewohnten Kampfgeist; im ersten Satz machte sie dreimal ein Break-Rückstand wett (unter anderem bei 4:5 und 5:6) und erzwang das Tie-Break. Für die Wende reichte es jedoch nicht, und Tjen zog nach mehr als einer Stunde im ersten Satz davon.
Der zweite Satz war von solidem Aufschlagspiel auf beiden Seiten geprägt, und eine einzige Schwächephase in der Satzmitte gab den Ausschlag. Tjen nutzte im fünften Spiel eine einzige Breakchance und verteidigte anschließend konsequent ihren Aufschlag, um den zweiten Sieg gegen Leylah binnen weniger als eines Monats mit 7:6(5), 6:4 zu vollenden.

Raducanu unterliegt in Drei-Satz-Überraschung

Auch die frühere US-Open-Siegerin Emma Raducanu (Nr. 25) erwischte es mit einer überraschenden Niederlage. Sie traf zum Auftakt auf Lucky Loser Antonia Ruzic (Nr. 67) – nach dem Rückzug von Elisabetta Cocciaretto. Die junge Kroatin war mit fünf Niederlagen in Serie im letzten Monat – inklusive Qualifikation – angereist, spielte jedoch ihr bestes Tennis und besiegte Raducanu mit 6:1, 5:7, 6:2.
Ruzic hätte nach einem dominanten ersten Satz und weiten Teilen des zweiten sogar einen glatten Sieg landen können. Sie führte 6:1, 5:3 und servierte auf den Matchgewinn, doch dann startete die britische Nummer 1 ihre Aufholjagd und gewann vier Spiele in Serie. Raducanu legte im dritten Satz sogar 2:0 vor, doch Ruzic stabilisierte sich mental und dominierte den Rest der Partie vollends. Sie holte die letzten sechs Spiele nacheinander – verwandelte drei ihrer fünf Breakchancen – und verbuchte einen der größten Erfolge ihrer Karriere.

Badosa feiert starkes Comeback

Die ehemalige Nummer 2 der Welt, Paula Badosa (Nr. 70), kehrte nach ihrem Rückzug in der vergangenen Woche in Doha auf die Tour zurück. Die Spanierin verlor nach den Australian Open viele Punkte – weil sie das Halbfinale aus dem Vorjahr nicht verteidigen konnte – und will ihren Ranking-Verlust nun aufholen. Verletzungen waren zuletzt jedoch ihr größtes Problem und hielten sie in den vergangenen Wochen vom Wettkampf ab. Dieses Mal gelang ein beruhigendes Comeback: ein Zweisatzsieg gegen die erfahrene Katerina Siniakova (Nr. 42) mit 6:3, 7:5.
Beim Aufschlag hakte es bei der Spanierin etwas – nur 50% erste Aufschläge und insgesamt neun Doppelfehler. Wenn der erste kam, war er jedoch äußerst wirkungsvoll: 84% Punktgewinn, deutlich über den 58% der Gegnerin. Badosa erhöhte in den entscheidenden Momenten den Druck und machte mit drei Spielen in Serie den Deckel drauf. In Runde zwei wartet nun die an sieben gesetzte Elina Svitolina.
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