Vorschau Open Occitanie-Finale | Felix Auger-Aliassime peilt die Titelverteidigung gegen Lokalhoffnung Adrian Mannarino an

ATP
Sonntag, 08 Februar 2026 um 13:21
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Das ATP-250-Turnier Open Occitanie steigt an diesem Sonntag ins Finale, in dem Titelverteidiger Felix Auger-Aliassime auf die letzte heimische Hoffnung trifft: Routinier Adrian Mannarino, den ersten französischen Finalisten in Montpellier seit 2020, der darauf aus ist, die heimische Ehre wiederherzustellen.

Analyse zum ATP-250-Endspiel in Montpellier mit Heimhoffnung Mannarino

Seit dem Wechsel des Turniers von Lyon nach Montpellier im Jahr 2010 dominieren die Franzosen: In acht der ersten zehn Ausgaben triumphierte ein Lokalmatador, in den übrigen beiden stand ebenfalls ein Franzose im Endspiel (zudem waren fünf dieser Finals rein französische Duelle). Seit 2021 hatte jedoch kein Franzose mehr das Finale erreicht – bis an diesem Sonntag, wenn der erfahrene Mannarino seinem sechsten Karrieretitel nachjagt – und möglicherweise dem ersten auf heimischem Boden.
Auf der Gegenseite steht mit Auger-Aliassime ein Hallenspezialist, der seinen neunten Karrieretitel anpeilt – zugleich den ersten der Saison. Nach einem verletzungsbedingten Start ins Jahr bei den Australian Open hat Felix nun die Chance, seine Saison rasch wieder auf Kurs zu bringen und um einen neuen Karrieretitel zu kämpfen, der ihm zudem einen Sprung in der Weltrangliste bescheren würde.

Auger-Aliassime peilt die Verteidigung seiner 2025er Krone an

Nach einer bemerkenswerten Saison 2025 schied Auger-Aliassime (Nr. 8) bei den Australian Open früh aus, als er sein Erstrundenmatch gegen Nuno Borges vorzeitig aufgeben musste. Als Nummer sieben der Setzliste wurde er zum ersten großen Namen, der in Melbourne ausschied, und die körperlichen Probleme warfen Fragen für die kommenden Wochen auf. In Montpellier jedoch hat Auger-Aliassime sein Spiel schnell wiedergefunden – unter Bedingungen, die ihm besonders liegen.
Der topgesetzte Kanadier reiste an, um seinen Titel von 2025 zu verteidigen, und bislang läuft alles nach Plan. Glatte Siege über Stan Wawrinka und Arthur Fils (Nr. 6), dazu ein hart umkämpftes Halbfinale gegen Titouan Droguet – das sich nach dem gewonnenen Tie-Break des Lokalmatadors im zweiten Satz schwieriger gestaltete als erwartet, letztlich aber ohne größere Probleme zu Felix’ Gunsten endete (6:4, 6:7, 6:1).
Auger-Aliassime hat sich bereits einen Sprung um einen Rang auf Nr. 7 gesichert – und könnte im Falle des Titelgewinns Fritz überholen und auf Nr. 6 klettern. Eine Titelverteidigung ist stets anspruchsvoll, und für den Kanadier wäre es erst das zweite Mal in seiner Laufbahn, dass er ein Turnier in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnt – zuvor gelang ihm das bei den Swiss Indoors Basel (2022 und 2023). Seit Beginn des Jahres 2025 hat Auger-Aliassime sechs Finals erreicht, drei Titel geholt und zwei Endspiele verloren.

Mannarino hofft nach Spätform auf historischen Heimsieg

Routinier Adrian Mannarino (Nr. 70) feierte seine größten Erfolge in der Spätphase seiner Karriere, obwohl er auf der Tour stets als spezielles Talent auffiel – und sich konstant in den höheren Regionen der Rangliste hielt. Dennoch gewann er in seinen ersten zehn Finals bis 2020 – da war er bereits 32 Jahre alt – nur einen einzigen Titel.
In den darauffolgenden Jahren fand der Franzose jedoch neue Inspiration, gewann vier Titel in seinen nächsten fünf Finals und erreichte 2023 sein Karrierehoch von Nr. 17 – bereits mit 35 Jahren. Mannarino will weiter beweisen, dass er auch in einem fortgeschrittenen Karriereabschnitt mit den Besten mithalten kann, und jagt einen neuen Titel – erstmals als Heimspieler, was als zusätzliche Motivation dienen könnte, an diesem Sonntag für eine Überraschung zu sorgen. Diese Woche besiegte er unter anderem Ugo Humbert (Nr. 5) und Pedro Martinez, was ihm in der Live-Rangliste einen Sprung um bis zu 18 Plätze auf Nr. 52 einbrachte.
Eine große Chance für Mannarino, der im Falle des Titelgewinns in die Top 45 zurückkehren und den Titel der Occitanie Open erstmals seit Gaël Monfils 2020 – damals gegen einen Kanadier, Vasek Pospisil, in zwei Sätzen – wieder an einen Lokalspieler vergeben würde.

Direktvergleich Auger-Aliassime vs. Mannarino

Es ist ein Duell zu erwarten, in dem beide mit dem Aufschlag dominieren und lange Ballwechsel vermeiden wollen. Vorteil Auger-Aliassime, wenn die Partie sehr physisch wird. Mannarino ist bekannt für seinen unberechenbaren Stil, der Auger-Aliassime aus der Komfortzone zwingen und das Grundlinienspiel des 25-Jährigen destabilisieren kann.
Beide trafen bisher zweimal aufeinander, mit je einem Sieg. Während Mannarino 2023 in Cincinnati gewann (6:4, 6:4), revanchierte sich Auger-Aliassime ein Jahr später auf dem Sand der Madrid Open (6:0, 6:4). Der Kanadier geht diesmal als Favorit ins Match, doch ein selbstbewusster Mannarino mit Heimvorteil wird bereit sein, für eine Überraschung zu sorgen.
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