Brisbane International | Aryna Sabalenka marschiert an Sorana Cirstea vorbei, Elena Rybakina bezwingt Badosa locker, Karolina Muchova glänzt ebenfalls

WTA
Donnerstag, 08 Januar 2026 um 22:25
sabalenkausopenwin
Das Brisbane International bot in der Nacht ein führendes Trio an Spielerinnen, auf die man in dieser Woche achten sollte, denn Aryna Sabalenka, Elena Rybakina und Karolina Muchova zogen mit überzeugenden Auftritten allesamt ins Viertelfinale ein.
Sabalenka hatte Sorana Cirstea zuvor nur einmal getroffen, allerdings mit negativer Bilanz – wenn auch ganz zurückliegend in Miami 2023, also vor drei Jahren bis zum kommenden Frühjahr. Doch noch bevor die Rumänin am Saisonende ihren Rücktritt vom Tennis antritt, holte Sabalenka sich eine Art Revanche, falls man überhaupt von Revanche sprechen wollte.
Cirstea ist ironischerweise in großartiger Form und hat trotz mehrfacher Ankündigungen in Richtung Karriereende noch keinen echten Haltepunkt gefunden, vielmehr erneut getroffen, just wenn ihre Laufbahn zu verblassen schien. Sabalenka bezwang die Rumänin diesmal 6:3, 6:3 in etwas über einer Stunde. Damit lebt ihre Titelverteidigung weiter und sie steht im Viertelfinale, auch wenn die Weltranglistenerste auf die frühere Niederlage gegen Cirstea angesprochen sie als Trugbild im Kopf verbucht.
„Ich erinnere mich nicht an unser letztes Match auf Hartplatz“, sagte Sabalenka in ihrem On-Court-Interview. „Wahrscheinlich aus gutem Grund. Sie ist eine unglaubliche Spielerin, die mich immer extrem fordert. Besonders im zweiten Satz war es von ihr wirklich stark.“
„Ich bin super happy, dass ich dieses Match in zwei Sätzen zumachen konnte. Ich habe einfach versucht, mich auf mein Spiel zu konzentrieren, mit der richtigen Einstellung in die Partie zu gehen und die Dinge umzusetzen, die mir den Sieg bringen.“
Sie startete mit einem Break und beendete das Spiel mit einem Rückhand-Winner, doch Cirstea war auf den frühen Ansturm gefasst, konterte sofort mit dem Rebreak und glich aus, hielt ihren Aufschlag eine gute Weile, ehe Sabalenka zum 3:2 breakte. Trotz dieser Gegenwehr verwertete Sabalenka ihren vierten Satzball, holte sich ein drittes Break und nahm den Auftaktsatz mit.
Im zweiten Durchgang führte Sabalenka erneut 4:3 und erspielte sich drei Breakbälle, um davonzuziehen. Cirstea wehrte sie mit vier Punkten in Serie ab, doch Sabalenka antwortete mit einem Dreipunkt-Lauf zum Break und war nur noch ein Spiel entfernt. Cirstea hatte im nächsten Spiel einen Breakball, um dranzubleiben, aber Sabalenka blieb stabil und gewann die letzten drei Punkte, um das Match zu schließen.
Sabalenka trifft nun auf Madison Keys oder Diana Shnaider, und womöglich würde sie Keys bevorzugen, denn in der Anfangsphase ihres Duells gegen Shnaider wirkte diese angeschlagen und offenbar nicht bei 100%.

Rybakina und Muchova brutal brillant

Elena Rybakina ist jedoch im Schuss. Ihre brachiale Power war voll zu sehen, als sie Paula Badosa vom Platz fegte. Nach dem Saisonende als WTA-Finals-Siegerin scheint Rybakina nahtlos angeknüpft zu haben.
Auf einen lockeren Sieg über Zhang Shuai ließ sie eine klare Zweisatz-Demontage von Paula Badosa folgen, 6:3, 6:2 in nur einer Stunde und 25 Minuten.
Das Ergebnisbild spiegelte die Phasen der Dominanz jedoch nicht vollständig wider, da Rybakina zunächst schwach startete. Nachdem Badosa die ersten sieben Punkte des Matches gewonnen hatte, sich ein frühes Break und eine 2:0‑Führung holte, war es danach Licht-aus-Tennis.
Rybakina breakte umgehend zurück und stellte auf 2:2. Badosa hielt im nächsten Spiel, ehe Rybakina vier Spiele in Serie holte. Auch den zweiten Satz dominierte sie, stürmte auf 3:0 davon. Badosa nahm noch zwei Spiele mit, doch Rybakina spazierte durch und machte den Sieg zu.
Karolina Muchova präsentiert sich ebenfalls hervorragend. Dass ihre enge Freundin Priscilla Hon in Brisbane lebt, dürfte ihr helfen, so wie es offenbar auch Amanda Anisimova hilft. Beide, die der WTA-Kollegin nahe stehen, gehören bislang zu den Topakteurinnen dieser Woche.
Muchova setzte sich gegen Top-10-Spielerin Ekaterina Alexandrova mit einer ziemlich wunderbaren Vorstellung 6:4, 7:5 durch. Die Tschechin hat stets mit einem Top-5-Niveau geflirtet, doch Verletzungen waren immer ein Thema. Ein Stachel für ihre Anhänger, doch wenn sie on ist, ist sie on – und dies war einer dieser Tage.
Dazu gesellte sich Liudmila Samsonova, die Aliaksandra Sasnovich ausschaltete. Ebenfalls heute im Einsatz: Jessica Pegula, Amanda Anisimova und Mirra Andreeva, alle mit dem Ziel Viertelfinale. Für Sabalenka, Rybakina und Muchova bleibt die Messlatte jedoch hoch.
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