Carlos Alcaraz überstand gestern im Achtelfinale der
Qatar Open gegen Valentin Royer einen Schreckmoment. Die Nummer eins der Welt setzte ihre makellose Serie in 2026 mit einem 6:2, 7:5 in Doha fort. Das Match endete mit einem freundlichen Treffen am Netz, bei dem Royer scherzte, er werde eines Tages mit ihm und seinem Erzrivalen Jannik Sinner mithalten.
Alcaraz bleibt makellos und kontert Royers Aufbäumen
Die Qatar Open sind das erste Turnier, das Alcaraz seit seinem Triumph in Melbourne bestritten hat, wo er nach einem mitreißenden Turnierlauf im Finale Novak Djokovic besiegte und als jüngster Spieler den Karriere-Grand-Slam komplettierte.
Er festigte damit seinen Status unter den Größten, richtet den Blick aber bereits auf die nächste Aufgabe. Eigentlich sollte dies das ABN AMRO Open sein, wo er in Rotterdam seinen Titel verteidigen wollte, doch er verzichtete darauf wegen seines langen Turnierlaufs in Melbourne.
Damit wurde die Qatar Open zu seinem nächsten Einsatz. Zum Auftakt bezwang er Arthur Rinderknech in einer engen Partie, bevor er gegen einen weiteren Franzosen in Person von Royer antrat. Es ist fair zu sagen, dass die Nummer 60 der Welt in diesem Jahr auf dem Court wenig Freude erlebt hat und 2026 erst ein Match gewann. Dieses kam gegen Qualifikant Pierre-Hugues Herbert im Erstrundenmatch in der katarischen Hauptstadt. Damit stand er endlich zu Buche, doch nun wartete die anspruchsvolle Aufgabe, Alcaraz zu bezwingen.
Alcaraz und Royer teilen zum Matchende einen Lacher
Der erste Satz war ein Vorgeschmack auf das, was folgen sollte. Alcaraz nahm dem Gegner den Aufschlag ab und zog auf 3:1 davon, und exakt dasselbe Muster setzte sich fort, als der 22-Jährige den Satz ins Ziel brachte. Es sah nach einem weiteren Routineerfolg aus, doch Royer machte mehr daraus.
Er durchbrach den Aufschlag von Alcaraz und lag zwischenzeitlich mit 5:2 vorn. Dann schaltete Alcaraz einen Gang höher und zeigte seine Klasse, gewann die letzten fünf Spiele in beeindruckender Manier, überstand den kurzen Schreck und entschied die Partie in zwei Sätzen für sich.
Royer dürfte enttäuscht gewesen sein, keinen dritten Satz erzwungen zu haben, doch das hinderte ihn nicht daran, direkt nach dem Ende der Partie am Netz einen
schönen Moment zu teilen. „Ich komme, du und Jannik. Keine Sorge, eines Tages“, sagte er zu Alcaraz, der bei dieser Aussicht lachte. „Ich warte auf dich, Mann“, erwiderte dieser, während beide lächelnd den Court verließen.
Alcaraz marschiert in diesem Turnier weiter. Sein nächster Gegner heißt Karen Khachanov, und ein mögliches Endspiel gegen Sinner steht durchaus im Raum.