Coco Gauff und
Victoria Mboko bilden beim am Montag beginnenden
Qatar Open ein unerwartetes Doppel – die Kanadierin erklärte, wie diese Partnerschaft eher zufällig zustande kam. Während beide im Einzel-Hauptfeld zu den Namen gehören, auf die man achten sollte, meldeten sie sich auch für das Doppel an und formten ein Duo, mit dem keiner von beiden gerechnet hatte.
News-Update zu Gauff und Mboko als neues Doppel in Doha
Klar ist: Für Mboko und Gauff hat das Einzel Priorität, ihre Doppelauftritte waren bislang eher selten. Die Amerikanerin – ehemalige Nummer 1 der Doppelweltrangliste – hat ihre Doppelstarts seit einiger Zeit reduziert; ihr jüngster Einsatz war beim Canadian Open 2025 im August, wo sie zusammen mit Partnerin McCartney Kessler den Titel holte.
Auch Mboko ist im Doppel nicht regelmäßig vertreten, hatte jedoch bei den Australian Open eine Partnerschaft mit Iva Jovic. Dort unterlagen sie in der zweiten Runde den an Position vier gesetzten (und späteren Siegerinnen) Elise Mertens und Shuai Zhang.
Diesmal wollten sowohl Mboko als auch Gauff beim
Qatar Open – ergänzend zu ihrem Einzelstart – Doppel spielen, rechneten aber nicht damit, gemeinsam anzutreten. „Wir waren tatsächlich beide mit zwei anderen Spielerinnen gemeldet“, erklärte Mboko dem
Tennis Channel. „Leider haben es weder sie noch ich mit unseren ursprünglichen Partnerinnen ins Feld geschafft. Also dachten wir: ‚Willst du zusammenspielen?‘ Und so ist es passiert. Ziemlich cool!“
Eine unerwartete Doppelpaarung nimmt in Doha Form an
Obwohl Gauff und Mboko auf der Tour eine große Erfahrungsdifferenz trennt, liegen sie altersmäßig nur zwei Jahre auseinander. Die Amerikanerin ist 21 Jahre alt, ihre Auftritte auf der Tour sind jedoch seit 2019 regelmäßig – damals war sie erst 15 und gab ihr denkwürdiges Wimbledon-Debüt, erreichte das Achtelfinale und bezwang auf dem Weg dorthin die fünffache Wimbledon-Siegerin Venus Williams.
Seither sind fast sieben Jahre vergangen. Gauff hat 11 Titel gewonnen – darunter zwei Grand-Slam-Trophäen –, eine Karrierebilanz von 284–117 und mehr als 30 Millionen Dollar an Preisgeld. Trotz ihrer großen Erfahrung ist sie erst 21 und war jahrelang daran gewöhnt, die Jüngste im Feld zu sein.
„Für mich war es ehrlich gesagt sehr einsam“, sagte Gauff während der Australian Open über ihre frühen Tour-Jahre. „Deshalb ist es großartig, dass jetzt mehr aus meiner Altersgruppe besser spielen, sodass ich sie häufiger bei Turnieren sehe, denn ich hatte viele Freunde, aber wir spielten nicht dieselben Turniere. Es war schwer, diese Beziehungen aufrechtzuerhalten.“
Ein neuer Generationswechsel stellt Gauffs langjährige Rolle infrage
Erstmals in ihrer Karriere trifft Gauff vermehrt auf jüngere Gegnerinnen – obwohl sie selbst lange die Jüngste war. Mboko – derzeit 19 Jahre alt – machte ihr bei ihrem ersten Duell in Rom zu schaffen (3:6, 6:2, 6:1), während Gauff sie im zweiten Aufeinandertreffen wenige Monate später beim Canadian Open besiegte (6:1, 6:4), vielleicht jene Durchbruchsvorstellung Mbokos, die sie ins Rampenlicht rückte und den Weg zu ihrem ersten WTA-1000-Titel ebnete.
„Ich hatte das Gefühl, dass die letzten ein, zwei Jahre auf der Tour zu meinen glücklichsten gehören, auch wenn das Tennis mal rauf und runter ging, einfach weil man mehr vertraute Gesichter in der Umkleide sieht, mit denen man wirklich Zeit verbringen kann.“
Aktuell stehen gleich sechs Spielerinnen, die jünger sind als Gauff, in den Top 30 – darunter Mirra Andreeva (Nr. 7), Linda Noskova (Nr. 12) und Iva Jovic (Nr. 20) – zusätzlich zu ihrer neuen Doppelpartnerin Mboko (Nr. 13).
Turnierdebüts
Abseits der Doppelpaarung liegt der Fokus von Mboko und Gauff im Wesentlichen auf dem Einzel. Mboko ist an Nummer 10 gesetzt und eröffnet am Sonntag auf dem Centre Court gegen die Tschechin Marie Bouzkova.
Gauff ist derweil an Nummer 4 gesetzt und hat in Runde eins ein Freilos, sodass sie auf die Siegerin zwischen Elsa Jacquemot (Wildcard) und McCartney Kessler warten muss.
Zudem starten sie ihre Doppel-Kampagne am Montag, 09.02.2026, gegen die an sieben gesetzten Cristina Bucsa und Nicole Melichar-Martinez.