Deutscher Finaltag der Gegensätze: Zverev mit Doppeltriumph in Acapulco – Hanfmann verpasst erneut den Titel

ATP
Montag, 02 März 2026 um 10:32
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Während Yannick Hanfmann in Chile um seinen ersten ATP-Titel rang, stemmte Alexander Zverev in Acapulco, Mexiko bereits die Trophäe in die Höhe. Zwei deutsche Profis, zwei Endspiele, zwei völlig unterschiedliche Gefühlslagen.
Beim BCI Seguros Chile Open lieferte Hanfmann auf Sand einen großen Kampf gegen Luciano Darderi, musste sich am Ende jedoch 6:7 (6:8), 5:7 geschlagen geben. Fast zeitgleich setzte sich Zverev beim Abierto Mexicano Acapulco im Doppel an der Seite von Marcelo Melo mit 6:3, 6:4 gegen Alexander Erler und Robert Galloway durch – und bejubelte seinen ersten Doppeltitel seit 2019.

Kampf auf Sand, Präzision auf Hartplatz

Hanfmann startete nervös in sein drittes ATP-Finale. Er gab früh den Aufschlag ab, arbeitete sich aber zurück und glich zum 4:4 aus. Im Tiebreak wehrte er einen Satzball ab, doch Darderi blieb stabil und sicherte sich den Durchgang. Auch im zweiten Satz zeigte Hanfmann Mut, schaffte ein frühes Break. Der Italiener konterte jedoch sofort mit acht Punkten in Serie. Beim Stand von 5:6 unterlief Hanfmann der entscheidende Fehler, Darderi verwandelte seinen ersten Matchball.
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Zverev und der Brasilianer Melo gelten seit Jahren als beste Freunde auf der Tour.
Der 21. der Welt gewann damit seinen fünften ATP-Titel, alle seit 2024 auf Sand. In dieser Zeit sammelte niemand mehr Sandplatztitel als er – selbst Carlos Alcaraz liegt in dieser Statistik dahinter. Für Hanfmann bleibt die Woche trotz der Niederlage positiv. Er schlug im Halbfinale Topfavorit Francisco Cerúndolo, kassiert 165 Weltranglistenpunkte und verbessert sich von Rang 81 auf 65.
Zverev hingegen nutzte in Acapulco konsequent seine Chancen. Im Finale gelangen ihm und Melo Breaks in den entscheidenden Spielen beider Sätze. Besonders der Aufschlag funktionierte stabil. Für Zverev ist es der erste Doppelerfolg ohne seinen Bruder Mischa. „Marcelo ist seit über zehn Jahren mein bester Freund und endlich haben wir ein Turnier zusammen gewonnen“, sagte der Weltranglisten-Vierte. Nach dem Achtelfinal-Aus im Einzel gegen Miomir Kecmanovic verschaffte ihm der Titel in Mexiko einen versöhnlichen Abschluss – mit Sombrero und breitem Lächeln bei der Siegerehrung.
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