Delray Beach Open Finale im Überblick | Sebastian Korda beendet 18-monatige Durststrecke mit Zweisatzsieg gegen Tommy Paul

ATP
Montag, 23 Februar 2026 um 6:00
kordarg
Sebastian Korda holte den Titel in Delray Beach mit einem 6:4, 6:3 gegen Landsmann Tommy Paul und beendete damit eine 18-monatige Durststrecke ohne Trophäe. Der 25-Jährige hatte seit den DC Open 2024 keinen Pokal mehr gewonnen, lieferte jedoch eine seiner kontrolliertesten Vorstellungen der vergangenen zwei Saisons ab und sicherte sich den dritten ATP-Titel seiner Karriere.

Korda stoppt Durststrecke und dominiert Tommy Paul in Delray

Das Ergebnis hat unmittelbare Auswirkungen auf das Ranking. Korda wird voraussichtlich um 10 Plätze auf Weltranglistenplatz 40 klettern und damit seine Position in der Spitzengruppe der Tour nach einer Phase mit Inkonstanz und körperlichen Rückschlägen festigen. Gegen die Nummer 24 der Welt, Paul, vertraute er auf Präzision beim ersten Aufschlag und disziplinierte Schlagauswahl, um sowohl das Match als auch die Bedingungen zu steuern.
Der Wind spielte während des gesamten Finals eine konstante Rolle, insbesondere bei zweiten Aufschlägen und hohen Ballwurfhöhen. Beide Spieler starteten mit starken Aufschlagwerten, doch Korda passte sich im Verlauf der Partie besser an, reduzierte die unerzwungenen Fehler und behielt in den entscheidenden Ballwechseln die Übersicht.
Das Duell wurde weniger von langen Rallyes als von Effizienz geprägt. Kurze Punkte, hohe Erste-Quote und präzise Ausführung in Schlüsselmomenten entschieden über den Ausgang. In diesem Rahmen erwies sich Korda als verlässlicher, wenn die Anzeigetafel eng wurde.

Korda setzt spät den Stich und holt den ersten Satz

Der erste Satz verlief in den Anfangsspielen ohne große Unterschiede. Beide Amerikaner hielten souverän und trafen in den ersten Aufschlagspielen über 75 Prozent ihrer ersten Aufschläge. Die Dominanz beim Service begrenzte die Chancen im Rückschlagspiel, und keiner der beiden sah sich bis in die späten Phasen einem Breakball gegenüber.
Paul, einst die Nummer 8 der Welt, wirkte bei 4:4 stabil, nachdem er hinter dem ersten Aufschlag nur wenige Punkte abgegeben hatte. Er hatte 71 Prozent der Punkte über den ersten Aufschlag im Satz gewonnen und stand sicher in den Grundlinienduellen. Beim Aufschlag zum 4:5 sank sein Niveau unter Druck jedoch ab. Eine Kombination aus windanfälligen Aufschlägen und zwei unglücklichen unerzwungenen Fehlern verschaffte Korda seine erste Breakchance des Matches.
Korda nutzte sofort. Mit kompakten Returns und Länge auf beiden Seiten zwang er Paul in die Defensive und schloss den Satz mit 6:4 ab. Es war im statistischen Sinne ein knapper Vorteil, aber im Kontext entscheidend. In einem Satz mit kurzen Rallyes und geringen Margen reichte das eine Break aus.
Kordas Aufschlagwerte untermauerten seine Kontrolle. Er traf im gesamten Match 69 Prozent erster Aufschläge und gewann 79 Prozent dieser Punkte. Seine Fähigkeit, sein Service zu schützen, erlaubte ihm, den Druck der Anzeigetafel von Beginn des zweiten Satzes an auf seiner Seite zu haben.

Antwort im zweiten Satz und abgeklärter Abschluss

Paul reagierte prompt nach dem verlorenen Auftakt. Ein Doppelfehler von Korda im ersten Spiel des zweiten Satzes öffnete die Tür, und Paul verwandelte seine zweite Breakchance mit einem sauberen crosscourt Vorhandwinner zum 1:0. Kurzzeitig kippte die Dynamik.
Kordas Reaktion folgte umgehend. Pauls Quote beim ersten Aufschlag sank im folgenden Spiel, und mit zunehmendem Wind schlichen sich Fehler ein. Korda breakte direkt zurück und erhöhte mit anhaltendem Druck auf ein drittes Break in Serie zum 4:1. Pauls Aufschlag, im ersten Satz noch stabil, wurde anfällig, da die Punkte über den zweiten Aufschlag deutlich in Kordas Richtung gingen.
Statistisch erwies sich Kordas Rückschlagleistung im zweiten Satz als ausschlaggebend. Er gewann 67 Prozent der Punkte beim Return auf den zweiten Aufschlag und nutzte insgesamt drei von sechs Breakchancen. Paul hingegen kam im gesamten Match nur auf 37 Prozent gewonnener Punkte über den zweiten Aufschlag, was seine Kontrolle über die Aufschlagspiele unter Druck einschränkte.
Beim Aufschlag zum 5:3 für den Titel durchlief Korda seine schwierigste Phase. Er geriet 0:40 in Rückstand, als Paul einen letzten Versuch startete, das Match zu verlängern. Unter Druck vertraute Korda auf seine Primärtugend, traf zwei erste Aufschläge in Serie und wehrte vier Breakbälle ab. Er schloss die Partie bei seinem zweiten Matchball nach einem kontrollierten Grundlinienduell ab.
Die Schlusszahlen spiegelten eine abgewogene, effiziente Leistung wider. Korda schlug neun Asse, wehrte fünf von sechs Breakbällen ab und gewann 89 Prozent seiner Aufschlagspiele. Paul kam auf fünf Asse und wehrte drei von sechs Breakbällen ab, konnte jedoch im Return nicht konstant Druck erzeugen.
Für Korda bedeutet der Titel mehr als nur einen Sprung im Ranking. Nach 18 Monaten ohne Trophäe liefert der Triumph von Delray Beach einen greifbaren Beleg für Fortschritte. Mit der Rückkehr auf Platz 40 der Welt und neuem Vertrauen in seinen Aufschlag unter Druck startet er mit Rückenwind in die nächste Phase der Saison.

Match Statistics Tommy Paul vs. Sebastian Korda

Tommy Paul VS Sebastian Korda
Service
5 Aces 9
2 Double Faults 2
67% (39/58) 1st Service Percentage 67% (40/60)
67% (26/39) 1st Service Points Won 83% (33/40)
37% (7/19) 2nd Service Points Won 45% (9/20)
50% (3/6) Break Points Saved 83% (5/6)
67% (6/9) Service Games 90% (9/10)
Return
18% (7/40) 1st Return Points Won 33% (13/39)
55% (11/20) 2nd Return Points Won 63% (12/19)
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