Die Weltranglistenerste
Aryna Sabalenka verbindet mit den
Australian Open sowohl glückliche als auch bittere Erinnerungen. Bis zum vergangenen Jahr hatte sie den Titel zweimal in Serie gewonnen, es wirkte wie der Grand Slam, auf den man bei ihr immer setzen konnte, dann kam Madison Keys und änderte das.
Doch Sabalenka will in diesem Jahr endlich den Hattrick perfekt machen und hat stark eröffnet, indem sie die Prüfung zum Auftakt gegen Tiantsoa Rakotomanga Rajonah aus dem Weg räumte. Die 20-Jährige aus Madagaskar, auch als Titi bekannt, klettert zuletzt Richtung Top 100 und begann mit sechs Jahren Tennis zu spielen, inspiriert von Rafael Nadal und Serena Williams.
Nachdem sie erst im vergangenen Jahr ihr Debüt bei den French Open gegeben hatte, gewann sie das SP Open in Sao Paolo mit einem Finalsieg über Janice Tjen sowie starken Auftritten in Rouen. Sie ist also klar eine Spielerin im Aufwind – und genauso präsentierte sie sich zunächst.
Sabalenka verbuchte 23 Winner bei 20 unerzwungenen Fehlern, verwertete 4/10 Breakchancen und servierte solide mit 79% gewonnenen Punkten beim ersten Aufschlag. Dennoch wurde sie direkt gebreakt, da die Französin ihr in den frühen Ballwechseln große Probleme bereitete. Sie lag zunächst 0:40 hinten, bevor sie schließlich über Vorteil ihr Aufschlagspiel in Richtung Rakotomanga Rajonah verlor. Diese gab ihr Service jedoch postwendend ab, und danach wurde es auf beiden Seiten weitgehend kontrolliert.
Match Statistics Sabalenka vs. Rakotomanga Rajaonah
| Sabalenka |
VS |
Rakotomanga Rajaonah |
| 2 |
Aces |
0 |
| 1 |
Double Faults |
3 |
| 62% (29/47) |
1st Service Percentage |
59% (36/61) |
| 79% (23/29) |
1st Service Points Won |
58% (21/36) |
| 67% (12/18) |
2nd Service Points Won |
36% (9/25) |
| 75% (3/4) |
Break Points Saved |
60% (6/10) |
| 89% (8/9) |
Service Games |
50% (4/8) |
| 42% (15/36) |
1st Return Points Won |
21% (6/29) |
| 64% (16/25) |
2nd Return Points Won |
33% (6/18) |
Nach frühem Test im Eiltempo
Sabalenka ließ bei 3:2 eine Breakchance liegen, die Französin hielt, und ähnlich später erneut, um in Richtung 5:3 zu gehen. Stattdessen stand es 4:4, als Sabalenka bei eigenem Aufschlag 40:30 führte und den Sack nicht zumachte. Ihre Gegnerin hielt mit Aggressivität dagegen und stellte die Fragen, bis sie dies nicht mehr tat: Sabalenka schaffte schließlich das Break, nachdem ihre Kontrahentin bei eigenem Service 40:30 vorne gelegen hatte und auf Tie-Break stellen oder selbst fürs Set breaken wollte.
Doch Sabalenka zündete den Nachbrenner und holte sich den Auftaktsatz mit 6:4 knapp, was den Lauf ihrer Gegnerin gewissermaßen beendete. War der erste ein Abtasten, so folgte im zweiten die Dominanz, wie man sie von einer Nummer 1 der Welt erwartet.
Sie ging mit einem Servicegame 1:0 in Führung, breakte zum 2:0 und hätte sogar 4:0 führen können, doch die Französin hielt sich mit einem Aufschlagspiel gerade noch im Match. Sabalenka lag dennoch komfortabel vorne, stellte mit einem weiteren gehaltenen Service auf 4:1.
Von da an gab sie nur noch drei Punkte ab. Obwohl sie drei Breakbälle brauchte, verwertete sie schließlich den dritten zum 5:1 und servierte anschließend souverän aus, um den Schlusspunkt zu setzen. Das erste Match ist oft das härteste – und Sabalenka ist in Melbourne im Geschäft.