Francisco Cerundolo wird beim
Miami Open die Schlagzeilen bestimmen, nachdem er
Daniil Medvedev völlig überraschend ausgeschaltet und mit 6:0, 4:6, 7:5 gewonnen hat. Allerdings ereignete sich ein sehr ungewöhnlicher und bizarrer Moment, als die Spidercam am
Schiedsrichterstuhl hängen blieb und beinahe einen schweren Zwischenfall verursachte.
Cerundolo bezwingt Medvedev und übersteht kuriose Spidercam-Panne
Es passierte tief im dritten Satz beim Stand von 3:3. Medvedev hatte zu Beginn der Partie große Mühe, verlor die ersten acht Spiele, während Cerundolo einen Kantersieg andeutete. Der Finalist von Indian Wells fing sich jedoch und kämpfte sich zurück in die Partie, gewann den zweiten Satz mit 6:4 und blieb anschließend auf Augenhöhe mit seinem argentinischen Gegner, während beide um ein Ticket für das Achtelfinale der Miami Open rangen.
Beinahe kam es jedoch zur Katastrophe, als die Spidercam, die für Draufsichten auf den Court und die Umgebung eingesetzt wird, sich im Schiedsrichterstuhl verfing. Mohamed Lahyani hätte unversehens mitgerissen werden können, wäre er nicht wachsam gewesen. Die Ballkinder stabilisierten eilig den Stuhl, während der Schwede sich in Sicherheit hinunterarbeitete.
Das Spiel wurde unterbrochen, bis die Situation behoben war, und die Spieler kamen herüber, um nachzusehen, was los war. Am Ende war alles in Ordnung und die Partie wurde fortgesetzt.
Cerundolo schlug spät zu und holte das Break, das passenderweise zugleich Matchball war. Es war ein großer Sieg für den an Nummer 18 gesetzten Argentinier, der im Turnier weiterkommt und nun um einen Platz im Viertelfinale gegen Ugo Humbert spielt, der kurz zuvor Alexander Shevchenko bezwungen hatte.
Für Medvedev ist das ein äußerst frustrierendes Ergebnis. Zuvor hatte er die Dubai Duty Free Tennis Championships gewonnen und das Finale von Indian Wells in einem engen Match gegen Jannik Sinner verloren. Er ist der nächste Top-10-Spieler, der ausscheidet, kurz nach Felix Auger-Alaissime, der in drei Sätzen keinen Weg an Terence Atmane vorbei fand.
Für die Spieler im ATP-Tableau eröffnet sich nun eine große Chance auf einen tiefen Lauf. Taylor Fritz ist der einzige Top-10-Spieler, der sein Achtelfinalticket bereits gebucht hat, während Sinner und Alexander Zverev später am Tag nachziehen wollen.