Francisco Cerundolo machte seine Beschwerden über die Terminierung in Rio nach seinem Rückzug in der zweiten Runde öffentlich. Das Turnier reagierte auf die Vorwürfe des Argentiniers bezüglich der Ansetzung seines Matches gegen Thiago Tirante, in dem er bereits mit einem klaren Nachteil konfrontiert war, bevor er Mitte des zweiten Satzes aufgab.
News-Update zu Cerundolos Rio-Eklat und Reaktion der Turnierleitung
Der Weltranglisten-19. war beim ATP-500-Event Rio Open – dem zweiten Turnier des South American Golden Swing – als frischgebackener Champion der Argentina Open angetreten. Eine Woche zuvor hatte Cerundolo bei seinem Heimturnier persönliche Revanche für zwei zuvor verlorene Endspiele genommen und erstmals den Titel in Buenos Aires geholt, nachdem er den Italiener Luciano Darderi im Endspiel am vergangenen Sonntag besiegt hatte.
Rasch musste Cerundolo nach Brasilien reisen, wo er am Dienstag die erste Runde bestreiten musste. Cerundolo überstand die erste Hürde gegen Mariano Navone in zwei Sätzen, und die Organisation legte fest, dass er sein Zweitrunden-Duell am Mittwoch – also einen Tag später – spielen würde.
Keine 24 Stunden später stand Cerundolo wieder auf dem Platz, obwohl er darum gebeten hatte, am Donnerstag zu spielen – so wie andere Begegnungen der zweiten Runde. Nach seinem Rückzug beim Stand von 2:6, 1:3 erklärte Cerundolo, er habe den Antrag gestellt, sein Match am Donnerstag auszutragen – wie andere Partien derselben Runde, doch seinem Anliegen sei nicht entsprochen worden – zumindest seiner Darstellung nach.
„Ja, natürlich habe ich einen Antrag gestellt, aber sie haben mir nicht einmal eine Chance gegeben. Ehrlich gesagt kann ich mir schon denken, wen sie bevorzugen“, sagte die lateinamerikanische Nummer 1 gegenüber Todo Sobre Tenis. „Ich hatte das Match von gestern (erste Runde gegen Navone) noch nicht einmal begonnen und war heute schon wieder draußen auf dem Platz. Es war also ein wenig sinnlos, einen Antrag zu stellen, weil ich ja nicht einmal wusste, ob ich gewonnen hatte.“
Cerundolo stellt Rio-Terminierung nach kräftezehrender Woche infrage
Nach Cerundolos Darstellung war er körperlich nicht im besten Zustand und erwartete nach dem Finale in Buenos Aires am Sonntag Entgegenkommen vom Turnier. Der Top-20-Spieler stand an 6 der letzten 7 Tage auf dem Platz – dazwischen lag eine 2.800-Kilometer-Reise zwischen der argentinischen Hauptstadt und der brasilianischen Küstenstadt.
„Es war ein Schmerz, den ich mit mir herumtrug, aber er machte das Spielen nicht unmöglich, bis es im ersten Satz etwas komplizierter wurde“, sagte er zum Rückzug gegen Tirante. „Wenn man in solchen Matches nicht bei 100% ist, wird es sehr schwierig. Auf diesem Niveau hätte ich gegen jeden verloren, ich konnte nicht laufen. Thiago hat seinen Job tadellos gemacht.“
Rio Open dementiert jeglichen Antrag und verweist auf ATP-Protokolle
Die Antwort der Rio Open fiel jedoch deutlich aus, da sie versicherten, Cerundolo habe keinen Antrag gestellt, und bekräftigten zudem ihr Bekenntnis zu transparenten und unparteiischen Regeln. „Die Rio Open stellen klar, dass es seitens des genannten Athleten keinen Antrag an die Turnierorganisation gab“, hieß es in einer Mitteilung. „Wir bekräftigen, dass alle Entscheidungen gemäß den ATP-Protokollen und -Leitlinien mit vollständiger Transparenz getroffen werden.“
„Unser Anliegen ist es stets, die Bedürfnisse der Athleten, des Publikums sowie der nationalen und internationalen TV-Übertragungen auszubalancieren, wobei alle Verfahren klaren und unparteiischen Regeln folgen.“
Das Turnier setzt die zweite Runde an diesem Donnerstag fort, wenn Lokalheld João Fonseca auf den Platz zurückkehrt – gegen den jungen Peruaner Ignacio Buse, zudem trifft Matteo Berrettini auf Dusan Lajovic.
Cerundolo reist derweil nach Santiago zu seinem nächsten Turnier, den Chile Open – wo er erneut topgesetzt und Hauptfavorit auf den Titel sein wird. Der Argentinier hofft, im Schlussspurt des Golden Swing wieder in die Spur zu finden, bei einem Turnier, in dem er die im Jahr 2025 erreichten Halbfinals verteidigt.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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Fran cuenta que hizo un pedido para no jugar hoy: “pero no le dieron ni una chance”.
Teniendo en cuenta que estaba programado que Fonseca sea el que juegue ese día.