ATP-gestützte Ausreise lässt Medvedev und Rublev nach Luftraumsperrung Istanbul erreichen

ATP
Dienstag, 03 März 2026 um 23:33
Daniil Medvedev in Paris.
Daniil Medvedev, Andrey Rublev und Karen Khachanov haben die Vereinigten Arabischen Emirate erfolgreich verlassen, nachdem sie aufgrund eskalierender militärischer Spannungen im Nahen Osten in Dubai festsaßen. Das Trio reiste auf dem Landweg in den Oman, bevor es einen Sonderflug nach Istanbul bestieg, und wartet nun auf den Anschluss nach Los Angeles vor Indian Wells.

Tennisstars überwinden Reisechaos und peilen Indian Wells an

Die Störung folgte auf den Abschluss der Dubai Duty Free Tennis Championships, bei denen Medvedev seinen 23. Karrieretitel holte. Wenige Stunden nach Turnierende verschärfte sich der regionale Konflikt zwischen Iran, Israel und den Vereinigten Staaten, was vorübergehende Luftraumsperrungen in Teilen des Nahen Ostens zur Folge hatte. Flüge ab Dubai wurden ausgesetzt, sodass Spieler, Trainer und Offizielle nicht wie geplant abreisen konnten.
Mindestens 41 mit dem ATP-500-Turnier verbundene Personen waren betroffen, darunter der Einzelfinalist Tallon Griekspoor und mehrere Doppelakteure. In Dubai wurden Abfänge von Raketen und Drohnen gemeldet, wenngleich die Personen vor Ort in Sicherheit blieben. Die Turnierveranstalter verlängerten Hotelaufenthalte, während die Behörden die Flugoperationen neu bewerteten.
Für Medvedev und seine Kollegen war das Timing entscheidend. Das Hauptfeld der BNP Paribas Open beginnt in dieser Woche, und als gesetzte Spieler sollten sie trotz Freilosen in der ersten Runde in Kalifornien eintreffen. Stattdessen wichen die Vorbereitungen logistischer Ungewissheit, während sie auf die Ausreisegenehmigung aus der Region warteten.

Ausreise über Land und Sonderflug

Der ursprüngliche Plan sah eine Autofahrt von Dubai in den benachbarten Oman vor, eine der wenigen gangbaren Ausreiserouten, solange der Luftraum der VAE eingeschränkt blieb. Der Grenzverkehr war Berichten zufolge stark, doch der Oman galt im Zuge der sich ausweitenden Konfliktsituation als vergleichsweise geringes Risiko.
Die Bestätigung ihrer Abreise kam über Andrey Rublevs Mutter, Marina Maryenko. „Für die Teams von Medvedev, Khachanov und Rublev wurde ein Sonderflug organisiert. Sie hoben um 16:00 Uhr aus dem Oman ab“, sagte sie gegenüber Sports Rumania und fügte hinzu, dass der Flug nach Istanbul etwa sechs Stunden und 30 Minuten gedauert habe.
Maryenko merkte an, dass die Starterlaubnis nicht sofort erfolgt sei. „Sie durften lange Zeit nicht abheben“, erklärte sie. Sie deutete zudem an, dass die ATP vermutlich bei den Arrangements geholfen habe, wenngleich der Dachverband seine konkrete logistische Rolle über frühere Aussagen zur Priorisierung von Spielersicherheit und Wohlbefinden hinaus nicht öffentlich erläutert hat.

Erst der Titel, dann die Unterbrechung

Der Vorfall folgte auf eine starke Wettkampfwoche für Medvedev. Der frühere US-Open-Champion holte die Dubai-Trophäe, nachdem Tallon Griekspoor vor dem Finale mit einer Verletzung der linken hinteren Oberschenkelmuskulatur zurückgezogen hatte. Es war Medvedevs zweiter Titel der Saison 2026 nach Brisbane und sein zweiter Karriereerfolg in Dubai.
Rublev erreichte das Halbfinale und unterlag dort Griekspoor, während Khachanov ebenfalls im Feld stand. Unter normalen Umständen wäre der Übergang zur nordamerikanischen Hartplatz-Saison unmittelbar erfolgt. Stattdessen erzwangen die eskalierenden Feindseligkeiten in der Region eine abrupte Pause.
Medvedev hatte die Ungewissheit zuvor nüchtern beschrieben und erklärt, dass das tägliche Leben in Dubai normal weitergehe, „aber niemand weiß, wann wir abheben können.“ Der 30-Jährige, in der Live-Wertung auf Platz 11 und in Indian Wells mit 400 Halbfinalpunkten in der Verteidigung, sah sich potenziellen Rankingfolgen ausgesetzt, falls sich die Reiseverzögerungen hingezogen hätten.
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