Während die Auslosung für
Indian Wells gestern Abend bestätigt wurde, sind drei der aufgeführten Namen weiterhin keine Gewissheit: das russische Trio
Andrey Rublev,
Daniil Medvedev und Karen Khachanov, die in Dubai festsaßen und angesichts des aktuellen Konflikts keine realistische Route nach Indian Wells hatten.
Vor der Auslosung von Indian Wells wurde am Montag laut Marca gemutmaßt, dass sie nach Oman reisen, sich dann einen Privatjet nach Türkei oder Armenien nehmen und von dort nach Kalifornien fliegen würden. Ein klares Zeichen dafür, dass sie noch nicht über den Berg sind, ist jedoch, dass Rublev und Medvedev nicht am Eisenhower Cup teilnehmen werden, der am Dienstag, 03.03., stattfinden soll.
Medvedev gewann die Dubai Duty Free Tennis Championships, und Rublev erreichte das Halbfinale. Beide wollten wohl gemeinsam reisen, da sie abseits des Platzes enge Freunde sind. Inmitten all dessen erhielt Medvedev im besagten Finale jedoch einen Walkover, sodass er im Nachhinein betrachtet möglicherweise noch vor der Luftraumsperrung hätte ausreisen können.
Medvedev und Rublev wurden als Teil einer Gruppe von Tennisspielern bestätigt, darunter mehrere Doppelspezialisten, die es nicht rechtzeitig herausschafften. Khachanov ist ein interessanter Fall, da einige sagen, er sei noch in den VAE, während andere behaupten, er solle am Dienstag in Indian Wells trainieren.
Anisimova und Andreeva bekommen neue Partner
Medvedev und Rublev sollten beim Eisenhower Cup antreten – einer Mixed-Doppel-Exhibition, die ein zentraler Teil der Vorturnier-Atmosphäre in Indian Wells ist und einer der Hauptimpulsgeber für das US-Open-Mixed-Doppel war. Zuvor war es eine der wenigen Gelegenheiten, bei der große Namen im Mixed gemeinsam auftraten.
Beide mussten nun, wenig überraschend, selbst wenn sie ins Land gekommen wären, zurückziehen.
Mirra Andreeva sollte mit Medvedev zusammenspielen, nun bildet sie ein Duo mit Alexander Bublik. Auch
Amanda Anisimova bekommt einen neuen Partner: Die US-Amerikanerin tritt nach Rublevs Absage nun mit einem rein US-amerikanischen Team an und spielt mit Learner Tien.
Stand jetzt haben beide jedoch ein kleines Zeitfenster. Sie spielen ohnehin frühestens am Samstag. Medvedev trifft in der zweiten Runde entweder auf Alejandro Tabilo oder Rafa Jodar.
Der an 16 gesetzte Khachanov spielt gegen Joao Fonseca oder Rafael Collignon, während der an 17 gesetzte Rublev auf einen der beiden Mattia Bellucci oder Gabriel Diallo trifft. Dubai öffnete seinen Luftraum am Montagabend, jedoch wurden für die nächsten Tage nur begrenzte Flüge angesetzt. Harri Heliovaara, Henry Patten, Marcelo Arevalo und Mate Pavic gehören ebenfalls zu den Gestrandeten, starten ihre Turniereinsätze aber frühestens am Sonntag und haben somit noch einen zusätzlichen Tag, um auszureisen.