Indian-Wells-Titelträger Aryna Sabalenka und Jannik Sinner werden mit saftiger Steuerrechnung konfrontiert – über £300k an Preisgeld sollen an den Fiskus gehen

WTA
Dienstag, 17 März 2026 um 13:30
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Sowohl Jannik Sinner als auch Aryna Sabalenka verdienten eine Menge Preisgeld mit ihren Titeln in Indian Wells. Genau genommen: £865.000 (1.151.380 $). Auf dem Papier wirkt es so – tatsächlich wartet auf beide jedoch eine saftige Steuernachzahlung.
Das Duo dominierte Indian Wells mit Effizienz und Klasse und nahm jede Hürde souverän. Vor dem Finale hatten beide noch keinen Satz abgegeben. Sabalenka musste diese makellose Serie jedoch einbüßen, als ihre Widersacherin Elena Rybakina der Weltranglistenersten enteilt war. Sie hoffte inständig, sich für die jüngsten Niederlagen gegen die Kasachin bei den WTA Finals und im Australian-Open-Endspiel zu revanchieren. An diesem Tag gelang Sabalenka endlich der große Sieg über die neue Nummer zwei der Welt, nachdem sie einen Matchball abwehrte und mit einer eindrucksvollen Aufholjagd ihren ersten Titel in der kalifornischen Wüste perfekt machte.
Ähnliches gilt für Sinner, der einem Finalduell mit Carlos Alcaraz aus dem Weg ging, sodass die Fans weiter geduldig auf ihr erstes mit Spannung erwartetes Aufeinandertreffen 2026 warten müssen. Stattdessen stellte sich ihm ein formstarker und gefährlicher Daniil Medvedev entgegen. In beiden Sätzen gab es insgesamt keine Breaks, was die Aufschlagqualität unterstrich. Selbst die Tiebreaks waren eng, doch der vierfache Grand-Slam-Champion setzte sich durch, komplettierte seine Sammlung großer Hartplatz-Titel und wurde der jüngste Spieler, dem dieses Kunststück gelang.

Jubelnde Sieger, aber ein schmerzhafter Steuerbescheid

Auf den ersten Blick verdienen sowohl Sinner als auch Sabalenka £865.000. In Indian Wells war in den Herren- und Damenwettbewerben die gleiche Summe ausgelobt, und das wird auch beim bevorstehenden Miami Open so sein.
Dieses Geld landet jedoch nicht vollständig auf den Konten der Champions. Eine Analyse von AskGamblers zeigt, dass beide aufgrund der US-Regularien jeweils £321.000 schulden. Damit stehen sie nicht allein.
Der IRS zieht bei Nichtansässigen 30 % des Preisgeldes aus dem Turniertopf ein. Zusätzlich fällt für außerhalb Kaliforniens Ansässige eine staatliche Einkommensteuer von sieben Prozent an. Zwar lebt Sabalenka derzeit in Miami, sie ist jedoch keine US-Staatsbürgerin und somit ebenfalls betroffen. In Summe kommen 37 % ihres Preisgeldes nie an, sodass am Ende £544.000 übrig bleiben. Das gilt für alle Spieler. Medvedev und Rybakina verzichten von den gewonnenen £450.000 auf £169.000.
Damit nicht genug für Sabalenka, die offenbar auch bei der 18-fachen Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova in der Schuld steht. Die derzeit als Expertin für Sky Sports arbeitende Ikone wurde von Sabalenka vergangene Woche als „Glücksbringerin“ bezeichnet. Im Gespräch mit ihr und Tim Henman sagte der ehemalige britische Weltranglistenerste: „Sie [Navratilova] sprach von einem prozentualen Anteil am Preisgeld fürs Glück.“
Die spätere Siegerin stimmte scherzhaft zu. „Ja, wir können darüber verhandeln.“ Navratilova zeigte sich unersättlich keineswegs und begnügte sich mit einem Prozent von Sabalenkas Gewinn, also etwa £8.650.
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