Der 20-malige Grand-Slam-Champion
Roger Federer tauschte Tennis-Events gegen das grelle Rampenlicht des Super Bowl ein, zeigte sich bei der größten Sportveranstaltung der Vereinigten Staaten selten öffentlich und teilte eine persönliche Erinnerung, die mit einem der ikonischsten Momente der NFL-Geschichte verknüpft ist.
News-Update zu Federer beim Super Bowl mit seltenem Einblick
Der ehemalige Weltranglistenerste war erst wenige Wochen zuvor bei den Australian Open gesehen worden — sein erster Besuch dort als Ex-Profi — und nahm sogar an einem Legends-Showmatch teil, in dem er sich mit Andre Agassi und später mit Ash Barty zusammentat, um die früheren australischen Weltranglistenersten Pat Rafter und Lleyton Hewitt an einem emotionalen Eröffnungstag des Happy Slam zu besiegen.
Diesmal war der Schweizer Maestro erneut bei einem hochkarätigen globalen Sportereignis zu sehen. Federer zählte zu einer langen Liste weltweiter Prominenter, die am Sonntag den Super Bowl besuchten, bei dem die Seattle Seahawks die New England Patriots besiegten. Für Federer ging es an diesem Abend jedoch um mehr als nur das Spiel. In einem kurzen Interview, das die NFL in den sozialen Medien teilte, erinnerte sich die Schweizer Legende an den Super Bowl, der bei einem früheren Besuch zu seinem Lieblingsmoment wurde.
„Ich war 2008 beim Super Bowl in Arizona, als Tom Brady die perfekte Saison anstrebte, und dann gab es den Catch, erinnere ich mich, am Helm“, sagte Federer gegenüber den
NFL-Sozialen Medien und rief damit den legendären Moment aus dem Super Bowl XLII in Erinnerung, als die New York Giants die Patriots schockten. „Das war offensichtlich meine liebste Erinnerung daran, im Stadion gewesen zu sein.“
Federers Anwesenheit unterstrich einmal mehr den Status des Super Bowl als globales Kulturevent, das weit über American Football hinausreicht. Jahr für Jahr zieht das Spiel nicht nur Millionen Zuschauer weltweit an, sondern auch eine hochkarätige Gästeliste aus Sport, Musik und Entertainment. Diese Ausgabe bildete keine Ausnahme: Bon Jovi, Lewis Hamilton, Justin Bieber, Kendall Jenner, Kim Kardashian und Chris Pratt wurden allesamt gesichtet.
Die Halbzeitshow, traditionell eines der meist erwarteten Segmente des Abends, wurde von Bad Bunny angeführt und verlieh dem Event zusätzliche internationale Strahlkraft. Auf die Frage nach seiner liebsten Halbzeit-Performance aller Zeiten verwies Federer auf einen wahren Klassiker. „Von YouTube, alles, was ich gesehen habe, es war Michael Jackson“, sagte er. „Der Moment, wenn er kommt und auftaucht, das war großartig. Dann mochte ich Eminem und 50 Cent und Dr. Dre. Mit dieser Musik bin ich auch aufgewachsen.“
Während Federer seit seinem Abschied vom Profitennis regelmäßig bei großen Sportereignissen zu sehen ist, bleiben seine Super-Bowl-Auftritte vergleichsweise selten. Sein erster Besuch erfolgte 2008 auf dem Höhepunkt seiner Dominanz im Tennis, als er als Weltranglistenerster anreiste. Fast zwei Jahrzehnte später zeigt seine Rückkehr, wie nahtlos er in die Rolle einer globalen Sportikone hineingewachsen ist — ebenso souverän am Rande von Tennisturnieren wie auf den Rängen bei einem der größten Spektakel der Welt.