Sloane Stephens sicherte sich ihre Rückkehr ins Hauptfeld der Australian Open, nachdem sie die Qualifikationszweitgesetzte, Italiens Lucia Bronzetti, mit 6:1, 7:5 besiegt hatte. Die ehemalige US-Open-Siegerin geriet im zweiten Satz nach einer komfortablen Führung in Schwierigkeiten, schloss die Partie jedoch in zwei Sätzen ab und wird nun zum 14. Mal in ihrer Karriere im Hauptfeld der Australian Open antreten.
Sloane Stephens meldet sich bei den Australian Open zurück – stark durch Quali
Die ehemalige Nummer 3 der Welt legte 2025 eine Wettkampfpause ein, nachdem eine Serie schwacher Ergebnisse ihren Rankingsturz ausgelöst hatte. Stephens liegt aktuell außerhalb der Top 1000 und hatte seit Wimbledon 2024 keinen Sieg auf WTA-Ebene mehr verbucht. Sie reiste mit einer Negativserie von 13 Niederlagen in Folge nach Melbourne.
Für Stephens markiert dies – abgesehen von verletzungsbedingten Pausen – das Ende einer bemerkenswerten Serie von 50 aufeinanderfolgenden Grand-Slam-Hauptfeldern zwischen 2011 und 2025. Ihr letzter Auftritt in einer Grand-Slam-Qualifikation datiert aus Wimbledon 2011, wo sie in der zweiten Runde ausschied. Seitdem hatte sie bis in dieses Jahr jedes Major-Hauptfeld direkt erreicht.
Ihr bestes Grand-Slam-Ergebnis bleibt der Titel bei den US Open 2017. Zudem stand sie 2018 im Finale von Roland Garros, erreichte 2013 das Halbfinale der Australian Open und insgesamt vier weitere Viertelfinals bei Majors – zuletzt bei Roland Garros 2022, wo sie der späteren Finalistin Coco Gauff unterlag.
Die Aufgabe war für die Amerikanerin alles andere als einfach. Ohne Matchsieg seit Juni 2024 brauchte Stephens drei Erfolge in Serie, um das Hauptfeld der Australian Open zu erreichen. Sie eröffnete die Qualifikation gegen die 21-jährige Barbora Palicova (Weltrangliste Nr. 230) und gewann 6:1, 7:5, nachdem sie im zweiten Satz einen 1:4-Rückstand gedreht hatte.
In der zweiten Runde traf Stephens auf Lokalmatadorin Olivia Gadecki (Weltrangliste Nr. 171), die aktuelle Australian-Open-Mixed-Doubles-Siegerin an der Seite von John Peers. Gadecki hatte bereits dreimal in Folge im Hauptfeld der Australian Open gespielt, ihr bestes Ergebnis war die zweite Runde 2023, und sie führte im direkten Duell 2:1 – alle Begegnungen fanden 2024 statt.
Gadecki kontrollierte den Auftaktsatz und gewann ihn 6:3, doch Stephens fand ab dem zweiten Satz ihren Rhythmus, stabilisierte ihren Aufschlag und wehrte mehrere Breakbälle ab. Stephens glich mit einem 6:3 im zweiten Satz aus, bevor sie im Entscheidungssatz ein frühes Break wettmachte und sechs der letzten sieben Spiele gewann, um nach 2 Stunden und 13 Minuten einen hart erkämpften 3:6, 6:3, 6:3-Sieg zu feiern.
Qualifikationsfinale vs. Bronzetti
Das entscheidende Match gegen Bronzetti fand am Donnerstag, 15.01.2026, statt. Stephens traf auf die Qualifikationszweite Bronzetti (Weltrangliste Nr. 106, ehemalige Nr. 46), eine erfahrene Spielerin mit einem WTA-Titel und drei weiteren Finalteilnahmen.
Stephens’ Entschlossenheit war von Beginn an spürbar: Sie holte ein frühes Break und zog auf 3:0 davon. Zwar hielt Bronzetti anschließend ihren Aufschlag, doch sie konnte das Tempo der Amerikanerin nicht mitgehen. Stephens zog das Tempo an, gewann drei Spiele in Folge und sicherte sich den ersten Satz mit 6:1.
Der zweite Satz folgte zunächst einem ähnlichen Muster. Stephens holte das erste Break und baute ihren Vorsprung später auf ein Doppelbreak aus, ging 5:2 in Führung und servierte auf den Matchgewinn. Bronzetti konterte mit einem Rebreak, wehrte bei eigenem Aufschlag einen Matchball ab und schaffte ein weiteres Break zum 5:5-Ausgleich.
Trotz des Momentums auf der Gegenseite blieb Stephens standhaft. Sie nahm Bronzetti in einem nervenaufreibenden Aufschlagspiel den Service ab und servierte anschließend zum 6:1, 7:5 aus, womit sie ihr Comeback ins Hauptfeld der Australian Open perfekt machte.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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