Die Weltranglistenerste
Aryna Sabalenka setzte ihren starken Lauf bei den BNP Paribas Open 2026 in
Indian Wells fort und bezwang
Naomi Osaka mit einer abgeklärten Vorstellung, um beim Turnier weiter vorzurücken. Nach dem Match sprach die Belarussin über den taktischen Ansatz, mit dem sie die Partie kontrollierte, und hob ihr aggressives Rückschlagspiel sowie den Druck hervor, den sie in den entscheidenden Phasen aufbauen konnte.
Das Interview bot zudem einen leichten Moment, als Sabalenka mit ihrem neuen Cavalier-King-Charles-Spaniel-Welpen Ash erschien, der am
Tennis Channel Desk kurz die Bühne übernahm. Während der Fokus auf ihrem Sieg über Osaka blieb, erklärte Sabalenka, der Hund sei bereits eine wichtige Quelle der Balance in der anspruchsvollen Tennissaison geworden.
Zuvor waren sie nur einmal aufeinandergetroffen — bei den US Open 2018, just während Osakas Lauf zu ihrem ersten Major-Titel — seither gab es kein Duell mehr. Es war ein klarer Sieg für die Nummer 1 der Welt, 6:2, 6:4, und zum dritten Mal zieht sie in zwei Sätzen in die nächste Runde ein.
Sabalenka blieb beim Aufschlag konstant, traf 75% ihrer ersten Aufschläge und gewann 76% dieser Punkte — Werte deutlich über denen der Japanerin, die 63% erste Aufschläge verzeichnete und davon 58% gewann. Sabalenka holte drei Breaks, Osaka keines, womit das Turnier der Japanerin beendet ist. Osaka klettert dennoch um eine Position in der Rangliste und wird das Event als Nummer 15 der Welt abschließen.
Sabalenka zufrieden mit aggressiver Rückschlag-Strategie gegen Osaka
Sabalenka sagte, sie sei besonders zufrieden damit, wie sie ihren Matchplan gegen Osaka umgesetzt habe. Die Belarussin setzte darauf, bei zweitem Aufschlag vorzurücken, Osakas Zeit zu verkürzen und die Ballwechsel sofort zu diktieren.
Die Weltranglistenerste beschrieb ihre Gesamtleistung als ausgewogen und verwies sowohl auf ihren Aufschlag als auch auf die Variationen in den Grundlinienduellen. Diese Kombination erlaubte es ihr, den Druck über das gesamte Match hochzuhalten. „Ich bin super glücklich mit dem Level, das ich gespielt habe. Ich bin zufrieden mit meinem Aufschlag und damit, wie ich gespielt habe. Ich bin glücklich, wie ich sie unter Druck gesetzt habe und mit der Vielfalt, die ich heute auf den Platz gebracht habe.“
Sabalenka bemerkte außerdem, dass ihr Ansatz beim Rückschlag auf den zweiten Aufschlag in den vergangenen Saisons zu einer zentralen taktischen Priorität geworden ist. Gegen Osaka habe sie diese Strategie noch stärker forcieren müssen, um das druckvolle Grundlinienspiel der Japanerin zu neutralisieren.
„Ich denke insgesamt, in all meinen Matches versuche ich, beim zweiten Aufschlag zusätzlichen Druck aufzubauen und aggressiver zu sein“, ergänzte die 4-fache Major-Siegerin. „Aber heute hatte ich einfach das Gefühl, dass ich noch weiter reingehen und noch mehr Druck auf sie ausüben musste, damit sie mit dieser Power und Geschwindigkeit selbst zurechtkommen musste.“
Welpe Ash bringt Ruhe in die fordernde Saison
Während Sabalenkas Auftritt auf dem Platz im Mittelpunkt stand, wurde ihr neuer Welpe Ash im Anschluss-Interview rasch zum Gesprächsthema. Die Weltranglistenerste erklärte, der Hund habe ihre mentale Verfassung in dieser Saison bereits spürbar beeinflusst.
Sabalenka sagte, der Welpe sorge im langen und intensiven Kalender der
WTA Tour für emotionales Gleichgewicht. Sie beschrieb Ash als mentale Stütze, die ihr hilft, sich zu resetten, wenn der Druck von Wettkampf und Reisen zunimmt. „Einfach die mentale Unterstützung, wissen Sie. Ich habe das Gefühl, ich bin viel gefestigter, ruhiger, mehr unter Kontrolle. Immer wenn ich denke, ich drehe gleich bei meinem Team durch, streichle ich Ash und es geht mir besser.“
Der Name des Hundes hat zudem einen Bezug zur Tennisgeschichte. Sabalenka verriet, dass sie und ihr Verlobter eine Abmachung im Zusammenhang mit den US Open getroffen hatten, und die endgültige Namenswahl von einer Legende des Sports inspiriert wurde. „Wir hatten einen Deal mit Anton (Dubrov, ihrem Coach). Wenn ich die US Open gewinne, bekommen wir einen Hund“, sagte die 2-fache US-Open-Siegerin. „Und wir fanden, es sollte etwas mit New York zu tun haben. Apple klang nicht richtig, also dachten wir an Arthur Ashe. Ash ist es.“