Pam Shriver und Brad Gilbert verlassen ESPN nach Jahrzehnten als Kommentatoren und Analysten, während der Sender sein Team vor den Australian Open neu aufstellt
Im Vorfeld der Australian Open gibt es bei ESPN einen Umbruch: Einige bekannte Gesichter werden nicht mehr auf den Bildschirmen der Tennisfans weltweit zu sehen sein. Dazu zählen Pam Shriver und Brad Gilbert, die ihre langjährigen Engagements beim Sender kurz vor dem Major in Melbourne beenden.
ESPN trennt sich vor den Australian Open von Pam Shriver und Brad Gilbert
Das Duo war über Jahrzehnte eine feste Größe bei ESPN und lieferte Meinungen und Analysen zu zahlreichen Turnieren und Spielerinnen und Spielern. Nun wurden beide übergangen, als ESPN sein Team für das Event Down Under bekanntgab – Shriver und Gilbert fehlten auffällig in der Liste.
Shriver arbeitete seit 1990 für ESPN, während Gilbert beeindruckende 23 Jahre dabei war. Beide äußerten sich mit Dankesbotschaften in den sozialen Medien. Shriver schrieb: „Danke für über 35 fantastische Jahre. Ich erinnere mich an die AO 1990, als ich nach einer Erstrundenniederlage erstmals für ESPN arbeitete. Ich war auf mehr vorbereitet, wurde aber darauf hingewiesen, dass es Zeit sei, zu verschlanken.“ Gilbert hielt es einfacher und kürzer: „War eine großartige 23-jährige Zeit.“
Shriver begann 1990 bei ESPN, nachdem sie bei den Australian Open früh ausgeschieden war. Die frühere US-Open-Finalistin im Alter von nur 16 Jahren spielte bis 1996 weiter, bevor sie endgültig zum Broadcast und zur Kommentierung wechselte. Gilbert ist ein hoch angesehener Coach, der die Entwicklung früherer Grand-Slam-Champions wie Andre Agassi, Andy Roddick und Andy Murray betreute. Das verschaffte ihm beim Analysieren einen Vorteil, da er Details herausgriff, die nur Trainer in dieser Tiefe seziern können.
Ein Sprecher bestätigte die Trennungsnachricht gegenüber dem Front Sports Office und erklärte, der Sender sei „ihnen dankbar für die vielen Jahre der Zusammenarbeit.“ Es handelt sich um eine spezifische Änderung für die Australian Open, die Besetzungen für die folgenden drei Grand Slams sind noch nicht finalisiert. „Wir entwickeln unsere On-Air-Teams regelmäßig weiter“, so der Sprecher weiter. „Einsätze variieren je nach Event und Jahr, und nicht jede Person tritt bei jedem Turnier auf. Das diesjährige AO-Team spiegelt den spezifischen Coverage-Ansatz wider. An den Plänen für Wimbledon und die US Open arbeiten wir noch.“
Dies folgt dem Muster, dass ESPN sein Team mit neuen, jüngeren Kräften auffrischt. Shriver (63) und Gilbert (64) waren offensichtliche Kandidaten für eine Ablösung. Malika Andrews und Katie George werden sich in Melbourne die Moderation teilen, wobei Andrews die erste Woche übernimmt und George die zweite Woche des actionreichen Tennis beschließt.
Sowohl die ATP- als auch die WTA-Ausgaben der Australian Open werden mit großer Spannung erwartet. Bei den Herren dürfte die Rivalität zwischen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner weitergehen, beide peilen ein weiteres Major-Endspiel an. Sinner ist der zweimalige Titelverteidiger und will sich die Nummer-1-Position von Alcaraz zurückholen, der noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen ist. Weitere Anwärter greifen ebenfalls nach dem Titel, allen voran der zehnmalige Champion Novak Djokovic, der einen beispiellosen 25. Grand-Slam-Triumph anstrebt.
Carlos Alcaraz defeated Jannik Sinner in the 2025 US Open
Bei den Frauen ist das Feld deutlich offener, der Titel kann aus vielen Richtungen kommen. Zweifach-Siegerin Aryna Sabalenka geht als Favoritin ins Turnier, doch die Nummer eins der Welt wird es bei der Titelverteidigung nicht leicht haben. Spielerinnen wie Iga Swiatek, Amanda Anisimova, Coco Gauff, Jessica Pegula, Mirra Andreeva, Elana Rybakina und die amtierende Championess Madison Keys haben solide Chancen auf den Titel, was die Vorfreude zusätzlich steigert. Der Start erfolgt vom 18. Januar bis 1. Februar.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
Sein Anspruch ist eine präzise, transparente und verantwortungsvolle Berichterstattung. Er legt Wert auf klare Quellenstandards und stellt sicher, dass Inhalte bei neuen, verifizierten Informationen zeitnah aktualisiert werden.
Thanks for the 35+ amazing years. I recall AO 1990, after an early round loss, working for ESPN for the first time. I was prepared for more, but was told it was time to streamline. Meanwhile my thoughts are with Eaton & Palisades Fire victims on a tough 1 year anniversary.