Iva Jovic hat bei den Australian Open nach einem Sieg über Yulia Putintseva erstmals das Viertelfinale eines Grand Slams erreicht. Die 18-Jährige stand zum ersten Mal in ihrer Karriere in den letzten Acht eines Majors, nachdem sie mit einer Partie nahezu ohne Satzverlust überzeugte und den 6:0, 6:1-Erfolg nach 53 Minuten besiegelte.
Australian Open Matchbericht – Was Jovic’ 6:0, 6:1 jetzt für Sabalenka bedeutet
Die US-Amerikanerin hatte bereits in der dritten Runde für die große Überraschung gesorgt, als sie die Weltranglisten-7. Jasmine Paolini in zwei Sätzen ausschaltete, doch nur wenige hätten einen derart dominanten Sieg gegen Putintseva erwartet. Die Kasachin kam mit viel Selbstvertrauen ins Turnier und schien dank ihrer großen Erfahrung eine knifflige Hürde für Jovic zu werden.
Doch die Teenagerin dominierte vom ersten bis zum letzten Ballwechsel und gewann die ersten zehn Spiele in Serie. Zwischen Lachern reagierte Putintseva, als sie endlich ihr erstes Spiel holte und auf 0:6, 1:4 verkürzte. Jovic ließ sich von dem einen abgegebenen Spiel nicht beirren und machte den Sieg in unter einer Stunde souverän zu, womit sie ein Viertelfinalduell mit der zweifachen Australian-Open-Siegerin und Weltranglistenersten Aryna Sabalenka perfekt machte.
Aktuell zählt Jovic zu den formstärksten Spielerinnen dieser Saison 2026, erst in ihrem zweiten Jahr mit voller Präsenz auf der Profitour. Vor kaum einem Jahr gab Jovic ihr Australian-Open-Debüt als Nummer 191 der Welt, doch der Sieg über Putintseva garantiert ihr bereits den erstmaligen Einzug in die Top 20.
Jovic verteilt im Auftaktsatz mit gnadenloser Effizienz einen „Bagel“
Jovic brauchte ein paar Punkte, um vollständig in den Matchrhythmus zu finden. In ihrem ersten Aufschlagspiel gewährte sie zwei Breakchancen und öffnete Putintseva früh eine Tür, die diese jedoch nicht nutzen konnte. Die Amerikanerin überstand das schwierigste Spiel des Satzes und wurde anschließend zur Dampfwalze gegen ihre Gegnerin.
Jovic holte drei Breaks in Serie – bei nur vier Möglichkeiten – und hielt zugleich ihre Aufschlagspiele ohne größere Probleme. Nach nur 25 Minuten stand der „Bagel“: 6:0, bei 76% gewonnenen Punkten hinter dem eigenen Aufschlag und unglaublichen 71% bei Rückschlagpunkten. Zudem schlug sie neun Winner, während Putintseva nur auf drei kam – sie fand nicht in die Partie und wirkte beim Serve besonders anfällig, mit lediglich 20% gewonnenen Punkten beim ersten Aufschlag.
Kontrolle, Ruhe und ein schneller Schlusssprint ebnen Jovic den Viertelfinal-Einzug
Der zweite Satz folgte dem gleichen Muster wie der erste: Jovic übernahm schnell mit ihrem Aufschlag die Kontrolle und sicherte sich bereits im zweiten Spiel das erste Break. Diesmal zeigte Putintseva am Aufschlag mehr Kampfgeist und wehrte mehrere Breakbälle ab, doch den Start mit doppeltem Break-Rückstand konnte sie nicht verhindern.
Jovic hielt weiter souverän und zog auf 4:0 davon – insgesamt zehn Spiele in Folge – bevor Putintsevas Reaktion endlich kam. Ein Aufschlagspiel, in dem Jovic kaum erste Aufschläge traf, bescherte Putintseva drei Breakchancen, und mit dem Break holte sie ihr erstes Spiel des Matches, verkürzte den Rückstand eher dank Fehlern von Jovic als durch eigene Glanzpunkte.
Dieses Spiel der Kasachin erwies sich jedoch als bloße Momentaufnahme, die das Ergebnis gegen Ende nur kurzzeitig abmilderte. Jovic behielt in den Schlussminuten die Nerven und beendete die Partie 6:0, 6:1 in nur 53 Minuten. Die US-Amerikanerin mit serbischen Wurzeln kam auf eine Quote von 71% beim ersten Aufschlag, gewann 67% dieser Punkte und 73% beim zweiten Aufschlag und schlug zudem 17 Winner, während Putintseva nur vier gelangen.
Jovic steht damit erstmals in einem Grand-Slam-Viertelfinale und verbessert ihre Bilanz der Saison auf acht Siege in neun Matches. Sie hat ihr bestes Karriere-Ranking als Nummer 20 der Welt sicher und könnte noch weiter klettern, falls sie ihre nächste Aufgabe meistert: niemand Geringeres als die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, die 24 ihrer letzten 25 Matches in Melbourne gewonnen hat.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
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