(VIDEO) „Alle schreien, und du unternimmst nichts“ – Flavio Cobolli verliert die Nerven bei ausfälligem Ausbruch gegen den Schiedsrichter nach überraschender Niederlage

ATP
Donnerstag, 09 April 2026 um 15:30
CobolliQatar
Die Emotionen kochten beim Monte-Carlo Masters, ausgelöst durch einen wütenden Flavio Cobolli. Auf dem Weg zu einer überraschenden 6:3, 6:3-Niederlage gegen Qualifikant Alexander Blockx ließ er nach dem herben Rückschlag seinen Frust am Stuhlschiedsrichter aus.
Der Italiener witterte die Chance, vor einer intensiven Sandplatzserie Punkte für sein Ranking zu sammeln. Gegen den belgischen Qualifikanten war er klarer Favorit. Der an Nummer 10 gesetzte Spieler hatte beim Mexican Open Form gefunden, stürmte zum Titel, verfiel danach aber nach einer zähen Sunshine-Swing-Phase wieder in Mittelmaß.
Cobolli freute sich auf die Sandplatzwochen. Es ist eine wichtige Phase für ihn, da er sich im vergangenen Jahr mit Siegen bei den Tiriac Open und den Hamburg Open einen Namen machte. Auf der großen Bühne jedoch blieb seine Form enttäuschend.
Diese wollte er zunächst beim Monte-Carlo Masters drehen. Sein Vorwärtskommen wurde jedoch von einem starken Blockx ausgebremst, der mit einem großen Überraschungserfolg den verunsicherten Cobolli bezwang. In Monaco hat er in drei Turnierstarts noch nie die zweite Runde überstanden, eine große Chance auf mehr Fortschritt und Punkte blieb ungenutzt.

Cobolli verliert die Beherrschung mit wütendem Ausbruch gegen den Schiedsrichter

Es war für Cobolli das zweite Duell in Folge gegen einen Qualifikanten, nachdem er Francesco Comesana in drei Sätzen bezwungen hatte. Gegen seinen 21-jährigen Gegner lief es jedoch von Beginn an schlecht. Blockx legte mit einem frühen Break zum 2:1 vor und wehrte anschließend zwei Breakbälle ab, um auf 3:1 zu stellen. Cobolli setzte den Aufschlag weiter unter Druck, vergab drei weitere Chancen, ehe Blockx am Ende des Satzes mit einem weiteren Break den Deckel draufmachte.
Im zweiten Satz stand der Aufschlag von Blockx deutlich stabiler, untermauert von nur einem einzigen Break, mit dem er dieser Partie seinen Stempel aufdrückte. Er machte es mit seinem dritten Matchball perfekt und löste damit ausgelassene Jubelszenen aus. Es ist sein erster Einzug in die dritte Runde eines Masters-1000-Turniers, und dort misst er sich mit dem an Nummer fünf gesetzten Alex de Minaur um ein Viertelfinalticket.
Cobolli hingegen war außer sich. Nach der Niederlage attackierte er den Schiedsrichter in einem deutlichen Ausbruch auf dem Weg ans Netz und machte seinem Ärger über dessen Leistung Luft. Kurzzeitig beruhigte er sich, um seinem Gegner fair zu gratulieren, blieb dann direkt vor dem Stuhl stehen, ließ noch ein paar ausgewählte Worte folgen und verließ den Platz, ohne dem Schiedsrichter die Hand zu geben.
„Du machst gar nichts. Alle schreien, und du machst gar nichts“, rief Cobolli. Sichtbar genervt war er vom Publikum, das lauter war als bei anderen Turnieren. Er kam damit nicht zurecht und gab dem Schiedsrichter die Schuld, der seiner Ansicht nach nicht genug unternahm, um die Zuschauer zur Ruhe zu bringen.
Cobolli wird versuchen, diesen Frust mit einem tiefen Lauf bei den BMW Munich Open zu verarbeiten, die am 13.04.2026 beginnen.
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