Die Davis-Cup-Qualifikationen stehen wieder an, wenn einige der besten ATP-Profis der Welt in den Farben ihrer Länder beim traditionsreichen Wettbewerb aufschlagen. Dennoch haben sich einige Spieler gegen eine Teilnahme entschieden, Norwegens Nummer eins
Casper Ruud hat sehr kurzfristig das Duell gegen Großbritannien abgesagt.
Für Norwegen wird die Aufgabe auf heimischem Boden damit noch anspruchsvoller, zumal Großbritannien eine sehr starke Mannschaft aufbietet. Die Gastgeber müssen ohne ihren Star gegen die Champions von 2016 antreten. Ruud hatte bei den Australian Open zuletzt das Achtelfinale erreicht und jede Partie gespielt, als könnte es die letzte sein, während seine Partnerin am anderen Ende der Welt kurz vor der Geburt stand.
Die Ankunft seines ersten Kindes hatte für Ruud oberste Priorität, und nachdem er Ben Shelton unterlegen war, flog er umgehend nach Hause, um den besonderen Moment mitzuerleben. Bestätigt wurde die Nachricht von Ruud auf Instagram, mit der Bildunterschrift: „Danke für all die schönen Nachrichten in den letzten Wochen. Maria und unser Baby geht es großartig.“
Ruud verzichtet auf Davis-Cup-Qualifikationsspiel
Sein Baby und die Familie haben für den dreifachen Grand-Slam-Finalisten nun Vorrang, wichtiger als seine Tenniskarriere. Er war eigentlich eingeplant, sein Land nach dem jüngsten Einsatz beim United Cup in Australien erneut zu vertreten – diesmal im deutlich kälteren norwegischen Klima.
Er bestätigte die
Neuigkeiten erst spät, nur zehn Minuten vor der Auslosungszeremonie wurde bekannt, dass er für das Aufeinandertreffen absagen würde.
Für Norwegen ist das ein herber Rückschlag, da man auf den Auftritt des Topspielers gegen die britische Auswahl gehofft hatte. Dennoch steht ein respektables Team bereit. Dazu zählt der 19-jährige Nicolai Budkov Kjaer. Die Nummer 130 der Welt hat bereits vier Titel auf der ATP Challenger Tour gesammelt und gab jüngst bei den Australian Open sein Grand-Slam-Debüt, wo er in Runde eins ausschied.
Auch Norwegens Nummer drei Viktor Durasovic wird antreten, dazu kommen Andreja Petrovic und Lukas Hellum Lilleengen, während Teamkapitän Anders Haseth ihre Entwicklung genau verfolgt.
Bei Großbritannien zeichnet sich die mit Spannung erwartete Rückkehr von Jack Draper ab. Der ehemalige Weltranglisten-Vierte fehlte seit September mit einer Armverletzung und verpasste viel Matchpraxis. Nach mehreren Rückschlägen soll er nun endlich auf den Court zurückkehren und seine Saison 2026 mit einem Ausrufezeichen beginnen.
Der ehemalige Wimbledon-Halbfinalist Cameron Norrie war bei den Australian Open der bestplatzierte Brite, erreichte die dritte Runde und unterlag dort Alexander Zverev. Er wird an der Seite von Draper auflaufen, Jacob Fearnley reist ebenfalls nach Norwegen. Zudem sind das Nummer-eins-Doppel Lloyd Glasspool und Julian Cash bereit, auf der großen Bühne für ihr Land zu glänzen.
Das Qualifikationsduell der ersten Runde zwischen Norwegen und Großbritannien findet vom 05.02.2026 bis 06.02.2026 in der Nadderud Arena in der norwegischen Hauptstadt Oslo statt.