„Es war wirklich lohnend“: Emma Raducanu sieht Anzeichen für Fortschritt nach schwierigem Start ins Jahr 2026

WTA
Samstag, 07 März 2026 um 10:30
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Emma Raducanu lieferte eine ihrer abgeklärtesten Leistungen der frühen Saison 2026 ab und besiegte Qualifikantin Anastasia Zakharova mit 6:1, 6:3, um beim BNP Paribas Open in Indian Wells die dritte Runde zu erreichen. Die britische Nr. 1 kontrollierte die Partie von Beginn an, überzeugte mit einem klinischen Rückschlagspiel und nutzte frühe Chancen, um das Geschehen an sich zu reißen.

Emma Raducanu setzt ein starkes Zeichen in Indian Wells

Der Sieg stellt eine rechtzeitige Antwort nach einer schwierigen Phase während der Middle-East-Swing dar. Raducanu hatte in Dubai eine Erstrundenniederlage gegen Antonia Ruzic erlitten und musste in Katar wegen Krankheit gegen Camila Osorio aufgeben, wodurch sie vor dem ersten WTA-1000-Turnier der US-Hartplatzsaison noch nach Rhythmus suchte.
Indian Wells markiert zudem eine Umbruchphase in ihrem Trainerteam. Nach der jüngsten Trennung vom erfahrenen Coach Francisco Roig arbeitet Raducanu wieder mit Mark Petchey während des Turniers im Tagesgeschäft zusammen und kooperiert weiterhin eng mit Hitting-Partner Alexis Canter als Teil ihres Betreuerteams.
Gegen Zakharova zeigte Raducanu kaum Anzeichen von Unsicherheit. Sie startete mit einem starken Aufschlagspiel, holte sich sofort das Break und übernahm rasch die Kontrolle, ging 3:0 in Führung und hielt den Druck über einen dominanten ersten Satz aufrecht.

Raducanu dominiert früh mit aggressivem Rückschlagspiel

Raducanus Kontrolle im Auftaktsatz spiegelte einen klaren taktischen Fokus auf die Rückschlagspiele wider, einen Bereich, den sie zuletzt im Training betont hatte. Die US-Open-Siegerin von 2021 neutralisierte wiederholt Zakharovas Aufschlag, trat ins Feld hinein und erzwang Fehler, während sie die Ballwechsel diktierte.
Nach dem souverän gewonnenen ersten Satz bewahrte Raducanu im zweiten die Ruhe. Zakharova versuchte, sich zu fangen, doch ein Doppelfehler im siebten Spiel bescherte Raducanu drei Breakbälle. Die Britin nutzte die zweite Chance, stellte auf Doppelbreak und rückte dem Sieg entscheidend näher.
Zakharova deutete kurz eine späte Antwort an, als sie Raducanu beim Ausservieren breakte. Doch die Dynamik kippte sofort zurück, als Raducanu umgehend konterte und den Sieg in zwei Sätzen fixierte, um ihr Ticket für die dritte Runde des Turniers zu lösen.
Im Gespräch nach dem Match mit Sky Sports betonte Raducanu, wie zufriedenstellend es sei, wenn sich die Trainingsarbeit im Wettbewerb auszahle. „Ja, es war ein wirklich gutes Match. Ich bin so zufrieden damit. Ihr wisst, es ist nicht leicht. Ich habe hier noch kein Match gespielt, und meine Gegnerin hat drei absolviert“, sagte die US-Open-Siegerin von 2021. „Man kennt diese Ausgangslage. Aber ich war sehr zufrieden mit der Vorbereitung der letzten Woche und hatte das Gefühl, dass mein Spiel in eine bessere Richtung ging. Das heute dann als Beleg auf dem Matchcourt zu sehen, war sehr lohnend, und ich bin einfach wirklich glücklich damit.“

Verbesserungen bei Aufschlag und Rückschlag als Schlüssel

Raducanu verwies speziell auf Fortschritte in ihrem Rückschlagspiel, ein Element, das sie als grundlegend für ihren Erfolg betrachtet. Während der gesamten Partie baute sie konstant Druck auf Zakharovas Aufschlagspiele auf, erspielte sich mehrere Breakchancen und nutzte Schlüsselmomente effizient.
Sie erklärte, dass die jüngsten Trainingseinheiten stark auf Aufschlag und Rückschlag ausgerichtet gewesen seien, Bereiche, die ihrer Ansicht nach die Dynamik ihrer Matches entscheidend verändern können, wenn sie funktionieren. „Das war heute ein großartiger Beweis, denke ich, für mein Spiel. Ich finde, ich habe wirklich gut gespielt, und es war schön zu sehen, wie die Dinge, an denen wir auf dem Trainingsplatz gearbeitet haben, sich übertragen“, sagte die ehemalige Nummer 10 der Welt. „Für mich ist der Return so eine große Stärke, und wenn ich gut returniere, bin ich eine ganz andere Spielerin, gegen die man spielt, im Vergleich zu Phasen, in denen ich das nicht tue.“
„Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten paar Monaten bei den Returnspielen etwas nachlässig war und den Rhythmus nicht ganz gefunden habe. Perfekt ist es wohl noch nicht, aber es ist definitiv deutlich besser als mein vorheriges Gefühl.“
Raducanu würdigte auch die Unterstützung auf Court 4, wo ein vielfältiges internationales Publikum während des Matches für eine energiegeladene Atmosphäre sorgte. „Es ist unglaublich, die britische Flagge zu sehen, Unterstützung von Chinesen, Rumänen, Engländern, Amerikanern zu hören. Es ist großartig, und ich bin einfach so dankbar für dieses Maß an Rückhalt. In den USA zu spielen, hat mir schon immer sehr gefallen, und hier so viel Zuneigung zu spüren, hilft mir enorm beim Spielen und Kämpfen.“

Fokus bleibt auf schrittweisem Fortschritt

Trotz des überzeugenden Sieges betonte Raducanu, dass ihr aktueller Fokus nicht auf sofortigen Resultaten liegt, sondern darauf, nach einer herausfordernden Phase die Konstanz in ihrem Spiel wieder aufzubauen. Ihre nächste Gegnerin könnte Amanda Anisimova sein, eine Spielerin, die sich in den vergangenen Saisons zu einer der gefährlichsten Konkurrentinnen auf der Tour entwickelt hat, mehrere Grand-Slam-Finals erreicht und seit den letzten Duellen große WTA-Titel geholt hat.
Raducanu räumte ein, dass ein mögliches Duell eine große Prüfung darstellen würde, beharrte jedoch darauf, dass ihr primäres Ziel darin besteht, ihr eigenes Niveau zu steigern, statt kurzfristigen Etappen hinterherzujagen. „Ich glaube, ich greife im Moment nicht unbedingt nach den Sternen. Ich möchte einfach mein Spiel immer besser umsetzen. Wenn ich auf dem Platz das abrufe und mich so einsetze wie heute, werde ich stolz auf mich sein und in einer guten Position.“
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