Houstoner Geschichte: Zum ersten Mal seit 1991 All American Quarter-Final bei der U.S. Men's Clay Court Championship

ATP
Freitag, 04 April 2025 um 16:00
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Amerikanisches Tennis schreibt Geschichte: Erstmals seit 1991 rein US-amerikanisches ATP-Viertelfinale

Zum ersten Mal seit über drei Jahrzehnten stehen bei einem ATP-Turnier ausschließlich US-Amerikaner im Viertelfinale – ein Novum seit dem Turnier in Orlando 1991. Die U.S. Men’s Clay Court Championship erlebt damit ein bemerkenswertes Comeback im Rampenlicht des Herrentennis.

Frances Tiafoe sicherte sich seinen Platz unter den letzten Acht mit einem souveränen 7:5, 6:3-Erfolg über den Australier Adam Walton. Mit 35 direkten Gewinnschlägen dominierte der Titelverteidiger phasenweise das Geschehen. In der nächsten Runde trifft der Weltranglisten-11. auf Youngster Alex Michelsen, der sich nach einem schwachen Start gegen den erfahrenen Franzosen Adrian Mannarino mit 6:7(0), 6:4, 6:2 durchsetzte. Der 20-Jährige zeigte dabei große Nervenstärke: Er rettete sich im zweiten Satz mit einem Zwischenspurt zum 5:1 und wehrte drei Satzbälle ab, ehe er die Partie im dritten Durchgang kontrollierte.

„Ich hatte das Gefühl, wirklich jeden Punkt voll durchzuspielen. Ich war im Flow“, so Tiafoe nach dem Match. „Es war vielleicht nicht mein bestes Tennis, aber ein guter Start in das Turnier – und das auf Sand. Jeder Sieg zählt gerade für mich.“

Brandon Nakashima lieferte gegen Mackenzie McDonald mit einem 6:1, 7:5-Erfolg eine konzentrierte Vorstellung ab und feierte damit seinen ersten Sieg gegen den 29-Jährigen. Christopher Eubanks hatte unterdessen einen vergleichsweise leichten Arbeitstag: Der US-Amerikaner profitierte vom verletzungsbedingten Ausstieg der ehemaligen Nummer vier der Welt, Kei Nishikori. Zu diesem Zeitpunkt hatte Eubanks bereits den ersten Satz mit 6:1 klar für sich entschieden. Nishikoris Aufgabe war ein bitterer Moment – für ihn, aber auch für die Fans.

Im oberen Tableau trifft der topgesetzte Tommy Paul auf Colton Smith, während Jenson Brooksby und Aleksandar Kovacevic um den letzten Platz im historischen US-Viertelfinale kämpfen.

Der Blick zurück: 1991 in Orlando war das Feld der letzten Acht gespickt mit späteren Legenden. Andre Agassi, Pete Sampras, Brad Gilbert und MaliVai Washington gehörten ebenso dazu wie Derrick Rostagno, Jimmy Arias, Chuck Adams und David Pate. Agassi sicherte sich damals den Titel – ein Vorbote für eine Ära, die das amerikanische Tennis prägte.

Ein ähnliches Bild bot sich vier Jahre später in San Jose, als erneut sieben US-Spieler das Viertelfinale erreichten. Namen wie Michael Chang, Jim Courier, Bryan Shelton und Brian MacPhie standen damals auf dem Spielplan – Beleg für die Dominanz einer goldenen Generation.

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