Die
Australian Open haben mit den Qualifikationsmatches begonnen, wobei kaum die Hälfte der Erstrunden-Duelle absolviert ist auf dem langen Weg, sich einen Platz im Hauptfeld zu sichern. Dennoch mussten mehrere große Namen in die Qualifikation, nachdem ihnen der direkte Einzug ins Turnier verwehrt blieb.
Unter den prominenten Spielerinnen auf Quali-Kurs ragt
Sloane Stephens heraus. Sie hatte 2025 nach einer beeindruckenden Niederlagenserie eine Karrierepause eingelegt, die auf 13 Pleiten in Folge anwuchs. Die Zeit ohne Wettkämpfe, ohne Siege, ließ ihr Ranking abstürzen – dennoch nutzte sie ihr Special Ranking, um einen Platz in der Qualifikation zu erhalten.
Bei den Männern gehörten zu den ersten Ausgeschiedenen zwei ehemalige Masters-1000-Finalisten und bis vor Kurzem Top-20-Spieler: Nicolás Jarry und Nikoloz Basilashvili. Beide waren in der Qualifikation gesetzt, scheiterten jedoch am ersten Tag. Einen Sieg verbuchte Ex-Weltranglisten-17. Bernard Tomic, der erstmals seit den
Australian Open 2021 wieder in ein Grand-Slam-Hauptfeld zurückkehren will.
Stephens und Townsend zurück in der Erfolgsspur
Bei den Frauen war Stephens’ Sieg (Nr. 1.097) zweifellos das Highlight des Tages. Die frühere US-Open-Siegerin ist die einzige Major-Championesse in der Qualifikation – bei Damen wie Herren – und bezwang trotz einer Serie von 13 Niederlagen in Folge die 21-jährige Barbora Palicova (Nr. 229) mit 6:1, 7:5. In der zweiten Runde trifft Stephens auf die Australierin Olivia Gadecki (Nr. 171) – eine Neuauflage der ersten Runde des Hauptfelds 2024, in der Stephens in zwei Sätzen gewonnen hatte.
Eine weitere starke Vorstellung lieferte die US-Amerikanerin Taylor Townsend (Nr. 116), aktuelle Doppel-Weltranglisten-Zweite, die im Einzel Spuren hinterlassen möchte. Sie stand in der ersten Runde vor einer heiklen Aufgabe gegen Nao Hibino (Nr. 201), setzte sich jedoch nach zwei Stunden und 20 Minuten mit 6:7(3), 6:0, 7:5 gegen die Asiatin durch.
Jarry und Basilashvili draußen
Bei den Männern traten mehrere namhafte Spieler auf. Der Chilene Nicolás Jarry (Nr. 133) – Finalist der Rome Open 2024 – setzt seine Formschwäche fort und verlor bei seinem Quali-Debüt (als Nummer 21 gesetzt) gegen den Franzosen Titouan Droguet (Nr. 155) mit 4:6, 3:6. Damit endet für den Südamerikaner eine Serie von 13 aufeinanderfolgenden Grand-Slam-Hauptfeldern und verlängert eine eineinhalbjährige Krise, in der er weit von den Ergebnissen entfernt ist, die ihn vor ein paar Saisons zurecht in die Top 20 gebracht hatten.
Derweil schied auch der Indian-Wells-Finalist von 2021, Nikoloz Basilashvili (Nr. 105) – diesmal an 3 gesetzt – in zwei Sätzen gegen den jungen Peruaner Gonzalo Bueno (Nr. 214) aus, 1:6, 6:7(5). Der Georgier hatte die Aussie Open 2025 gespielt und war in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal wird er jedoch nicht im Hauptfeld vertreten sein.
Eine weitere bemerkenswerte Niederlage erlitt der ehemalige Weltranglisten-21. Daniel Evans (Nr. 187), der keinen Eindruck hinterließ und vom Japaner Rei Sakamoto (Nr. 202) mit 6:1, 6:2 glatt besiegt wurde. Es ist das zweite Jahr in Folge, dass Evans in der ersten Runde der Aussie-Open-Qualifikation scheitert, und alles deutet darauf hin, dass er in den kommenden Wochen aus den Top 200 fallen könnte.
Positive Nachrichten gab es von Bernard Tomic (Nr. 184), der seit den
Australian Open 2021 kein Grand-Slam-Hauptfeld mehr gespielt hat und 2022 sowie 2025 jeweils in der ersten Quali-Runde ausgeschieden war. Diesmal darf Tomic wieder lächeln, nachdem er Hugo Dellien (Nr. 137), der als Nummer 25 der Qualifikation gesetzt war, mit 6:3, 6:3 bezwang.