Flavio Cobollis deutlicher Sieg über Jaume Munar bei den Davis Cup Finals sorgt in Italien für die größte TV-Zuschauerschaft außerhalb der Partien von Jannik Sinner
Jannik Sinner, wer? Flavio Cobolli avancierte am vergangenen Wochenende zum großen Star, als er die italienischen Herzen und die Einschaltquoten anführte und Italien in Bologna im Davis-Cup-Finale gegen Spanien zum Triumph führte.
Für die Zuschauer zu Hause war es ein fesselndes Ereignis, das die Menschen in Scharen einschalten ließ: Es war der höchste Marktanteil außerhalb eines Jannik-Sinner-Matches überhaupt, mit über sechs Millionen Zuschauern auf Rai1 und SuperTennis.
Laut Gazzetta dello Sport verzeichnete das Duell zwischen Matteo Berrettini und Pablo Carreno Busta 3,6 Millionen Zuschauer (28 % Marktanteil), einschließlich des Verbandssenders SuperTennis, der die vollständigen TV-Rechte für das Turnier besitzt.
Cobollis Aufholjagd gegen Munar entwickelte sich zu einem echten Ereignis, mit durchschnittlich 5,1 Millionen Zuschauern über beide Sender hinweg, wie StudioFrasi meldet, das die TV-Daten auswertet. Jeder dritte Italiener sah das Match – bemerkenswert, zumal weder Jannik Sinner noch Lorenzo Musetti, die als die beiden Zugpferde des italienischen Tennis gelten, dabei waren.
Der letzte Satz zwischen 19:15 und 20:01 erreichte zudem im Schnitt 6,2 Millionen Zuschauer und nicht weniger als 9,6 Millionen Kontakte, also Personen, die auch nur für wenige Minuten einschalteten. Die Feierlichkeiten waren derart groß, dass sie die Abendnachrichten verzögerten.
Das zuvor meistgesehene Nicht-Sinner-Match in Italien war das Wimbledon-Finale 2021 zwischen Djokovic und Berrettini (4,7 Millionen Zuschauer) insgesamt. Zudem liegt es nur knapp hinter Sinner gegen Alcaraz, die jüngst die meistgesehene Tennisübertragung in der Geschichte des italienischen Fernsehens lieferten.
Über 6,7 Millionen Zuschauer verfolgten die Übertragung allein im linearen TV, mit einer kombinierten Zahl aus linear und digital von über 7,008 Millionen – ein neuer Bestwert. Das zeigt den Tennis-Hunger in Italien, aber auch, was Sinner und Musetti hätten bewirken können, wenn sie gespielt hätten.
Cobolli und ein zu alter Stärke zurückfindender Berrettini sind nun die Hoffnung in Italien, und es dürfte zu einem echten Boom kommen, auch angeführt von Jasmine Paolini und Co. im Damentennis.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
Sein Anspruch ist eine präzise, transparente und verantwortungsvolle Berichterstattung. Er legt Wert auf klare Quellenstandards und stellt sicher, dass Inhalte bei neuen, verifizierten Informationen zeitnah aktualisiert werden.
“We cannot lose for our country” ❤️🔥
A team player since his youth as a football player, 23 year old Flavio Cobolli has announced himself to the world after leading Italy to their third consecutive Davis Cup title in Bologna.
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