Alexander Zverev ist mit einem klaren Statement in das ATP-Masters von
Indian Wells gestartet. Der deutsche Topspieler setzte sich in der zweiten Runde des prestigeträchtigen Hartplatzturniers souverän mit 6:3, 6:4 gegen den Italiener Matteo Berrettini durch und steht damit in der dritten Runde. Nach 72 Minuten verwandelte der an Nummer vier gesetzte Hamburger seinen ersten Matchball und bestätigte damit seine Ambitionen beim
ersten Masters-1000-Event des Jahres.
Zverev präsentierte sich in der kalifornischen Wüste von Beginn an konzentriert und stabil. Vor allem beim Aufschlag dominierte der Olympiasieger von Tokio das Geschehen. Mit beeindruckenden 89 Prozent gewonnenen Punkten beim ersten Service und 82 Prozent beim zweiten ließ er Berrettini kaum Chancen. Besonders bemerkenswert: Der Deutsche gestattete seinem Gegner während der gesamten Partie keinen einzigen Breakball.
Zverev wirkt in Indian Wells deutlich selbstbewusster
Nach dem Spiel zeigte sich Zverev zufrieden mit seinem Auftakt. „Ich hatte in Indian Wells früher Probleme, aber dieses Jahr fühle ich mich anders“, erklärte der 28-Jährige. Tatsächlich verlief das Turnier in der Vergangenheit für ihn häufig durchwachsen. Seit seinem Debüt im Jahr 2015 erreichte der Hamburger beim traditionsreichen Event im Indian Wells Tennis Garden noch nie das Halbfinale.
Zverev mit einem gelungen Auftakt beim Masters in Indian Wells
Das Turnier gilt im Tenniszirkus als eines der wichtigsten außerhalb der Grand Slams. Viele Spieler bezeichnen das ATP-Masters sogar als inoffiziellen „fünften Grand Slam“. Gespielt wird auf Hartplatz, das Event läuft vom 4. bis 15. März und gehört zur Kategorie der Masters-1000-Turniere mit 1000 Weltranglistenpunkten für den Sieger. Insgesamt werden 2026 rund 9,4 Millionen US-Dollar Preisgeld ausgeschüttet.
Zverev nutzte gegen den früheren Wimbledon-Finalisten Berrettini früh seine Chancen. Im ersten Satz nahm er dem Italiener das Service ab und kontrollierte anschließend das Tempo. Berrettini wehrte zwar einen Satzball ab, doch Zverev blieb geduldig und sicherte sich den Durchgang schließlich mit 6:3.
Dominanter Auftritt des deutschen Weltranglistenvierten
Auch im zweiten Satz ließ Zverev nichts anbrennen. Der Deutsche agierte druckvoll von der Grundlinie, variierte geschickt mit seinem Aufschlag und hielt Berrettini konsequent unter Druck. Das entscheidende Break brachte ihm erneut die Kontrolle über den Satz, den er mit 6:4 nach Hause brachte.
Der Erfolg bedeutet für Zverev bereits jetzt eine kleine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr, als er in Indian Wells früher ausgeschieden war. Zudem ist der Hamburger der letzte verbliebene deutsche Spieler im Männerfeld. Daniel Altmaier und Jan-Lennard Struff mussten sich bereits in der ersten Runde verabschieden.
Mit Rückenwind reist Zverev ohnehin nach Kalifornien. Erst vor wenigen Tagen gewann er beim Turnier in Acapulco überraschend den Doppel-Titel an der Seite des Brasilianers Marcelo Melo. Im Einzel lief es dort zwar weniger rund, doch der Erfolg im Doppel scheint dem Deutschen zusätzlichen Schwung gegeben zu haben.
In der dritten Runde trifft Zverev nun auf den Sieger des Duells zwischen dem US-Amerikaner Brandon Nakashima und dem Argentinier Camilo Ugo Carabelli. Im weiteren Turnierverlauf könnten Schwergewichte wie Novak Djokovic, Jannik Sinner oder der Weltranglistenerste Carlos Alcaraz warten. In dieser Form wirkt Zverev jedoch bereit, in Indian Wells endlich tiefer ins Turnier vorzustoßen als in den Jahren zuvor.