Greg Rusedski sieht bei
Alexandra Eala ein zentrales Problem, das sie letztlich vom Erfolg abhält, zugleich aber einen Aspekt ihres Spiels, den sie realistisch beheben kann.
Eala hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zu einer der spannendsten Spielerinnen auf der WTA Tour entwickelt, doch der Durchbruch bei Grand Slams und mehr Konstanz stehen noch aus.
Fan-Unterstützung führt dadurch nicht automatisch zu Ergebnissen, und für Rusedski, der in seinem Podcast mit Kevin Palmer auf Tennis365 sprach, braucht sie noch etwas Entwicklung, besitzt aber am Ende des Tages Top-10-Potenzial.
„Eala erreicht die späteren Phasen von Turnieren, aber sobald sie dort ist, verliert sie ziemlich deutlich“, sagte Rusedski in
Off-Court Cuts with Kevin Palmer.
„Ich finde, sie muss den Aufschlag verbessern. Der Aufschlag bringt dich von Beginn an in die Offensive, und sie wird körperlich stärker werden müssen. Sie muss mehr Zeit im Kraftraum verbringen, Muskulatur aufbauen, ein bisschen schneller werden. Dann wird sie den Ball härter schlagen.“
Muchova in Bestform
„Sie ist noch jung. Das dürfen wir nicht vergessen. Sie ist sehr jung und hat viele Jahre zur Weiterentwicklung. Und ich halte sie für zu gut, um es nicht in die Top 10 zu schaffen.“
Dieses Gespräch kam auch aufgrund der schieren Brillanz von
Karolina Muchova auf, die Alexandra Eala früher im Turnier klar besiegte. „Sie stand in einem French-Open-Finale und hat ein komplettes Spiel. Sie kann nach vorn gehen, hinten bleiben – sie macht alles gut“, sagte er. „Sie hat Alexandra Eala in der vorherigen Runde zerstört. Sie sieht im Moment fantastisch aus.“
Karolina Muchova präsentiert sich herausragend und schlug Eala.
Rusedski wurde auch gefragt, ob er Iga Swiatek trainieren würde, falls sie nach ihrer jüngsten Trennung von Wim Fissette anrufe. Piotr Wozniacki meinte, sie solle Dawid Celt verpflichten, und Rusedski räumte ein, dass sie abseits des Platzes entspannen und die Intensität auf den Platz bringen müsse.
Swiatek ist oft dafür bekannt, derart fokussiert zu sein, dass es mitunter fast robotisch wirkt, und dass sie ihr Leben sehr stark durch Routinen auf Erfolg ausrichtet. In der Realität könnte ihr das nun jedoch entgegenlaufen, und er scherzte, er müsse angerufen werden, damit es passiert.
„Sie muss mich anrufen! Der Ansatz sollte vom Spieler kommen – so erreichst du Commitment. Ich kenne Wim Fissette sehr gut. Er ist ein großartiger Coach – hat mit Johanna Konta und Naomi Osaka gearbeitet. Er wird bald wieder auf Tour sein.
„Aber bei Iga geht es auch um die mentale Seite. Manchmal wirkt sie ein wenig zu intensiv. Sie muss abseits des Platzes runterkommen und dann die Intensität auf dem Platz abrufen. Diese Sandplatzsaison ist riesig. Sie sollte dominieren wie Nadal, aber das ist bisher noch nicht ganz eingetreten.“