Vorschau ABN AMRO Open | Alex de Minaur, Felix Auger-Aliassime und Alexander Bublik zählen zu den Favoriten auf den Titel in Rotterdam

ATP
Sonntag, 08 Februar 2026 um 16:00
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Carlos Alcaraz und Alexander Zverev sind zwar nicht im Einsatz, doch das ABN AMRO Open vom 09.02. bis 15.02. verspricht dennoch reichlich Spannung. Die teilnehmenden Profis greifen nach dem begehrten Titel und den damit verbundenen Prämien.
Die Nummer eins und vier der Welt lieferten sich ein beeindruckendes Australian-Open-Halbfinale, in dem Alcaraz knapp das Finale erreichte und wenige Tage später gegen den zehnmaligen Champion Novak Djokovic den Titel holte. Beide verzichten auf Rotterdam, doch es sind weiterhin zahlreiche Topnamen am Start.

De Minaur, Auger-Aliassime zählen zu den Titelfavoriten

Diese prominenten Absagen sind äußerst gute Nachrichten für Alex de Minaur, der zuletzt Schwierigkeiten hatte, die absolute Weltspitze zu schlagen. Der Australier zeigte bei den Australian Open phasenweise überragendes Tennis und gilt für viele in den Niederlanden als Favorit.
Im Vorjahr erreichte er das Endspiel, ehe seine Negativserie gegen Alcaraz mit einer Drei-Satz-Niederlage anhielt. Auch 2024 verlor er das Finale, damals gegen die Nummer zwei der Welt Jannik Sinner. Diesmal will er eine weitere Finalpleite vermeiden und hat den Titel fest im Blick, sofern er sein Niveau aus 2026 hält. Zum Auftakt wartet ein höchst interessantes Duell mit dem spektakulären Arthur Fils, der nach einer längeren Rückenverletzung gerade sein Comeback gegeben hat.
Ebenfalls voller Selbstvertrauen ist Felix Auger-Aliassime, trotz gegenteiligem Auftritt in Melbourne. Der Kanadier musste seine Erstrundenpartie gegen Nuno Borges aufgeben, reagierte danach aber stark und steht im Finale der Open Occitanie, wo Routinier Adrian Mannarino wartet.
Danach reist er von Montpellier aus gen Norden in die Niederlande, womöglich mit dem nächsten Titel fest im Visier. In Rotterdam kennt er den Weg zum Triumph: 2022 holte er den Pokal, 2020 wurde er Zweiter. In der ersten Runde trifft er auf Alexei Popyrin.

Starkes Verfolgerfeld

Alexander Bublik hat 2026 bereits Siegergefühle gesammelt und in Hongkong gegen Lorenzo Musetti gewonnen. Er feierte sein Debüt in den Top 10 und unterstrich seinen großen Entwicklungsschritt. Der Kasache wird vielen als Kandidat für einen weiteren tiefen Lauf gelten, zumal mit United-Cup-Champion Hubert Hurkacz gleich eine anspruchsvolle Aufgabe wartet.
Auch der Champion von 2023, Daniil Medvedev, kehrt zurück. Er peilt einen weiteren Titel bei einem Turnier an, das er bereits einmal gewonnen hat, und könnte damit eine bemerkenswerte Serie ausbauen. Ähnlich wie Bublik hat er 2026 schon Silberware gesammelt, mit dem Titel in Adelaide, bevor Learner Tien ihn in Melbourne im Achtelfinale deutlich schlug. Zu seinem Glück ist der Amerikaner nicht im Feld, während er auf ein Duell mit dem für seine Indoor-Stärke bekannten Ugo Humbert blickt.
Die russische Nummer zwei, Karen Khachanov, geht als Nummer fünf der Setzliste ins Turnier. Er will als fünfter Russe nach Yevgeny Kafelnikov, Mikhail Youzhny, Andrey Rublev und Medvedev in Rotterdam triumphieren. Zunächst wartet Lokalmatador Jesper De Jong, gegen den er einen positiven Start ins Jahr 2026 anstrebt.
Apropos Lokalmatador: Prominenter als Tallon Griekspoor wird es nicht. Die niederländische Nummer eins darf auf Rückenwind der leidenschaftlichen Fans hoffen und zielt auf einen tiefen Lauf. In Runde eins wartet allerdings ein harter Test mit Giovanni Mpetshi Perricard. Ein mögliches Drittrunden-Duell mit Auger-Aliassime steht im Raum.
Vom kurzfristigen Rückzug von Jack Draper profitiert Landsmann Cameron Norrie, der nun gesetzt ist. Die Nummer acht dieses Turniers trifft zum Auftakt auf Roberto Bautista Agut, während die Nummer sieben und Shanghai-Masters-Finalist Arthur Rinderknech in einem hochkarätigen Duell auf den Finalisten von 2022, Stefanos Tsitsipas, trifft.
Weitere sehenswerte Erstrundenpaarungen betreffen die Rückkehr von Stan Wawrinka. Der Champion von 2015 stand 2019 erneut im Endspiel, damals mit anderem Ausgang. Ein Titel dürfte unrealistisch sein, doch ein Zweitrundenmatch gegen de Minaur oder Fils wäre ein spannendes Szenario. Voraussetzung ist ein Sieg gegen Aleksandar Vukic.
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