Muchova, die Sabalenka bei den French Open besiegt hat, hat seit ihrem Finaleinzug in Roland Garros nicht mehr viel Tennis gespielt, aber auf einem anderen Belag gezeigt, dass sie keine Eintagsfliege ist, wenn es um Erfolge auf hohem Niveau geht.
Es war ein 6:7, 6:3, 6:2-Sieg für das tschechische Ass, das nun im Finale auf Gauff treffen wird, wobei beide kurz vor dem größten Sieg ihrer Karriere stehen, egal wie es ausgeht.
Nach einem chaotischen ersten Satz, den Muchova verlor, war es das tschechische Ass welches glänzte. Die Tschechin geriet im ersten Satz mit 1:4 in Rückstand, ehe sie wieder auf 5:4 herankam. Aber sie gab ihren Aufschlag sofort wieder ab, als Sabalenka zum 5:5 ausglich.
Beim Stand von 6:6 konnte sie bei eigenem Aufschlag drei Satzbälle abwehren, verlor dann aber den Tiebreak.
Doch von da an zeigte sie eine wahre Meisterleistung. Sie zerlegte das Spiel ihrer Gegnerin, die versprach, aus den Fehlern des letzten Mal zu lernen, aber wieder eine Lektion erhielt.
Nach dem ersten Durchgang konnte sie Muchovas Aufschlag nicht mehr gefährden und Muchova schaffte beim Stand von 5:3 im zweiten Durchgang ein rechtzeitiges Break, um dann den zweiten Satz zu gewinnen. Im letzten Satz holte sie sich ein Doppelbreak, das sie erneut gewann, wenn auch nicht mit einem Aufschlagspiel, sondern mit 40:15 bei ihrem ersten Matchball, den sie verwandelte.
Nachdem sie gestern nur drei Partien gegen Marie Bouzkova gespielt hatte, hat die kürzere Spielzeit der inzwischen in die Top 10 aufgestiegenen Spielerin vielleicht gut getan.
Schreiber für tennisaktuell.de seit Anfang 2023. Ich bin ein begeisterter Tennis Fan. Meine Lieblings Spieler sind Alexander Zverev und Angelique Kerber aus deutscher Sicht der "neuen" Generation sowie Henri Leconte, Mansur Bahrami, Carlos Alcaraz, Novak Djokovic und Pete Sampras.