Ein äußerst bizarrer Vorfall ereignete sich auf der
Challenger Tour in Morelia und betraf den US‑Tennisprofi Stefan Kozlov. Als er zur Grundlinie zurückschlenderte, traf ihn ein langsam fliegender Ball ins Gesicht, woraufhin er vor Schmerzen zu Boden ging. Inzwischen hat er sich für seine Reaktion auf den Vorfall entschuldigt.
Die Nummer 265 der Welt bestritt die erste Runde des Turniers in Mexiko gegen Landsmann Andres Martin. Nach einigen Viertelfinalteilnahmen hoffte Kozlov, wieder in die Spur zu finden, einen weiteren tiefen Lauf hinzulegen und möglicherweise um den Titel mitzuspielen.
Das sollte jedoch nicht so laufen, wie er es sich gewünscht hatte, nachdem er gegen Martin den ersten Satz abgab. Der Schaden entstand in der Anfangsphase des Satzes, als Kozlov mit 0:4 in Rückstand geriet. Trotz einiger Chancen gelang ihm kein Rebreak, und letztlich stand ihm viel Arbeit bevor, wollte er seine Jagd nach Erfolg bei diesem Turnier fortsetzen.
Nachdem er früh im zweiten Satz einen Breakball abgewehrt hatte, war Kozlov fest entschlossen, sein erstes Aufschlagspiel durchzubringen. Er schlenderte zur Grundlinie, als der Balljunge einen Ball in seine Richtung spielte. Zwar nicht besonders schnell, traf er ihn jedoch direkt ins Gesicht und verursachte starke Schmerzen am Auge. Er sackte zu Boden, stand dann wieder auf und taumelte kurz nach hinten.
Der Balljunge wurde an der hinteren Platzseite vom Stuhlschiedsrichter unterstützt, der die Situation beruhigen und Kozlovs Zustand überprüfen wollte. Schließlich war er wieder spielfähig und bestätigte seinem Gegner, dass der Ball ihn am Auge erwischt hatte. Koznov hielt zunächst seinen Aufschlag, gab aber ein paar Spiele später das Kommando ab, als Martin die letzten fünf Spiele einsammelte und einen deutlichen Sieg sicherte.
Koznov reagiert in den sozialen Medien
Koznov bekam in den sozialen Medien viel Kritik von Tennisfans. Sie argumentierten, der Ball sei nicht besonders schnell gewesen und er habe übertrieben, also deutlich überreagiert. Koznov wehrte sich und antwortete einem Tennis-Account: „Ist egal, wie langsam der Ball war, ich habe nicht hingeschaut und er traf mich voll ins Auge. Übertrieben, ja. So zu tun, als ob, ist einfach dumm.“
Kurz bevor er diese Antwort veröffentlichte, postete er auf
X eine Stellungnahme zu seinem Verhalten auf dem Platz. „Nach etwas Nachdenken möchte ich mich für meine Reaktion entschuldigen, nachdem ich gestern ins Auge getroffen wurde“, schrieb er. „Es war ein Unfall, und ich hätte nicht so reagieren dürfen. In diesem Moment haben die Emotionen einer schwierigen Phase auf dem Platz das Beste aus mir herausgeholt. Ich übernehme die Verantwortung und entschuldige mich beim Ballkind und bei allen Beteiligten.“