Es war am Montagabend eine überraschende Rückzugswelle beim Miami Open, noch bevor der Spielbetrieb heute in Florida beginnt: Fünf weitere Spielerinnen sagten kurz nach Emma Raducanus Turnierabsage ab.
Raducanu zog am Montag zurück und verwies auf anhaltende Folgen einer Virusinfektion, die sie im Nahen Osten erlitten hatte. Kein Glück für die frühere US-Open-Siegerin, die in der vergangenen Woche in Indian Wells die dritte Runde erreichte und im Vorjahr beim Miami Open sogar im Viertelfinale stand.
Diese Punkte wird sie nun verlieren, und mit Blick auf die Sandplatzsaison wird sie eher verteidigen als hinzugewinnen. Dass sie Linz vor dem Billie Jean King Cup gemeldet hat, ist ein deutliches Zeichen, dass sie den Fokus klar auf das Ranking legt.
Ironischerweise wurde nach der Auslosung ein Top-Duell für die zweite Runde als mögliches Aufeinandertreffen Raducanu gegen Sonay Kartal angekündigt. Allerdings hatte die Britin bei ihrer Niederlage gegen Elena Rybakina in der Schlussphase von Indian Wells ein Leistenproblem und musste aufgeben, als es so aussah, als würde sie zurückkommen.
Kartal, Navarro und Joint alle auf einen Schlag raus
Das erwies sich als zu großes Problem: Sie zog wegen einer Verletzung im unteren Rücken vom Miami Open dieser Woche zurück. Peyton Stearns trifft nun zunächst auf eine Qualifikantin und bei einem Sieg auf Jaqueline Cristian, nicht auf Raducanu, da die Rumänin nun als Nummer 34 gesetzt ist.
Auch Maya Joint zog umgehend zurück und führte ebenfalls Rückenprobleme an. Sie verlor in der ersten Runde von Indian Wells – ironischerweise gegen die bereits erwähnte Jaqueline Cristian – und wird nun in Florida nicht antreten. Bei Emma Navarro ist der Grund für den Rückzug unbekannt, doch an ihrer Zukunft an der Spitze gibt es ohnehin große Zweifel. Die Amerikanerin ist nun die Nummer 27 der Welt und hat in dieser Saison kaum ein Spiel gewonnen.
Maya Joint wird diese Woche nicht spielen.
Sie steuert nun das Charleston Open an, das von ihrem Vater Ben veranstaltet wird, als eine der Hoffnungsträgerinnen, die ihre Formkrise vor der Sandplatzsaison überwinden wollen. Tatsächlich spielte sie letzte Woche auch in Austin auf dem WTA-125k-Circuit, einen Titel, den Lala Tararudee überraschend gewann – insbesondere, weil sie Bianca Andreescu bezwang, die einen schweren Weg ins Finale hatte und Solana Sierra, Renata Zarazua, Emerson Jones und Paula Badosa schlug.
Navarro verlor jedoch gleich in der ersten Runde. Damit hat sie ihr Sunshine Double komplett abgebrochen, während auch Oleksandra Oliynykova ein interessanter Fall bleibt. Sie startete so gut ins Jahr, zog Anfang März in Antalya ins Finale ein und verlor gegen Anhelina Kalinina, zog dann jedoch von einem weiteren Turnier in der türkischen Stadt zurück und spielte weder in Indian Wells noch in Miami.
Auch sie ist noch nicht bereit für ein Comeback. Ein Turnier, bei dem womöglich Coco Gauff als prominenteste Ausfallkandidatin galt, doch sie wird antreten, und andere, von denen man keinen Rückzug erwartet hatte, bleiben ebenfalls dabei. Sie reihen sich ein neben Lois Boisson, Marketa Vondrousova, Barbora Krejcikova und anderen, die bereits vor Turnierbeginn abgesagt hatten.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
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