„Er ist ein Phänomen“: Jude Bellingham lobt Carlos Alcaraz nach Laureus-Nominierung

ATP
Dienstag, 03 März 2026 um 20:00
alcaraztrophy
Die Nominierung von Carlos Alcaraz für den Laureus World Sportsman of the Year Award 2026 wurde erst vor einem Tag bestätigt. Binnen Stunden folgte Anerkennung über den Tenniszirkel hinaus. Englands und Real Madrids Mittelfeldspieler Jude Bellingham sprach dem Spanier eine eindrucksvolle Empfehlung aus, verwies auf Alcaraz’ Triumph bei den French Open und beschrieb ihn als einen Spieler mit „der perfekten Balance von allem, was man auf Topniveau braucht“.
Alcaraz, der 2025 als ATP-Weltranglistenerster abschloss, holte in der vergangenen Saison zwei Grand-Slam-Titel, in Roland Garros und bei den US Open. In Paris lieferte er eines der dramatischsten Endspiele der jüngeren Vergangenheit, wehrte Matchbälle ab und rang Jannik Sinner nach mehr als fünf Stunden in fünf Sätzen nieder — es war sein fünfter Major-Titel und sein zweiter French-Open-Sieg.
Diese Rivalität prägte die Männersaison. Sinner gewann die Australian Open und Wimbledon, während Alcaraz in Paris und New York triumphierte. Beide gelten nun als gemeinsame Aushängeschilder einer neuen Ära im Herrentennis und sind beide für den Laureus-Preis nominiert, was die Prominenz des Sports auf der globalen Bühne unterstreicht.
Bellinghams Aussagen bezogen sich speziell auf das Roland-Garros-Finale, ein Match, das er während einer Länderspielpause verfolgte. Der englische Fußballer ist mit Alcaraz befreundet, beide haben mehrfach gemeinsame Fotos bei Abendessen geteilt. 2024 überreichte Alcaraz selbst den Laureus World Breakthrough of the Year Award — genau ein Jahr, nachdem er ihn für seinen bemerkenswerten ersten Durchbruch auf der Tour gewonnen hatte.

Einem Champion unter Druck zusehen

Bellingham berichtete, dass Alcaraz’ Auftritt in Paris in seinem eigenen Umfeld kollektive Aufmerksamkeit erregte. Das French-Open-Finale wurde zur Pflichtlektüre, selbst für Elitefußballer, die an Hochdrucksituationen gewöhnt sind. „Ich war während einer Länderspielpause bei einem von ihnen, dem fantastischen French-Open-Finale, und da standen so 30 oder 40 von uns — Staff und Spieler — um einen Fernseher, um einen Projektor herum und schauten ihm zu.“
In diesem Match wurde Alcaraz an den Rand gedrängt. Gegen Sinner lag er spät zurück und wehrte Matchbälle ab, bevor er das Momentum drehte. Seine Aufholjagd basierte auf aggressiven Rückschlägen, kontrollierten Grundlinienduellen und Ruhe in den entscheidenden Momenten, was schließlich einen Fünfsatzsieg besiegelte und seinen Status als derzeit führender Spieler festigte.
Bellingham konzentrierte sich weniger auf Taktik und mehr auf Attribute. Er bezeichnete Alcaraz als „Wunder“ und hob die Kombination aus Intensität und Klarheit hervor, die dessen Spiel prägt. „Er ist ein Wunder. Wie gesagt, die Art, wie er spielt — diese Verve, aber auch die Qualität — das ist dasselbe. Es ist wie eine perfekte Balance von allem, was man auf Topniveau braucht. Er hat die mentale Ausstrahlung.“

Laureus-Rennen spiegelt eine globale Rivalität

Alcaraz’ Nominierung reiht ihn in ein erlesenes Feld ein. Neben Sinner umfasst die Shortlist Ousmane Dembélé, der Paris Saint-Germain zu sechs Titeln führte und den Ballon d’Or gewann; Stabhochsprung-Weltrekordler Mondo Duplantis; Tour-de-France-Sieger Tadej Pogačar; und den siebenfachen MotoGP-Weltmeister Marc Márquez.
Tennis ragt als einziger Sport mit zwei Nominierten in der Männerkategorie heraus, ein Spiegel der Wirkung, die Alcaraz und Sinner in den vergangenen zwölf Monaten entfaltet haben. Ihre Aufteilung der vier Grand-Slam-Titel prägte die Geschichte des Jahres 2025 und erinnerte an frühere Epochen, die von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic dominiert wurden.
Tennisspieler haben den Laureus World Sportsman of the Year historisch dominiert und insgesamt zwölf Auszeichnungen gewonnen. Roger Federer führt die Liste mit sechs Titeln an (2005, 06’, 07’, 08’, 18’ und 20’), während Novak Djokovic fünfmal triumphierte (2012, 15’, 16’, 19’ und 24’). Rafael Nadal erhielt die Ehrung zweimal (2011 und 21’). Zum Vergleich: Leichtathleten und Formel-1-Piloten gewannen je viermal, Golfer hoben die Trophäe zweimal.
Bellinghams abschließende Einschätzung unterstrich, wie schwer Gegner es haben, wenn Alcaraz sein Topniveau erreicht — besonders in Best-of-Five-Formaten, in denen Widerstandskraft wiederholt geprüft wird. „Wenn er ins Rollen kommt, sieht es so aus, als könntest du ihn einfach nicht schlagen.“
Über die Leistung hinaus verwies Bellingham auch auf den Charakter. In einer Ära, in der die Beobachtung weit über den Court hinausreicht, wird Alcaraz’ Auftreten von Kollegen und Rivalen gleichermaßen gelobt. „Ja, er ist eine Ehre für sich und seine Familie. Er ist fantastisch und offensichtlich auch wirklich ein guter Typ.“
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